Neue Assistenzsysteme ab 01.07.2024 für erstmals zugelassenen Neufahrzeuge

  • Ich sehe, das Thema kommt in verschieden Threads immer wieder hoch, so hier:


    Das wäre m.E. ein separates Thema wert. Die Fahrassistenzsysteme, die ab 2024 Pflicht sind und in Neuwagen verbaut werden müssen, nach dem TÜV-Nord:

    1. Notbremsassistent
    2. Spurhalteassistent
    3. intelligenter Geschwindigkeitsassistent
    4. Adaptives Bremslicht
    5. Black-Box (= Unfalldatenspeicher)
    6. Müdigkeitserkennung
    7. Rückfahrassistent
    8. Reifendruckkontrollsystem und
    9. Alkoholempfindliche Wegfahrsperre

    Ich persönlich "freue" mich auf den "intelligenten Geschwindigkeitsassistent". Da mein Navi-Gerät einen Wackelkontakt hat, fuhr ich dieser Tage im Urlaub zusätzlich mit dem Handy-Navi. Wir hatten gefühlt auf 50% der Strecke 3 unterschiedliche Höchstgeschwindigkeiten: DIe beiden Navis je nach Aktualität des zur Verfügung stehenden Kartenmaterials und der Jimny nach Verkehrszeichenerkennung, gern bei Ortsschildern oder ehemaligen oder neuen Baustellen. Und im Ausland kam dann noch mehr "Unkenntnis" hinzu.


    Aber, step by step, noch soll gelten: "Mit dem Einschalten der Zündung aktiviert sich das System, kann aber auch manuell deaktiviert werden." Mal sehen, wie lange noch.


    Hübsch natürlich auch die "Black Box", aber das wäre eine Verschwörungstheorie. ;)

    1986 - 1992 - Trabant 601 - diverse Straßenfahrzeuge - 2024 JIMNY HJ

    Ich bin kein Schrauber mehr, sondern der typische Scheckbuch-Fahrer.

  • Diese Assistenzsysteme sind jetzt EU-weit verpflichtend.


    Weil der HJ nicht alle von diesen Assistenzsysteme aufweist, ist er nicht mehr zulassungsfähig. Alle HJ, welche man jetzt noch „neu“ kaufen kann, haben bereits eine Tageszulassung.


    Im Prospekt mit Drucklegung vom April 2024 sind folgende Sicherheitssysteme aufgeführt.


    sicher.jpg


    Ob man die Assistenzsysteme benutzt oder vorübergehend deaktiviert, ist einem selbst überlassen. Aber bezahlen muss man diese.

  • Lauter schmarrn den niemand braucht.

    "Niemand" würde ich nicht unterschreiben. Und ohne eine Glaubensdiskussion lostreten zu wollen, allein an der Black-Box (= Unfalldatenspeicher) werden nicht nur die Versicherer gesteigertes Interesse haben, von den Herstellern solcher Systeme ganz abgesehen.


    Letztlich fehlt mir die Risikoanalyse:


    Nutzen für DAUs (und deren mögliche Opfer) in Pappis Monster-SUV vs. Fehlsignale / -verhalten aufgrund der Systeme. Die pauschale Aussage: "Mit den neuen Vorschriften soll die Zahl an jährlich rund 20.000 Verkehrstoten in der EU gesenkt werden." ist natürlich sinnfrei, da es insgesamt "nur" 20.000 Tote sind, aus welchem konkreten Grund auch immer.


    "Der EU-Kommission zufolge könnten im Zeitraum bis 2038 25.000 Menschenleben gerettet (...) werden", d.h. rd. 1.800 p.a. (7 % der Verkehrstoten), immerhin. Violeta Bulc, EU-Kommissarin für Verkehr: "(...) doch ist jeder einzelne Verkehrstote einer zu viel." Daher "arbeiten wir weiter auf die ‚Vision Zero‘ hin – null Verkehrstote bis zum Jahr 2050." =O


    Hier die aktuelle Originalverordnung in Deutsch:

    Konsolidierter TEXT: 32019R2144 — DE — 07.07.2024

    1986 - 1992 - Trabant 601 - diverse Straßenfahrzeuge - 2024 JIMNY HJ

    Ich bin kein Schrauber mehr, sondern der typische Scheckbuch-Fahrer.

  • Ob man die Assistenzsysteme benutzt oder vorübergehend deaktiviert, ist einem selbst überlassen.

    Die Black-Box (= Unfalldatenspeicher) darf ausdrücklich nicht deaktiviert werrden.

