2 Möglichkeiten zur Neublecheinschweißung.. (Restauration Roststellen..)

  • Moinsen,


    Ich hab ja noch Glück mit meiner Neuerwerbung, bin jetzt unten alles am Wagenboden durch, bis aufs Heck (Wagenhebermulde, No Na..) sieht der Suzi aus wie aus der Fabrik, fast schon unheimlich, auch innen unter den Teppich, alle Verkleidungen weg, nix...

    Aber hinten gibts drei durchrostungen.


    44109538hd.png


    Natürlich sind die genau da, wo unter dem wannenbodenblech auch noch Verstärkungsträger sitzen.

    Die sind an zwei Stellen auch schon ebenfalls durch.


    Plan A wäre wie am 1.Bild ersichtlich das obere Blech rausschneiden (ist in der Mitte schon geschehen..) das unter Stützbleck ebenfalls teilweise ausschneiden, Nirostablech in den Verstärkungsträger einschweißen, und dann das obere neue angepasste Bodenblech - ebenfalls Nirosta - einschweißen.

    Hier in dem oberen Mittelteil, geht das ja noch ganz gut.


    Das kranke Bodenblech ist rausgeschnitten, das Verstärkungsblech drunter muss dort rausgeschnitten wo man die schwarze Schraffur sieht. Dort ist die Blechstärke zu zwei Drittel weg. Das kann man nicht lassen..

    Diese Stelle geht ja noch.. aber die anderen... na servas...

    44109540tb.jpg


    Aber was mach ich hier in der Ecke ? Da ist das untere Verstärkungsblech ebenfalls durch, dieses Blech ist im Verbund mit dem ganzen Heckblechsystem, das wird fricky... puhhh

    44109539ex.png


    Plan B wäre das kurze Boden-Reparaturblech (200 Euro) einzusetzen.

    Das geht ca vom Heck (und in der ganzen Breite ) bis zu den Schrauben der Rücksitzbank hinten..

    Kann man ja noch kürzer schneiden.. also etwas über die Muldenwanne hinaus.


    Also alte Wanne hinten raus, dann wären alle Trägerbleche - die von den Wannenboden-Roststellen mit angegriffen wurden - mal unten frei zugänglich, entrostbar, durch neue Teilbleche (Niro natürlich) wieder herstellbar und dann das neue Bodenwannenblech drauf.


    Was sagt ihr ? Wie soll ich es machen ?


    Das Problem ist, das meine Energie langsam mit 70 schwindet, früher baute ich selbst Geländespezialfahrzeuge mit 2 Motoren und 2 Getriebe, Bodenfreiheit während der Fahrt verstellbar und all den ganzen Kram, aber ich bin bastelmüde geworden.. die Luft ist raus..

    Und das Corona machts nicht leichter...


    Bitte um Rat.


    lg Peter


    noch ein Hinweis: seit dreißig Jahren schweißte ich bei Blechausbesserungen immer Niro-Bleche ein, mit Niro-Schutzgasschweißdraht (Argonmix) und noch nie ist da irgendwas aufgegangen. Es rostet halt dort nie wieder, denn selbst die Schweißnaht ist Nirosta..

    Vor allem bei diesen doppelt bis dreifach übereinander liegenden Blechen im Suzi-Heck hinten ist das ein Segen, denn wie soll man mehrere übereinander geschweißte Bleche dazwischen vor Rost sichern ?

    Man kann da höchsten Löcher bohren und Seilfett reinspritzen..

    Diese Mehrblech-Gschichten beim Suzi-Heck sind echt grausam...

  • Hallo Peter,

    ich sehe auf deinen Bildern nur Handlungsbedarf im hinteren Kofferraumboden. -nicht über den gesamten Kofferraumboden bis unter die Rücksitze hinweg- Wie sieht es denn im weiteren Verlauf des Kofferraumbodens aus?


    Soweit die Gurtaufnahmen und der Kofferraumboden an den zwei Querträgern und im Knick unter den Rücksitzen ok ist brauchst du den Plan B mit Kofferraumboden-komplett doch nicht anfangen, oder?


    Gehe an den hier sichtbaren Stellen mal mit gescheitem Strahlgut ran und vergiss nicht vorher die entsprechenden Hohlprofile vorher zu entfetten und zu säubern. Wichtig: überall wo zugänglich an der tiefsten Stelle der Profile die "Ablauflöcher vergrößern"


    ... die von dir rechts hinten im Kofferraum freigelegte Abschlußtraverse geht fast über die gesamte Fahrzeugbreite. Das gilt es noch wesentliche Stellen in der Mulde frei zu schneiden. Lass diese drinnen und lege lieber ein dickeres Blech gewinkelt an das Stehblech von links nach rechts durch die Mulde.


    Das Verstärkungsblech längs am Anfang der Mulde von oben abgestrahlt und grundiert erfüllt ganz und gar noch seinen Zweck.


    Also so wie es jetzt ausschaut würde ich lediglich mich mit dem Ersatz der Kofferraummulde beschäftigen. Dann aber dort nachdem ich das passende Ersatz-Rep-Blech tatsächlich vor mir liegen habe das alte sauber rausputzen und wegen der Passform dort stehen lassen wo es noch i.O. ist.


    Gruß Claus

  • Ich würde auch nicht das kpl. Blech ersetzen sondern nur die Teilbereiche. Du hast offenbar genug Kenntnisse und die Fertigkeit, Bleche anzufertigen. Von daher würde ich auch nur diese Bereiche ersetzen. Meiner Meinung nach legst Du möglicherweise mit umfangreicheren Austrennarbeiten am Unterboden den Grundstock für weiteren Rostgammel.


