Wärmeentwicklung bei längeren Steigungen

  • Gestern bin ich mit dem Jimny eine längere Steigung gefahren. 2H. Asphaltiert. Durchschnittlich 50 km/h mit gut 3000 U/min.

    Oben angekommen machte ich einen Halt und da zog vermutlich über die Lüftung ein unangenehmer Geruch ins Fahrzeug.

    Nicht nach Kupplung sondern eher nach verschmorten Kunststoff.

    Ein Blick in den Motorraum ergab nichts auffälliges, auch keine unauffälligen Gerüche. Kühlflüssigkeit blubberte auch nicht.

    Blick unters Auto war leider bekleidungstechnisch nicht möglich.

    Die restliche Fahrt ging bergab bzw gerade, danach keine Auffälligkeiten mehr.


    Ich tippe auf den Auspuffkrümmer und ggf Zeug das noch drauf ist da neues Auto.

    Oder hat jemand eine andere Idee ?

  • Bei einem neuen Fahrzeug kann es gut sein das sich Rückstände auf heißen Motorenteilen etc erstmal "wegbrennen" müssen.

    Das sollte sich dann aber irgendwann legen.

    Total langweiliger 2025er GJ XL Automatik Dubai Import:

    Alufelge 16x6 High Peak J-01, 225/70R16 Toyo Open Country A/T III, verstärktes OME-Fahrwerk mit Koni Heavy Duty Dämpfern, Stoßdämpfer Repositionierer hinten, OME Panhardstabkorrektur FK96, Trekfinder Korrekturbuchsen, HardRace Stabitrenner, Trekfinder Stahlflexleitungen +50mm, Bravo Schnorchel mit Zykonfilter, K&N Luftfilter, ARB-Differenzialsperre hinten, ARB-Kompressor mit Reifenfüllanschluss, JimnyBits VTG-Schutz, JB Filter-Schutz, JB Längslenkerschutz, Masterforest Crossmember, Escape Gear Sitzbezüge,Rolling Space Dachträger, Drifta Stockton 270° Markise, Heckleiter mit Kanisterhalter, MOD-Heckklappentisch, Differenzial- und VTG Entlüftung im Motorraum, kürzere VTG Übersetzung in High und Low, etc.

  • Der Jimny hat thermische Probleme.

    Das Kühlwasser kann schon mal auf bis zu 120° steigen.

    Abhilfe bringt hier nur ein Ölkühler und natürlich entsprechende Armaturen zur Kontrolle der Temperaturen.

  • Der Jimny hat thermische Probleme.

    Das Kühlwasser kann schon mal auf bis zu 120° steigen.

    Abhilfe bringt hier nur ein Ölkühler und natürlich entsprechende Armaturen zur Kontrolle der Temperaturen.


    Ich habe deine sehr interessanten Beiträge zum Ölkühler gelesen.

    Frage: verwendest du 0er oder 5er Öl ?

    Könnte man mit 5W30 statt 0W16 auch dem thermischen Problem ohne Ölkühler etwas entgegenwirken ? Hast du das mit deinem Ölkühler samt Temperaturanzeige villeicht mal getestet ?

  • ein 0w16 hier bei unseren gefilden auch nicht wirklich empfehlenswerrt....

    hat ein Wirkungsbereich von -40 bis + 16

    Wo ich mir denk da sind schäden vorprogramiert...

    und wird hauptsächlich für hybrid motoren genutzt und davon ist der jimny motor meilenweit entfernt...

    die werden hauptsächlich nur genutzt um den verbrauch zu senken und die abgaswerte....

  • Ich fahre Grundsätzlich in allen Motoren vollsynrhetisches 0W40 Öl.

    Wo dies nicht möglich ist, zb bei Olttimern, kommt teisynthetisches Öl zum Einsatz.

  • Moin,

    aus den Berichten und der eigenen Erfahrung (Rumänien diesen Sommer bei 32-38°C in Schrittgeschwindigkeit z.T. zwei Stunden bergauf), plane ich mir einen Ölkühler, wie von Osiris2000 empfohlen, zu installieren.