    1986 - 1992 - Trabant 601 - diverse Straßenfahrzeuge - 2024 JIMNY HJ

    Ich bin kein Schrauber mehr, sondern der typische Scheckbuch-Fahrer.

  • Nutzen für DAUs

    Ob es den DAUs wirklich etwas nutzt, das wage ich mal ganz gewaltig zu bezweifeln!

    Denn es gibt halt einige, egal ob sie einen Führerschein haben oder nicht, die einfach nicht hinter ein Lenkrad gehören!


    Wenn ich lese/höre/sehe zur Unfallvermeidung sollen da Systeme, wie das uns Offroad fahrende Würfeltreiber, nervende RDKS eingeführt worden sein, weil es einige Unfälle wegen zu geringem Reifendruck gab, dann erkläre ich dies in erster Linie mit der Verblödung der Personen hinter dem Lenkrad und der Einführung immer bessere Lenkunterstützungssysteme, wo keiner mehr am Lankrad den Plattfuß spürt und die auf Hinweis nur sagen "der geht demnächst zur Inspektion!".

    Die scheinen heute von Physik und dem Prinzip von "Ursache & Wirkung" keine Ahnung mehr zu haben und glauben dank der ganzen Assistenzsysteme könnten sie nach dem Einsteigen ihr Gehirn ausschalten!


    Vor über 30 Jahren gab es bei Opel den Vectra und den Omega frisch auf dem Markt mit dem angeblich sicherstem Fahrwerk, bei dem man wie auf Schienen fahren können sollte!

    Im strömenden Regen für ich von Hannover nach Köln und hatte wegen meiner Reifen und der Asphaltbedingungen zwischen 80 Km/H und 120 Km/H Aquaplaning, auf der Linken Spur wurde ich von einem Vectra und einem Omega überholt, die mindestens 150 Km/H schnell bei dem Regen unterwegs waren und einige Kilometer später fuhr ich an beiden Fahrzeugen wieder vorbei, denn sie müssen wohl bei Aquaplaning von der Bahn geschleudert sein, weil sie rechts neben der Standspur im Grünstreifen parkten.


    Oder wenn ich da an die Berichte in den Nachrichten-Sendungen wegen der Unwetter mal wieder jede Menge Autos sehe und mir denke "dei deutschen Autobauer bauen also noch immer keine Tauchboote für die Strasse!", weil entweder im Hintergrund zusehen oder im Hintergrund zusehen um über Idioten zu berichten, die mit ihren Autos, wo eine 10 cm tiefe Pfütze für einen Wasserschlag ausreicht, in überfluteten Unterführungen ihre Fahrzeuge zerstört haben.

    Wer dies nicht versteht, der sollte mal sich die Videos aus England und den dort an bis zu 365 Tagen im Jahr überfluteten Strassen ansehen, wo Autofahrer mit ihren PS-Bombern mit Vollgas Strassen mit einem Wasserpegel von 50 cm bis 150 cm durchfahren wollen und sich dann über den Motorschaden wundern!


    Das was in meinen Augen am sinnvollsten wäre, das wäre der Einbau von Kameras, die aus diversen Winkeln das Auto filmen und dass die POLIZEI und Gerichte die Videoaufnahmen verwerten müssten!

    Ja es gibt einige Anzeigen, wo ein Dash Cammer einen anderen mithilfe der Aufnahme anzeigte und wo die Verfahren eingestellt wurden, weil der Fahrer nicht zu erkennen war, aber es gibt auch heftige Urteile, inklusive der Kündigung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber, weil durch die Aufnahmen das Gesicht des Fahrers erkannt wurde.

    Deshalb hat nicht nur mein Jimny sondern auch mein Ignis eine Dash Cam.

  • Nutzen für DAUs

    Deshalb hat nicht nur mein Jimny sondern auch mein Ignis eine Dash Cam.

    Ich habe auch unseren beiden Wagen DashCams, irgendwie unverzichtbar geworden. Nebenbei auch nett, um Erinnerungen an Waldweg^^ Ortverbindungsstraßen aufleben zu lassen.

    1986 - 1992 - Trabant 601 - diverse Straßenfahrzeuge - 2024 JIMNY HJ

    Ich bin kein Schrauber mehr, sondern der typische Scheckbuch-Fahrer.

  • Deshalb hat nicht nur mein Jimny sondern auch mein Ignis eine Dash Cam.

    Ich habe auch unseren beiden Wagen DashCams, irgendwie unverzichtbar geworden. Nebenbei auch nett, um Erinnerungen an Waldweg^^ Ortverbindungsstraßen aufleben zu lassen.

