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Thema: Ossi und Ösi am Weg zum nördlichsten Punkt Europas

  1. #1
    Stammgast Avatar von faustus
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    Ossi und Ösi am Weg zum nördlichsten Punkt Europas

    Die Reise begann für mich am 29. Juli um nach der Arbeit noch schnell knapp 500 km abzuspulen. Um 22 Uhr bin ich dann in Hildburghausen bei Mr.47 und PfMichel angekommen und der Jimny wurde mit weiteren Reisegütern befüllt, bevor es an ein gemütliches Bier ging.
    Am nächsten Morgen gings dann für Atze und mich los Richtung Norden. Am Vormittag konnten wir gut Kilometer über die deutsche Autobahn machen, was sich aber am Nachmittag im Norden Deutschlands schlagartig änderte und bis zur dänischen Grenze anhielt. Somit wählten wir gleich 500 m hinter dem Grenzbalken auf dänischer Seite den Campingplatz für unser Nachtquartier.
    In der Früh wurde nach Abbau des Zelts schnell wieder Fahrt aufgenommen, da wir ja auch heute noch eine längere Etappe vor uns hatten. Auf der Fähre in Fynshavn gab es dann endlich mal einen Kaffee und so begann auch mein "Motor" ruhiger zu laufen. Über die Autobahn ging es vorbei an Kopenhagen und über die Öresund-Brücke nach Schweden. In Malmö wurde kurz gestoppt um in einem bekannten Laden (TeaLivs) unseren Snus-Bestand aufzufüllen. Raus aus der Stadt und über schöne Landstrassen ging es an unser Etappenziel in die Nähe von Hova.
    Dort wurden wir schon von meinem Stammwirten aus Saalfelden, der zum Glück hier ein Häuschen am See besitzt, mit einer Grillerei und Bier empfangen. Natürlich gab es viel zu quatschen und somit wurde der Schlafanteil der Nacht kurz - um sieben Uhr morgens ging es mit ihm nämlich schon raus auf den See um zu fischen, oder wie es bei mir eher zutrifft - Köder einweichen. Atze hatte Glück und konnte einen Barsch fangen. Danach gab es Frühstück und am späten Vormittag setzten wir unsere Reise fort.
    Über den Inlandsvägen ging es durch viele Wälder und endlos lange Geraden bis nach Mora. Ein Campingplatz war schnell gefunden, Zelt aufgebaut und danach ging es auf einen Spaziergang durch die Stadt. Den Abend liessen wir gemütlich mit ein paar Bieren vorm Zelt ausklingen.
    Am nächsten Morgen ging es nach einem schnellen Frühstück nochmal kurz zurück in die Stadt um Mora-Messer zu kaufen, wenn man schon mal da ist ... Die Fahrt führte uns weiter am Inlandsvägen via Östersund bis nach Hoting. Am Campingplatz wurde eine Hütte bezogen und mal das Abendessen gekocht. Als die Sonne dann immer tiefer Stand kam der Angriff der schwedischen Stechmücken und wir konnen uns nur durch Vollvermummung gegen den Angriff schützen - hat uns aber nicht abgehalten weiterhin vor der Hütte zu sitzen um Bier zu trinken.
    Die Fahrt führte uns am nächsten Tag weiter über die E45 bis nach Storuman, wo wir eine Mittagspause machten, um dann weiter durch die wunderschönen schwedischen Wälder zum Polarkreis zu gelangen. Nach einer Fotosession führte uns der Weg noch weiter bis nach Jokkmokk, dem Endpunkt unseres heutigen Tages, um im Arctic Camp Jokkmokk zu residieren - das Wort passt, wenn man die Bierpreise des Campingplatzrestaurants kennt.
    Der Inlandsvägen war auch für den heutigen Tag unsere Wahl um die Landschaften Schwedens zu geniessen und über Svappavaara und Karesuvanto ging es an die finnische Grenze. Unser Weg führte uns in Finnland entlang der E8, hier erlebten wir auf 5 km einen Hagelschauer - zum Glück waren die Hagelkörner zu klein um Schaden am Würfel zu hinterlassen - und bei Palojoensuu wechselten wir auf die Landstrasse 93 um zu unserem Tagesziel in Kautokeino in Norwegen zu gelangen. Der Weg durch Finnland und Norwegen ist hier geprägt von lauter kleinen Seen, Flüssen und Wäldern - hier hätte es bei mehr Zeit noch einiges zu entdecken gegeben. Kurz nach 18 Uhr konnten wir unsere Hütte am Campingplatz in Kautokeino beziehen und den Abend mit Mitternachtssonne wie üblich mit ein paar Aluweckerln beenden.