    Hierzu habe ich zwei noch nicht gefundene Lösungen:

    1) Ab wann soll das Thermostat öffnen? (bei 80°C oder bei 90°C: ich fahre 5W30)

    2) Wo installiere ich den Kühler? (möglichst hoch, habe Seilwinde: meine Idee bisher- vertikal neben dem Kühler hinter der Hupe)


    Über Ideen und Lösungen würde ich mich sehr freuen! :)


    Gute Fahrt, Rupert

  • Hi @AUTdany,

    richtige Ideen, hatte ich schon umgesetzt: Heizung volle Pulle, Fenster auf -Staub rein, Pausen wo möglich, Haube uff. Wir waren in einer Gruppe unterwegs (Rallye Transsilvanien). Als aber der Entriegelungshebel der Motorhaube so heiß war, dass ich dachte ich verbrenne mich daran, habe ich mir erste Gedanken über die Gesamttemperaturen im Motorraum gemacht... :/

    Kurzum: ein Ölkühler ist für den Kopf vom Motor und meinen eine Möglichkeit Ausfälle und Schäden zu verringern.


    Also: traditionelle Lösungen habe ich jetzt schon mal, weiter zu den technischen/räumlichen Lösungen ;)

  • Ich fahre einen GJ Automat und hatte immer Probleme mit der Temperatur.( 2 Stunden bergauf hatte ich aber auch noch nicht)

    Fahre viel mit Anhänger und habe mir Wasser und Getriebeöltherperaturanzeigen nachgerüstet.

    Getriebeöl Temperatur regelmäßig über 110 grad, oft über +120 grad und da das Getriebeöl durch den Wasserkühler läuft ist das wie ein Tauchsieder für das Kühlwasser.

    Habe einen externen Getriebeölkühler mit Thermostat verbaut und den Durchlauferhitzer durch den Wasserkühler gekappt.

    Bis jetzt bin ich zufrieden, Wassertemperatur ist um die 85-95 grad und Getriebe um 80-100 grad.

    Bin noch am testen, wird ja jetzt von den Außentemperaturen kühler.

  • Hi c.j.b,

    ja, das klingt nachvollziehbar. Die ca. zwei Stunden bergauf waren in 4L und zum großen Teil Schrittgeschwindigkeit, also quasi Null Fahrtwind.

    Deine Getriebekühlung hört sich von den Werten wirklich gut an. Da frage ich gleich mal der praktischen Umsetzung...

    Aus Defender-Zeiten kenne ich noch die vergrößerten VTG-Deckel mit Kühlrippen und den Getriebekühler-Anschluss an das R380-Schaltgetriebe.

    Wie hast Du das beim Jimny umgesetzt?

    Gruß

    Rupert

  • Hy Rupert

    Ich meinte das Automatikgetriebe , das hat schon Ölleitungen zum Kühler, die habe ich via Thermostat in einen externen Kühler umgeleitet.

    Um das Verteilergetriebe zu kühlen bräuchte man wohl eine elektrisch ölpumpe, aber ob das nötig ist? Im Gelände eher nicht, eventuell bei hohen Autobahngeschwindigkeiten.

    Ich fahre selten mehr als 100-110

    Gruß Christoph

  • c.j.b. ja, ok, macht Sinn. Das ist beim Schalter nicht gegeben und macht wohl keinen Sinn da ne zusätzliche Schwachstelle (eletr. Ölpumpe) einzubauen.


    Kühlung von Schalt-, Transfer- und Reduzierungsgetriebe wären für die Extremfälle sinnvoll. Noch sinnvoller wären natürlich Temperaturdaten dazu, um zu verstehen wie sich die Getriebetemperaturen des Jimny bei unterschiedlichen Situationen verhalten.

    Auf dem Getriebetunnel vom Defender in Tunesien oder von UAZ Patriot in Kirgistan hätten wir bestimmt Brot backen können, aber andere Gewichtsklasse/Fahrzeug.


    Zurück zur Motorölkühlung: die Sandwichplatte mit Thermostat und Sensorausgängen unter den Ölfilter, Stahlflex-Leitung zum Ölkühler. So wie von Osiris2000 vorgeschlagen und mit sinnvollen Links versehen.

    Ab welche Öltemperatur soll der Ölkühler kühlen? (Thermostatöffnung?)