    Meine ganzen Offroad-Videos auf meinem YT-Kanal habe ich alle mit meinen Dash Cams aufgenommen!

  • Einführung immer bessere Lenkunterstützungssysteme, wo keiner mehr am Lankrad den Plattfuß spürt und die auf

    Ich hab mal, mit Einverständnis meiner Mutter, einem Verwanden in einer Notsituation das Auto meiner Mutter geborgt.

    Noch am selben Tag hat er mich angerufen und gefragt wie so ich ihm ein Auto mit offensichtlich defekter Lenkung gebe. Es wäre angeblich kaum fahrbar.


    zur Erklärung:

    Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Daihatsu Cuore von 96` . Mit keinerlei Lenkhilfen. Meine Mutter mit ihren 78 Jahren kommt sehr gut mit dem Wagen zurecht. Sie ist nie etwas anderes gefahren.

  • Man kann darüber denken wie man will. Meine persönliche Meinung: wenn der Fahrer/die Fahrerin ohne Hirn unterwegs ist, dann nützt kein Assistent dieser Welt! Und mit zunehmender "Bevormundung" wird es schlimmer! Eins ist klar: bestimmte Dinge sind sinnvoll und diese will ich keinesfalls infrage stellen! Ob wir nun aber zwingend folgende Dinge benötigen, wage ich ernsthaft zu bezweifeln:

    1. Notbremsassistent
    2. Spurhalteassistent
    3. intelligenter Geschwindigkeitsassistent
    4. Adaptives Bremslicht
    5. Black-Box (= Unfalldatenspeicher)
    6. Müdigkeitserkennung
    7. Rückfahrassistent
    8. Reifendruckkontrollsystem und
    9. Alkoholempfindliche Wegfahrsperre

    Ich komme nicht umhin festzustellen, daß ich immer mehr überwacht werden soll, eigentlich fehlt nur noch ein "Petz-Assistent" welcher der Polizei meldet wenn ich mal 10km/h zu schnell fahre oder falsch parke, oder der TÜV abgelaufen ist, etc.! Und das missfällt mir (ja, ich weiß: einiges aus obiger Liste ist auch bereits im Jimny verbaut). 100%ige Sicherheit gibt es nicht und wird es auch nicht geben, egal wieviele Assistenten eingebaut und vorgeschrieben werden.


    Gerne darf da jeder seine eigene Meinung zu haben und ich respektiere diese auch. Sollte aber mal mein Jimny den Geist aufgeben, dann kaufe ich mir wohl wieder ein älteres Auto, ich welchem ich nicht von vorne bis hinten bevormundet und überwacht werde.

  • Mein Jimny hat zum Glück den ganzen schmarrn nicht drin.

    Nur das was wirklich notwendig und nützlich ist.


    ABS, ASR, Bergabfahrhilfe.


    Ich bin im übrigen auch der Meinung, dass durch die vielen Assistenssysteme die meisten noch depperter fahren als schon vorher.

    Das Assi wirds schon richten.

  • Das Thema hatten wir doch schon hier im Forum.

    Die Hersteller nutzen auch die gesetzliche Möglichkeit deine Fahrzeugdaten abzurufen und auch Software Updates in das Fahrzeug zu bringen. Wurde wegen dem Abgasskandal für die Hersteller so in das Gesetz geschrieben. Der Grund sei für den Kunden die ersparte Zeit/Aufwand in eine Werkstatt zu fahren.

    Voraussetzung hierfür ist, das das Fahrzeug online ist.

    Genau das muss es sein wenn z.B. das Navi für POI oder ähnlichen genutzt werden soll.

  • Eine Alkoholempfindliche Wegfahrsperre finde ich persönlich sehr gut, mir ist vor einigen Jahren mal ein besoffener ohne Versicherung ins Auto gefahren. Die Fahrt hätte er nicht machen können wenn die Karre gesperrt gewesen wäre. Glücklicherweise ist damals nicht viel passiert, den Schaden hat meine Versicherung übernommen und die Kosten bei dem Besoffski versucht einzutreiben.

    Es passieren heute wegen der Dummheit der Menschen zu viele Unfälle mit Alkoholeinfluss.


    Gruß Florian

  • Eine Alkoholempfindliche Wegfahrsperre finde ich persönlich sehr gut, mir ist vor einigen Jahren mal ein besoffener ohne Versicherung ins Auto gefahren. Die Fahrt hätte er nicht machen können wenn die Karre gesperrt gewesen wäre. Glücklicherweise ist damals nicht viel passiert, den Schaden hat meine Versicherung übernommen und die Kosten bei dem Besoffski versucht einzutreiben.