    Bei der Ausfahrt aus der der Ortschaft Kautokeino hat mir der Gegenverkehr Rollsplitt auf die Scheibe katapultiert was mit einem Riss auf der Fahrerseite sichtbar wurde - zum Glück der einzige Defekt am Jimny auf der ganzen Reise. Über die "93" ging es rauf nach Alta und von dort über die E6 und E69 bis ans Nordkapp. Nachdem wir in Skarsvåg im Midnattsol Camping unser Quartier bezogen hatten, ging es noch die letzten 15 km abends ans Nordkapp-Center. Da das Wetter um diese Uhrzeit nicht mehr so prickelnd war, haben wir uns das Museum und die Filmvorführungen im Nordkapp-Center angesehen und den Fototermin auf den nächsten morgen verschoben.
    Bei herrlichstem Wetter ging es in der Früh retour ans Nordkapp und ein wenig durch die Gegend spaziert, hunderte Fotos geschossen und ich konnte hier meinen nördlichsten Geocache loggen. Der Wendepunkt unserer Reise war erreicht und wir genossen das schöne Wetter bei einem Kaffee. Nachdem wir uns noch mit Souvenieren für die Daheimgebliebenen eingedeckt hatten, rollte der Jimny wieder durch ewig lange Tunnel unter den Fjorden retour Richtung Alta. Natürlich machten wir auch noch einen kurzen "Offroad"-Abstecher nach Hammerfest - 15 km Schotterpiste, da die Strasse gerade komplett saniert und verbreitert wird. In Alta entdeckten wir einen schönen Campingplatz und da es regnete, waren wir über das Vordach unserer Hütte froh ... man will ja beim Biertrinken nicht nass werden. Hier wurde auch mal die bis jetzt angefallene Schmutzwäsche in die Waschmaschine gesteckt, man hat ja im Jimny nur begrenzten Platz. Leider ging an diesem Abend unser österreichischer Biervorrat zur Neige - ein Problem, das uns erst am nächsten Tag bewusst wurde, da man Sonntags in Norwegen keinen Alkohol kaufen kann ...
    Motiviert ging es am nächsten Morgen von Alta über die E6 bis nach Olderdalen und wir hatten unsere erste Fährfahrt der Reise nach Lyngseidet. Von dort führte uns die Route über die Regionalstrasse 868 entlang der Küste bis nach Oteren, wo wir wieder auf die E6 gestossen sind, weiter bis Bjerkvik, dort wechselten wir auf die E10 und diese führte uns zu unserem Tagesziel nach Evenskjer. Nachdem es ein langer Tag war und wir kein Bier mehr im Gepäck hatten, wurde der Abend kurz und wir haben bald in den Schlafmodus gewechselt.
    Nach ausgiebigem Schlaf setzen wir die Fahrt über die E10 in Richtung Lofoten fort, um in Lødingen mit der Fähre nach Bognes überzusetzen. Auf der uns bekannten E6 ging es weiter südwärts bis wir am frühen Abend dann den Polarkreis in Norwegen überschritten - leider dieses Mal mit ziemlich viel Wasser von oben. Kurzer Souvenier- und Geocachestop und weiter gings im Regen bis zu einem kleinen Campingplatz kurz vor Mo i Rana. Da der Biervorrat wieder aufgefüllt war, konnten wir den Abend bei einigen Folgen "Ein Käfig voller Helden" und ein paar Bierchen ausklingen lassen.
    Nachdem die Nacht auch kein besseres Wetter gebracht hatte, gings bei abwechselnd Regen, Starkregen oder nur Nieseln weiter gen Süden bis kurz vor Trondheim. Hätten wir gewusst, dass genau an diesem Tag ein UEFA-Supercup Spiel (Real Madrid - FC Sevilla) in Trondheim stattfindet, hätten wir unsere Nächtigungsmöglichkeit vorweg gebucht - so wurde es ein Spiessrutenlauf über mehrere Campingplätze, bis wir endlich ein Zimmer in einem Motel bekommen haben.
    Der nächste Tag begann mit einer ausführlichen Stadtbesichtigung von Trondheim, bevor wir wieder mit dem Auto einige Kilometer abspulten. Via E39 gings mit einigen Fährverbindungen über Molde bis nach Ørsta. Hier quartierten wir uns in einer richtig luxuriösen Hytta ein - das erste Mal nach fast zwei Wochen hatten wir als Abendabwechslung einen Fernseher.