    Zwecks Korrosionsschutz halte ich die Seilfett-Methode auch für gut. Hab meinen GJ auch kpl. mit Seilfett behandelt (wobei das Auto noch zu neu ist um von Langzeiterfahrungen zu sprechen). Aber wenn du regelmäßig nach dem Unterboden schaust und eventuelle Beschädigungen zeitnah ausbesserst, dann sehe ich keinen Grund weshalb der Jimny zusammen mit Dir nicht noch viel älter werden sollte.

  • Ich würde auch nicht das kpl. Blech ersetzen sondern nur die Teilbereiche. Du hast offenbar genug Kenntnisse und die Fertigkeit, Bleche anzufertigen. Von daher würde ich auch nur diese Bereiche ersetzen. Meiner Meinung nach legst Du möglicherweise mit umfangreicheren Austrennarbeiten am Unterboden den Grundstock für weiteren Rostgammel.


    Zwecks Korrosionsschutz halte ich die Seilfett-Methode auch für gut. Hab meinen GJ auch kpl. mit Seilfett behandelt (wobei das Auto noch zu neu ist um von Langzeiterfahrungen zu sprechen). Aber wenn du regelmäßig nach dem Unterboden schaust und eventuelle Beschädigungen zeitnah ausbesserst, dann sehe ich keinen Grund weshalb der Jimny zusammen mit Dir nicht noch viel älter werden sollte.

    Hallo Wolfgang, BlackCat und hoppetosse,


    letzlich bin ich bei Wolfgangs Vorschlag gelandet, denn nach dem bis auf hinten der ganze Wagenboden wie aus der Fabrik aussieht - fast schon unheimlich - und es nur diese 3 Heckstellen erwischt hat, werd ich nur die Löcher mit 0,7 Niroblech und die drunter liegenden träger mit 0,88 Niroblech ausschweißen.

    Die einzige Schutzschicht-Arbeit ist ein Sealer an der Naht, bei Niro ist ja nichts mehr zu tun..


    Nach dem ich mit blankem entsetzen festgestellt hab das mein semiprofessionelles mig-mag (hat noch transfomator, das ist kein Witz und 45kg !) gegen die modernen "hochfrequenten" mig-mag-geräten ziemlich alt aussieht, kaufte ich gleich so einen hochfrequenten mig-mag-Automaten, mit 6-Zoll-LCD-Display wo auch alles graphisch dargestellt wird, wenn man da was einstellt. Einstellen kann man sich da aber weitgehends sparen, da alles autom. geregelt wird. Manuell hat man aber gefühlte 30 Möglichkeiten..

    Natürlich ist das Gerät Puls-getaktet, doppelt puls getaktet, und du kannst stoss auf stoss die punkte zehntelmilimeter genau setzen. Es wird also alles gepunktet, aber so eng das es wie eine Naht ist, damit gibt es de facto keinen Verzug.. So werd ich arbeiten. Ich will das alles wieder so ist wie vorher..


    In der rechten Ecke werd ich den Träger soweit ich da Platz hab mit Niro ausbessern und dann das niro-Bodenblech drüber.. Später, wenn ich mal - in 5-6 Jahren mal die Karosserie runternehme, dann kann ich dann von unten mich heranarbeiten bis zum nirobodenblech. das könnte ich aber jetzt auf einer Hebebühne - Auspuffendtopf ausgebaut - eigentlich auch schon machen.. aber das hat ja noch zeit ..


    Danke für eure Tipps, war sehr hilfreich und aufmunternd, lg Peter



    dworak's AKDYANE 4x4

    p.s: ich schweißte ziemlich häßlch, denn in der htl-maschinenbau war ich werkstattbefreit, weil 2.Bildungsweg.. i


  • Hast du hier nicht geschrieben das du "bastelmüde" geworden bzw. mit 70 nicht mehr über die entsprechende Energie verfügst?


    Dann willst du in 5-6 Jahren "fitter" sein um die Karosserie vom Rahmen zu heben.

    ich wünsche dir das du recht hast.

  • Mit bastelmüde ist meine mentale Müdigkeit gemeint..

    Mein Haupthobby ist noch immer das Rennradtraining mit 11500 Km/Jahr und 95000 Höhenmetern..

    Im zweimaligen Mallorca-Trainingslager sind das schon 35-Std-Trainingswochen-Stunden

    Da bleibt fürs basteln nicht mehr so viel über.. mea culpa

    Aber, jetzt, heuer, im August bin ich bei knapp 6000km, werde also heuer die 12000 knacken..

    Auch die Strecke von der Stadt Salzburg über die Alpen runter ans Meer mit 8kg-Zelt-Matte-Schlafsack-Rucksack-Campingausrüstung am Buckel in 3 Tagen geht immer noch..

    Einmal im Jahr gibts eine Transalp, eine MTB-Wüstentour, und eine 3 Wochen Skandinaiventour auf Tracks am Polarkreis..

    Es geht noch was..

    Nach meinem Garmincomputer hab ich ein biologisches Alter von 27... und ein schlecht trainierter 30jähriger muss nach 5 minuten am Glockner abreißen lassen.

    Fazit: Alter ist keine Kategorie, ich brauch mit 90 kein betreutes Wohnen oder einen Rollator, ich fall einfach irgendwann tot vom Rad. :) :D :thumbup:

    Es wird nur mental zäher... ist nicht schlimm..


    das ist eine meiner mtb-Saharatouren..:

    Hart überm Limit! MTB-Tour Südtunesien - wuestenschiff.de