    Es passieren heute wegen der Dummheit der Menschen zu viele Unfälle mit Alkoholeinfluss.


    Gruß Florian

    Ja Klar,

    Wir brauchen noch mehr "Bevormundung". :yay:

    Ohne die geht's heute anscheinend nicht mehr, weil anscheinend keiner mehr Selbständig Denken kann. ;)

    Warum auch, is ja alles vorgegeben, und wenn ich nicht drann Denke warnt mich irgendein Computer.

    Nur wieder irgend ein Scheiß, der wieder Fehlermeldung bringt und Teuer repariert werden muß. :rolleyes:

    Aber Egal, irgend jemand hat seinen Reibach damit gemacht. ^^

    Wunder mich jeden Tag, das ich mit meinem Lebensstiel, nach 55 Jahren noch am Leben bin. :mrgreen:

    Bin Tagtäglich zwischen 300- 700 km unterwegs, das einzige was für mich Sinn machen würde, ein Permanenter Abstandshalter.

    Wir bräuchten keine Zuflussampeln an AB Zufahrten z.B. wie in BW.

    Bei Spurverengung würde das Reißverschlusssystem endlich mal funktionieren, sprich weniger Stau.

    Zu Schnell und drängeln kann auch niemand mehr.

    Aber das wichtigste wäre immer noch der Mensch.

    Was mach ich gerade :?:,

    ah Autofahren :!:

    Also daher fahre ich Auto, und mache nichts anderes.

    Ein bischen Rücksicht und Nachsicht, Schaden auch nicht, und schon sollte es ohne Zwischenfälle klappen. :)

    Edited 4 times, last by Grantlhuber ().

  • Eine Alkoholempfindliche Wegfahrsperre finde ich persönlich sehr gut


    Dann pustet der Beifahrer (ohne Führerschein) der nüchtern ist und der Besoffene fährt.

    Was ich damit sagen will, wer Mist bauen will findet immer einen Weg,

    aber alle Anderen müssen jedesmal vor fahrtantritt da reinpusten und mit den Repressalien leben.

    Ich möchte gar nicht wissen wie viele Verkehrsteilnehmer Medikamente einnehmen,

    wo auf dem Beipackzettel steht, nicht am Straßenverkehr teilnehmen.

    Was machen wir mit denen?

    Wo fangen wir an, wo hört das auf?...

    Grüße aus dem Land zwischen den Meeren


    48523569gi.jpg


    Der Kantige: GJ Comfort +, Handschalter, Jungle Green, Bj. 05.20, M1G, BF Goodrich 215/75 R15, MasterForest Snorkel, Ullstein Frontschutzbügel, Horntools Rockslider und vieles mehr.


    Das Anhängsel für den Kantigen: Aero Plast, Bj. 02.92, Bett auf Rädern, in der Renovierungsphase


    Nur wer nicht in Panik verfällt, kann eine weise Entscheidung treffen.
    🎲

  • als ich in den 1990er Jahren einen Jaguar XK 140 hatte, den musste man noch mit Zwischengas schalten.

    Komisch das ich das überlebt habe ;)

  • Ja Klar,

    Wir brauchen noch mehr "Bevormundung". :yay:

    Ohne die geht's heute anscheinend nicht mehr, weil anscheinend keiner mehr Selbständig Denken kann. ;)

    Warum auch, is ja alles vorgegeben, und wenn ich nicht drann Denke warnt mich irgendein Computer.

    Die Aussage widerspricht sich.

    Entweder kann keiner mehr selbständig Denken oder nicht.

    Weil wer nicht mehr Denken kann, kann auch nicht das Denken vergessen.


    Aber du hast schon recht, wobei ich nicht den Begriff "Bevormunden" sonder fehlende Eigenverantwortung nutzen würde.

    Wir haben uns aus Kostengründen, Sachen wie Bildung, Verantwortung und Moral abgewöhnt.

    Arbeiter werden nur noch angelernt, oder nur für kleine Aufgabenbereiche geschult. Fachkräfte holen wir aus dem Ausland oder besser wir verlagern die Arbeiten dort hin.

    So hat der Staat das Bildungssystem kaputt gespart und Unternehmen kaufen "Service" einfach ein, anstatt aus zu bilden und schulen.

    (Schaut in die Werkstätten, Diagnosegerät anklemmen Fehler auslesen und nach Schritt für Schritt Anleitung Teile tauschen.)

    Dazu kommt natürlich die "Intelligenz" in Form vom Handy oder "Googel" da brauch ich nicht mehr denken nur googeln und schon hab ich alles "in der Hand".