    Der folgende Tag hielt ein abwechslungsreiches Wetter für uns bereit - mal Sonne, mal Regen, mal beides gleichzeitig. Die E39 mit ihren unzähligen Fährverbindungen war auch heute unser Weggefährte und so ging es weiter bis nach Hylkje auf den Bergen Camping Place. Nachdem am späten Nachmittag die Sonne wieder zum Vorschein gekommen ist und auch kein weiterer Regen in Sicht war, nutzten wir die Möglichkeit die Wäsche zum Trocknen vor der Hütte aufzuhängen. Steirische Camper die neben uns mit ihrem Wohnmobil standen sponserten uns dann auch noch österreichisches Bier und der Abend war gerettet.
    Leider hat die Wetterlage vom Vortag nicht angehalten und so gings bei Regen rein nach Bergen, wo das Schifffahrtsmuseum unser Ziel war - nicht allzu gross, aber wirklich sehenswert! Danach fuhren wir mit weiterhin erhöhter Luftfeuchtigkeit bis nach Stavanger hinunter. Das Quartier für die Nacht war eine sehr schöne Wohnung, welche wir kostengünstig über booking.com während einer Fährfahrt gebucht hatten.
    Eigentlich hätten wir uns ja für den Morgen schon Sonnenschein gewünscht, aber der Wunschzettel muss irgendwo am Weg zu Petrus verloren gegangen sein - es goss aus Kübeln. Also Auto schnell gepackt und auf zum Lysefjord, da ja eine Wanderung am Plan stand. In schwerer Regenadjustierung ging es dann bergan zum Preikestolen - um dann anstatt 600 m senkrecht hinunter zu sehen, nach ca. 70 Metern schon in die Wolkendecke starrten. Aber egal, der Weg ist das Ziel, uns so wurden Fotos gemacht und kurz gejausnet, bevor wir uns wieder an den Abstieg machten. Nachdem wir die nasse Kleidung im Auto versorgt hatten, fuhren wir entlang der R44 bis nach Ogna. Atze machte noch eine Wanderung auf die Dünen bzw. Strand hinaus und ich bevorzugte in dieser Zeit ein kurzes Schläfchen.
    Am nächsten Morgen lachte die Sonne wieder vom Himmel und es ging durch felsig schöne Landschaft über die R44 bis kurz vor Kristiansand. Nachdem es unser letzter Abend in den Nordländern war, wurde der Abend nochmal ausgiebig mit Gerstensaft zelebriert.
    Am nächsten Vormittag machten wir eine Stadtbesichtigung und Shoppingtour durch Kristiansand und um 15 Uhr stach dann die Fjordline Express mit uns an Bord in Richtung Hirtshals in See. Von Hirtshals gings noch ein Stück weiter Richtung Heimat und wir stoppten beim Safari Camping Skørping - für was das Safari gestanden ist, war uns nicht wirklich klar, es war ein einfacher nicht wirklich besonderer Campingplatz.
    Über die Autobahn gings dann runter bis zur deutschen Grenze und gleich hinter der Grenze hörte auch schon die gemütliche Stimmung des Fahrens wie in Skandinavien wieder auf und es wurde wieder gerast und gedrängelt ... Nach einigen hunderten Kilometern legten wir nochmal am Campingplatz Sultmer Berg eine letzte Übernachtung ein.
    Am für mich vorletzen Tag ging es noch die letzten Kilometer bis zu Atzes Heimat nach Hildburgshausen, wo es am Abend noch eine Grillage mit seinen Eltern gab.
    Nach kurzem Check ob Atze alles aus meinem Würfel geräumt hatte, fand auch für mich nach weiteren 500 km die Reise wieder ein Ende in Saalfelden.
    Am Schluss noch ein besonderer Dank an Atze, er hat über die gesamte Strecke einen perfekten Navigator und Reisekompagnon abgegeben!

    Reisedauer: 21 Tage
    Gesamtkilometer: 8.725 km
    Durschn. Verbrauch: 7,6 l / 100 km
    Pannen am Auto: keine
    Verletzungen der Mannschaft: zwei Finger mit Brandblasen ;-)











    Folgende Bilder sind von Atze und mir ... sie sind nicht in Reihenfolge ;-)

    Wer Fehler findet darf sie behalten!
    Eines der besten Mittel gegen das Altwerden ist das Dösen am Steuer eines fahrenden Autos. (Juan Manuel Fangio)

  2. #2
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  3. #3
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  10. #10
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