    Wohin mit dem Ölkühler (wenn er nicht zwischen den Holmen des Leiterrahmens hinter der Stoßstange verbaut werden kann)?

  • Hi c.j.b,

    ja, das klingt nachvollziehbar. Die ca. zwei Stunden bergauf waren in 4L und zum großen Teil Schrittgeschwindigkeit, also quasi Null Fahrtwind.


    Wodurch heizt sich dann das Getriebeöl so weit auf ?

    Die Drehzahlen dürften sich dabei doch in Grenzen halten oder ?

  • Nach meinem Verständnis und Erfahrung sind es die Kräfte die von Außen auf das Getriebe wirken: hohe Last (Gewicht von Jimny+ z.B. Hänger +Ladung) oder z.B. durch ordentlich Druck durch den Antriebsstrang bei steilen Passagen und wenn dann noch hohe Außentemperaturen und wenig kühlender Fahrtwind unter dem Fahrzeug entlang bläst, können die Temperaturen schon ganz schön hoch gehen. So viel Masse zur Temperaturabfuhr (Öl: 1,2l und das Metall des Gehäuses) hat der Jimny nicht.

    Beim Defender war es schon das hohe Grundgewicht und beim UAZ das völlig "verbaute" Getriebe plus jeweils die hohen Umgebungstemperaturen. Dann heizt ja irgendwann der ans Getriebe geschraubte Motor auch noch mit... (eine Vermutung, aber dürfte wohl auch was ausmachen).

  • Hi @AUTdany,

    für eine Streckendiskussion könne wir gerne separat konferieren.

    Hier im Thread würde ich echt gerne eine Lösung für einen sehr heißgelaufenen Jimny suchen, was ich gerne vermeiden würde wieder zu erleben.

    Also: Thermostatöffnungstemperatur? (Öl 5W30 vollsyn.)

    Wohin mit dem Ölkühler?

    Danke für Lösungshilfen! :)

  • Rupert

    Ich hatte ja Motor temp. Probleme, halt in meinem Fall Automatik und habe durch den Umbau auch die Kühlwasserzemperatur runter bekommen.

    Bin beim Forum treffen den ganzen Tag in 4low

    Gefahren und hatte keine Probleme.

    Wie schaut der Kühler aus?

    Ich hoffe nicht so.😁


  • c.j.b. ein zumindest teilzugesetzter Kühler ist einer der Faktoren die ich jetzt hier nicht noch erwähnt habe -sorry voll und ganz mein Fehler. Soll nicht wieder vorkommen. :(


    Ok, ich hole aus:

    Der Zwischenraum von Klimaanlage und Motorkühler ist ja ein nicht einsehbarer Raum der auch kaum von Außen zu reinigen ist. Dein Bild c.j.b. sagt mehr als 1000 Worte. Bei meinem Jimny mit knapp 100TKM und schon so einigen Wasserlöchern hat es wahrscheinlich/vielleicht ähnlich ausgesehen. Lehmwasser wird am heißen Kühler schnell zur Lehmpackung. Da half auch kein Ausblasen mit Luft, ebensowenig wie mit hartem Wasserstrahl von vorne (natürlich kühlerlammellenschonend), erst eine lange, lange Spülung mit Wasser aus dem Schlauch bewegte eine sanfte Erosion des Lehms vom Kühler hin zu einer deutlichen Sedimentation auf dem Boden darunter (in heimischen Gefilden).

    Also: Ja, der Wasserkühler konnte wohl nicht zu 100% arbeiten.

    Reinigung auf einer Tour? Machbar, aber nicht immer zeitnah. Daher meine Idee das Öl direkt zu Kühlen, um so ein Backup für die Temperatur-Spitzen zu haben.


    Lösung für hohe Temperaturen bisher: Keine Schlamm-Wasser-Durchfahrten mehr, mehr Pausen, weniger 4L. OK.


    Da ich gerne mit dem Jimny wieder nach Tunesien wollte oder gar nach Marokko, stellt sich hier wiederum die Frage nach Lösungen für einen (zu heißen) Motors des Jimny.

    Wohin mit dem Ölkühler? :?: