Ich bin dann mal weg

  • Was sagt denn der Veranstalter zu deine beschriebene Mängel bezüglich gefahrene Reiserouten (Abweichend der Prospektbeschreibung) und Reiseleitung/Guide?

    Nunja, da gibt es natürlich konträre Ansichten. Wir sind aber beide (!) zuversichtlich, dass wir uns einigen werden. Daher möchte ich das zunächst hier nicht weiter ausführen. Spätestens wenn wir uns das nächste Mal sehen (Mammutpark habe ich bereits gebucht, oder aber nächster Stammtisch) kann ich dir mehr erzählen.

  • Logisch, erst alles intern abklären und dann kann man seine Erkenntnisse kund tun.

    Vor einer Einigung macht das kein Sinn, läuft dann unter "dreckige Wäsche waschen".

  • Ich wollte ja auch noch etwas über die Funkerei schreiben. Die Amateure (oder sollte ich lieber Profis schreiben?) werden jetzt gleich die Nase rümpfen.

    2 Fahrzeuge waren mit CB-Funkgeräten (27 MHz) bestückt. Die 2 anderen hatten 2m-Band-Geräte (144 MHz). Ich habe ja beide Möglichkeiten. Also habe ich jeweils wichtige Sachen auf dem jeweils anderen Band wiederholt. Nachdem wir irgendwann mal getrennt wurden, konnte ich die Kollegen im 2m-Band noch gut hören, während ich völlig unverständlich war. Die spätere Analyse ergab, dass deren Geräte wohl mit 50W senden. Zusätzlich haben sie Magnetfussantennen mit Lambda/2 auf dem Dach. Ich habe dann mein Gerät auf 25 W Sendeleistung umgestellt (mehr kann weder mein Gerät, noch verkraftet es meine Antenne). Und siehe da, wir erreichten einmal rund 50 km Reichweite. Glücklicherweise, denn der Kollege war wegen seiner nicht rechtzeitig fertiggestellten Kühlerreparatur später nachgekommen und irgendwo im Outback falsch abgebogen. So waren wir in der Lage ihn wieder auf den richtigen Kurs zu bringen.

    Es wurde eine Frequenz im Amateurfunkband festgelegt. Ich habe in den letzten knapp 6 Wochen nicht einmal eine Aussendung vernommen, auf deutsch: wir haben niemand gestört und es hat keinen interessiert.

    Mit den CB-Geräten war immer nur ein Bruchteil der Reichweite möglich, Kolonnenfunk eben.

    Ich weiss das auch grosse Reichweiten mit CB erzielt werden können, aber da muss meiner Meinung deutlich größerer Aufwand getrieben werden (grosse und eingemessene Antennen). Im 2m Band empfinde ich es deutlich einfacher.

  • Ist 27MHz bzw. 2 Meter dort legal? Oder lediglich geduldet? Oder ist Funk gar komplett verboten?


    Markus

    Jimny FJ, Benzin, Schalter, EZ 01/2009: General Grabber AT³ in 215/75R15 auf Dotz Dakar 7x15 ET-12, SGS4x4 Unterfahrschutz vorne, ASFIR VTG-Schutz, Trekfinder: +25mm Progressiv + Lenkungsdämpfer, Horntools Dachträger groß, XTRONS Android-Doppel-DIN-Radio, 4-stufiger Wischer-Intervallschalter (Swift IV), u.v.a

    Gefolgt meist von einem CH-Armee-Anhänger, BJ. 1968, umgebaut auf Auflaufbremse und 255/75R15 auf Dotz Dakar 7x15 ET-12, 100km/h-Zulassung.

  • Tja so genau weiss ich das gar nicht. Ich hatte im Vorfeld die Drohnengesetzgebung der ganzen Länder studiert (relativ entspannt, ausser dass die Drohne teilweise bei der Einfuhr deklariert werden muss und dann eine Kaution hinterlegt werden muss, die bei der Ausreise zurückerstattet wird; das habe ich aber ignoriert) und die Strassenverkehrsordnungen, so weit es mir möglich war.

    Ich hatte vorsorglich während der Verschiffung die Mikrofone abgestöpselt und ins Gepäck gepackt. Die Geräte sind ja bei mir etwas verdeckt montiert. Aber das hat keinen interessiert.

    Und an den Grenzen wird nur auf frische Lebensmittel kontrolliert. Sogar Eier wurden einem Kollegen einmal abgenommen. Da ich in der Regel ein paar Weinflaschen an Bord habe weise ich darauf immer hin. Aber auch das interessiert keinen.


    Also alles sehr entspannt.


    Es gibt ja regelmäßig irgendwelche Kontrollposten. Vor allem in Bolivien kontrolliert entweder die Polizei oder das Militär alle naslang irgendwelche Dinge. Da muss man mal den Pass zeigen, oder den Führerschein, oder ganz oft die Zolldokumente des Fahrzeugs. Hier in Argentinien werde ich meistens durchgewunken. Bei der letzten Kontrolle war dem Polizisten anscheinend langweilig und er wollte wissen was ich im Auto habe. Da ich mir mit solchen Erklärungen etwas schwer tue, deutete ich ihm an rechts raus zu fahren. Dann hätte ihm mein Gepäck gezeigt. Das war ihm aber anscheinend zu mühsam, also hat er mich direkt weiter fahren lassen. Ich schreibe deswegen so ausführlich über die Kontrollen, weil wir in der Gruppe natürlich auch während der Kontrollen funken. Dann haben die weiter hinter fahrenden bereits die Dokumente in der Hand und müssen nicht erst rausfinden was der da will, das beschleunigt die Abfertigung ungemein. Vor allem ich war dann in meiner Funktion als Crossband-Relais sehr aktiv. Nie hat dabei irgendjemand noch den Funkgeräten gefragt.

  • Heute morgen war es etwas bewölkt. Temperatur 32 Grad und windig. Das war so ein wenig wie wenn einem jemand den Föhn ins Gesicht hält. Aber eigentlich nicht schlimm. Bin dann in Richtung San Fernando del Valle de Catamarca gefahren. Es ist irgendwie interessant wie sich die Karten von Google Maps, OSM, Papierkarte und fahrzeugeigener Navigation unterscheiden.

    Ich habe die grobe Roure mit der Papierkarte geplant

    Die fahrzeugeigene Navigation schlug dann eine Abkürzung vor, der ich nach kurzer Konsultation der Papierkarte gefolgt bin. Es war dann eine Piste, die sich in die Berge hochschraubte (es waren nur 1000m , also für hiesige Verhältnisse eher ein Hügel). Aber die Landschaft traumhaft schön. Dichte Wälder gefolgt von Wiesen und auch mal ein Stück Agrarlandschaft. Dazwischen sind Pferde auf den Strassen entlang getrabt oder haben am Strassenrand gegrast. Ein Gaucho kam mir auch entgegen. Das Fohlen auf dem Foto hatte erstaunlicherweise keine Angst vor dem Auto.


    Die Fotos können die Landschaft leider nur unvollständig wiedergeben. Die Temperatur bewegte sich um die angenehme 27 Grad.

    Hier in Catamarca sind es wieder 37 Grad.

    Meine Unterkunft ist diesmal eine Privatunterkunft. Der Eigentümer hat mir den Tipp gegeben nicht über Mendoza sondern direkt von hier über die Anden nach Chile zu fahren. Das sei landschaftlich viel reizvoller, entlang der schneebedeckten 6000er. Ich muss nur schauen, dass ich während der Öffnungszeiten oben am Pass ankomme. Da muss ich also vorher nochmal übernachten.




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  • katzifw

    Vielen Dank für den Hinweis! Man kriegt ja so etwas nicht unbedingt mit. Habe gerade mal gefragt, meine "Herbergseltern" wussten davon noch nichts. Mittlerweile ist die Stromversorgung wohl weitestgehend wieder hergestellt, aber vielleicht warte ich nochmal einen Tag. Ohne Strom gibt's an vielen Tankstellen auch kein Sprit. Und Soldaten auf den Strassen haben ein wenig Bürgerkriegscharakter. Ich war früher in Krisengebieten unterwegs, heute als Tourist brauche ich das nicht mehr.


    Ich konnte übrigens zwischenzeitlich ausprobieren ob man ins Menü kommt. Das geht tatsächlich, man muss nur etwas hartnäckig auf den Info Knopf drücken. Dann wird für ein paar Sekunden der Spritverbrauch oder Reichweite oder was auch immer angezeigt. Das wird aber nach ein paar Sekunden wieder von der Fehlermeldung überschrieben. Ins Fahrzeugmenü kommt man auch, ob man die Uhr stellen kann habe ich aber nicht geprüft. Ich denke aber schon.

    Edited 2 times, last by bospre2: Tippfehler korrigiert ().

  • Bin heute Richtung Südwesten gefahren. Dachte es wäre eine interessante Route, aber Landstraße geradeaus. Hab den Tempomat auf 100 gesetzt und mir einen Lenkassistent, der das Auto in der Spur hält, gewünscht. Am Anfang war noch alle viertel Stunde ein (nur geringfügig langsamerer) LKW zu überholen. Am Anfang habe ich immer zum Überholen beschleunigt. Später war mir dann egal wie lang der Überholvorgang dauert man konnte eh bis zum Horizont schauen. Alle halbe Stunde hat mich mal ein Hilux überholt und später war ich dann alleine.


    Ich ergreife die Gelegenheit mal 2 Besonderheiten Südamerikas zu beschreiben.

    Die erste:

    Gewerke oder Tätigkeiten treten immer gebündelt auf. Verkauft also irgendeiner am Strassenrand Gemüse, stehen auch viele andere dort und bieten die selben Produkte an. Das gilt nicht nur für Strassenhändler, sondern auch für Geschäfte, Handel oder Dienstleistungen. Wenn man also eine Schlosserei oder ein Autohaus sucht, muss man wissen in welcher Strasse oder Viertel man suchen muss. Das hat mich heute Mittag eine erfolglose halbe Stunde gekostet, da ich einen Strassenhändler mit Empanadas gesucht habe. Gefunden habe ich einen Strassenzug wo einer neben dem anderen Hähnchen gegrillt hat. War aber nix für mich.


    Das zweite:

    Einbahnstraße sind nicht so eindeutig gekennzeichnet wie bei uns. Meistens gibt es unterhalb vom Strassennamen einen kleinen Pfeil, der die zulässige Fahrtrichtung angibt. Manchmal geht der Pfeil auch in beide Richtungen. Mein Zielort heute hatte diese Pfeile nicht, da es keine Strassenbeschilderung gab. Woher weiss ich jetzt, dass es Einbahnstraßen sind? Weil mich Passanten auf meine Geisterfahrt durch freundliches Winken aufmerksam gemacht haben. Und dann gibt es eine einfache Regel: Zählen. Auf eine Strasse in die man nicht einbiegen darf, folgt eine in der Gegenrichtung und dann wieder eine in der anderen Richtung. Eigentlich ganz einfach. Mein Zielort heute war Endpunkt eines Fahrradrennens, also waren ein paar Strassen gesperrt. Da hatte ich meine liebe Mühe mich beim rechts/links abbiegen nicht zu verzählen. Und da natürlich auch einige Polizisten unterwegs waren um die Absperrungen zu überwachen, wollte ich nicht ausprobieren, ob die mich genau so freundlich auf den Irrtum aufmerksam gemacht hätten.



    Hier noch 2 Bilder vom Tag als ich ein kleines Gebirge überquert habe. Ich vermute das das Wildpferde waren.



  • Heute Nacht gab es ein Gewitter. Die Gewitter hier sind richtige Gewitter, es donnert äußerst kräftig und auch der Regen ergießt sich Sturzbächen.

    Dies hatte auch eine deutliche Abkühlung zur Folge: heute morgen waren es bescheidene 21 Grad. Ich hatte mir schon die Jacke auf den Beifahrersitz gelegt.

    Ich bin zeitig aufgestanden da ich ein strammes Fahrprogramm hatte. Ich hatte mir auf eine Empfehlung ein Hotel ca. 2 Stunden vor der Grenze ausgesucht. Von diesem Hotel (so wie ich das sehe, ist das ein wenig abgeschieden) kann ich dann die Grenze nach Chile ohne Probleme während der Öffnungszeiten erreichen. Und dann eben auf der anderen Seite wieder herunterfahren und Copiapo rechtzeitig zum Abendessen erreichen. Achso, die Grenze ist wieder auf einem Pass.

    Aber es kam anders.

    Als ich den Motor startete, hörte ich ein leichtes Geräusch, welches ich als nicht normal klassifizierte. Gestern war nichts, hat es vielleicht mit der hohen Luftfeuchtigkeit zu tun? Es war ein ganz leises Schnarren. Ich öffnete die Motorhaube und konnte das Geräusch der Gegend der Lichtmaschine zuordnen. Wie gesagt ganz leise und nicht besorgnis erregend. Ich beschloss meine Tour zu starten und auf Veränderungen zu achten. Wenn es ein Lagerschaden ist, müsste ich damit noch über die Grenze kommen und in Chile gibt es viele Suzuki-Niederlassungen. Als ich aus dem Ort fuhr, beschloss ich meine Route zu überdenken und auf einem direkteren Weg nach Chile zu fahren. Über die kleine Gebirgskette in der Nöhr des Ortes muss ich aber so oder so drüber.

    Während ich den Berg hochfahre ändert sich das Geräusch schlagartig. Ich habe angehalten und da kamen auch schon ein paar Wasserdampfwolken aus der Motorhaube. Der Keilriemen hat sich verabschiedet. Ich habe eigentlich keine Lust das selber hier auf der Strasse zu machen. Ein Motorradfahrer kommt vorbei und fragt ob er helfen kann. Ich lehne ab, da ich gerne ein Fahrzeug zum Abschleppen in Gegenrichtung hätte. Etwa 10 Minuten später kommt eine Art Golf (die heissen hier Gol) vorbei. Der meint er könne nicht abschleppen, da er keine Öse hat und fragt nach dem Problem. Ich schildere das Problem und er wirft einen Blick auf den Riemen. Ohne Teile ist das schwierig meint er. Ich entgegne dass ich die passenden Teile hätte. Er sagt, dann ist es kein Problem, er sei Mechaniker und würde das machen. Er müsse kurz in den Ort, dann käme er wieder und würde das machen. Ich fragte wie lange er ungefähr brauchen würde und er meinte etwas von einer Stunde.

    Ich begann also schon mal die Schrauben zu lösen und fand dabei die Ursache für den kaputten Keilriemen: die Spannrolle hatte sich verabschiedet.

    Das reduzierte meine Laune schlagartig.

    So alle halbe Stunde kam mal ein Fahrzeug immer aus dem Ort, aber nicht in Richtung Ort). Die meisten hielten an und fragten. Ich erklärte dann das Hilfe unterwegs sei und bedankte mich für das Anhalten. Der Mechaniker kam, allerdings dauerte so zweieinhalb Stunden. Ich erklärte ihm das neue Schadensbild. Er meinte das kriegen wir hin. Wir haben also die Umlenkrolle ausgebaut und sind in den Ort gefahren. Da gab es einen KFZ-Teile Handel mit regen Betrieb. Als wir dran waren schilderte mein Mechaniker dem Typ am Teiletresen den Sachverhalt. Der schaute kurz in den Computer und griff dann zur Schieblehre. Aussendurchmesser, Lochdurchmesser, Breite. Er konsultierte wieder den Computer und verschwand im Lager. 5 Minuten später kam er mit einer Rolle von einem Cooper oder Peugeot wieder (so genau weiss ich das nicht). Aussendurchmesser und Lochdurchmesser passt, Breite ist geringfügig breiter, das macht aber nix. Völlig baff habe ich bezahlt und wir sind wieder den Berg hochgefahren. Mittlerweile waren die Temparaturen auch wieder etwas gestiegen, aber wir konnten tatsächlich die Reparatur vor Ort abschließen. Am frühen Nachmittag konnte ich dann meinen Weg fortsetzen. Natürlich bin ich dann nicht mehr an mein Wunschziel gekommen.


    Ich muss meine Werkzeuausrüstung überdenken. Ich habe eine 1/2 Zoll Ratsche, die ist aber zu gross um die Schrauben der Abdeckung zu lösen. Mit der Ringratsche kommt man auch nicht bei. Ich habe noch eine Mini-Ratsche für Bits. Da gibt es einen kleinen Adapter für Nüsse. Das war aber mit dem Nüsseadapter auch schon wieder geringfügig zu lang.

    Ich werde nochmal über 1/4 Zoll oder 3/8 Zoll nachdenken.

    Normalerweise höre ich irgendwelche Schadensgeräusche immer bevor es ein anderer hört. Warum ich von einem Defekt so überrascht wurde ist mir nicht ganz klar. Die Umlenkrolle von Suzuki st auch mit dem Lager als ein Teil ausgebildet, da wurden wahrscheinlich wieder 0,5 Cent gespart. Die Ersatzrolle hat ein separates Kugellager, welches man als Normteil sicher leicht als Ersatzteil bekommt.



  • Da hast du ja nochmal Glück gehabt das dir "schnell " geholfen werden konnte. :thumbup:

    Total langweiliger 2025er GJ XL Automatik Dubai Import:

    Alufelge 16x6 High Peak J-01, 225/70R16 Toyo Open Country A/T III, verstärktes OME-Fahrwerk mit Koni Heavy Duty Dämpfern, Stoßdämpfer Repositionierer hinten, OME Panhardstabkorrektur FK96, Trekfinder Korrekturbuchsen, HardRace Stabitrenner, Trekfinder Stahlflexleitungen +50mm, Bravo Schnorchel mit Zykonfilter, K&N Luftfilter, ARB-Differenzialsperre hinten, ARB-Kompressor mit Reifenfüllanschluss, JimnyBits VTG-Schutz, JB Filter-Schutz, JB Längslenkerschutz, Masterforest Crossmember, Escape Gear Sitzbezüge,Rolling Space Dachträger, Drifta Stockton 270° Markise, Heckleiter mit Kanisterhalter, Differenzial- und VTG Entlüftung im Motorraum, etc.

  • Da hast du ja nochmal Glück gehabt das dir "schnell " geholfen werden konnte. :thumbup:

    Vor allem Glück dass der richtige vorbeigekommen ist und auch der Teile-Fritz ein passendes Teil rausgefunden und auf Lager hatte. 👍👍


    Gruß Jojo

    Mehr Grip bringt auch bessere Bodenhaftung mit sich!

  • Ich muss meine Werkzeuausrüstung überdenken.

    ...nimm doch den Rainer mit, der baut dir wie MMP 24' an deinem und Achim's Würfel bewiesen, mit wenig Besteck mitten in der Nacht auf der Wiese, den Würfel auseinander und wieder zusammen, bis er läuft ;) Der treibt sich auch immer in der Weltgeschichte rum und sucht Mitabenteurer ...Respekt nochmal Rainer, bospre und Achim waren sichtbar lockerer nach deinem great job :)


    Dir noch weiter einen tollen Trip und "einen Arsch voll" abenteuerliche Erinnerungen von den du lange zehren kannst. Du machst das richtig! Ich hoffe wir sehen uns MMP 25' wieder.

    Keep on running...


    Gruß Stephan

  • Ich habe beim Schrauben gestern auch an MMP24 gedacht.

    Und die Unterkunft für MMP25 ist schon gebucht.


    Heute bin ich Richtung Passo San Francisco gefahren. Da ich vormittags oben ankommen möchte um Abends wieder in der Zivilisation zu sein, ist eine entsprechende Routenplanung notwendig. Ein Einheimischer hatte mir den Tipp gegeben im Hotel Cortaderas zu übernachten. Bei meiner Recherche hatte ich schon herausgefunden, dass es abgeschieden liegt. Vorsichtshalber bin ich am späten Vormittag eingekehrt und habe einen Schinken-Käse-Toast verzehrt. Die Portionen sind hier immer riesig und es werden auch so gut wie immer Pommes Frittes als Beilage serviert. Wir sind ja hier im Heimatkontinent der Kartoffel. Ich hatte mich neulich mit einem Peruaner unterhalten, der hat sich beschwert dass in Europa die Portionen immer so klein sind.


    Es gibt entlang der Strassen im wieder Senken, die als Flussquerungen dienen. Die füllen sich anscheinend bei Regenwetter. Die Strasse ist dann überflutet. Meistens gibt es an der Seite so kleine Betonhüte, mir deren Hilfe man die Wassertiefe abschätzen kann. In der Regel nicht ganz so tief. Die Ströme sind eher breit und flach (siehe Foto). Natürlich sammelt sich da immer Schlamm an, der dann von Baugeräten, in der Regel sog. Gräter entfernt wird. Aber natürlich kann man sich da nicht drauf verlassen und muss immer mit reduziertem Tempo heranführen. Gestern hat mich ein entgegenkommenden Motorradfahrer angehalten und vor grosser Wassertiefe gewarnt. Tatsächlich waren es vielleicht 30 cm, aber vermutlich wäre ich ohne Warnung deutlich schneller durchgefahren.


    Ich habe dann die letzte Tankstelle nochmal genutzt um voll zu tanken. Dann bin ich etwa 100 km durch die Landschaft gefahren. In der Zeit sind mir 2 Fahrzeuge begegnet. Kurz vor dem Ziel kamen mir Zweifel, da es hier nicht einmal eine Stromleitung gibt, von Mobilfunkempfang brauchen wir gar nicht reden, da war schon kurz nach dem Ort Schluss. Doch 500 m vorher ein Hinweis auf ein Complejo Touristico, also ein touristischer Komplex. Und tatsächlich tauchte dann ein Hotelkomplex auf, mitten im Nirgendwo auf rund 3350 m Höhe ein langestrecktes Gebäude mit allem Komfort. Sogar eine Zentralheizung gibt es. Der Strom kommt vom Generator, Internet dank Elon Musk per Starlink.

    Das Abendessen ist auch gesichert und so schaue ich jetzt noch ein bißchen in die Landschaft...



    Senke mit Restschlamm.



    So sieht das zur Seite aus. Da können sich schon Wassermassen bewegen.








    Hier das Hotel im Nirgendwo



    Hier sitze ich gerade im Aufenthaltsbereich und kann durch die Fenster in die wilde Natur schauen.


  • Das sieht schon echt schön aus...

    Total langweiliger 2025er GJ XL Automatik Dubai Import:

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  • Hallo bospre2,


    Ich hatte in Deinem Umbau Bericht gelesen das Du „Nach langem Überlegen habe ich mich für die Rhino Rack NG-Plattform entschieden. Die "kleine" Variante mit 1528x1376 mm.“ installiert hast. Anscheinend mit jeweils 3 Befestigungen pro Seite des Jimny Dach. Jetzt hast Du im Forum vermutlich mit die meisten Erfahrungen mit Jimny Reisen auf den unterschiedlichsten Strassenverhältnissen. Daher ein paar Fragen:


    Wie hat sich die kleine Rhino Rack NG Dachträger Plattform inkl. der Befestigungsmöglichkeiten in der Praxis auf Reisen bewährt und würdest Du die Kombination für Reisen für den Jimny empfehlen ? Danke für Dein Feedback


    Gruß und weiter erlebnisreiche Reise :)


    Frank

  • katzifw

    Ich bin mit dem Dachträger vollauf zufrieden und habe die Entscheidung nicht bereut.

    Das Teil ist sehr solide, BlackCat hat mir berichtet, dass er es sogar schon als Arbeitsbühne verwendet hat. Alle meine Sachen die ich darauf befestigt habe, haben sich bis jetzt nicht 1 mm bewegt. Durch die Nuten kann man eigentlich fast alles mit Nutensteinen darauf befestigen. Die Befestigungen der Dachboxen und der Markise habe ich jeweils selbst entworfen (Umsetzung selbst oder von meinem Schlosser).

    Standardmäßig hat der Träger nur 2 Paar Befestigungsfüsse und Taubenreuther hat mir versichert das das ausreichend ist. Aber bei mir sitzt der Dachträger wegen der Antennen relativ weit vorne. Da sind die Füsse dann immer in der Mitte der Fenster. Daher wollte ich das dritte Paar haben. Und natürlich auch weil ich ja eher abseits unterwegs bin. Ich glaube das waren bis jetzt in Südamerika etwa 11.000 km.

    Die Antennen waren auch der Grund für die Auswahl des kurzen Dachträgers.

    Die Dachboxen sind nicht so schwer, Abschleppseil, Campingstühle, Ersatzteile, Reinigungsmittel und etwas Wäsche. Ich habe aber auch ein 20 l Kanister auf dem Dach. In Summe dürften das etwa 70 kg sein. Ich fahre die Passstrassen aber immer noch zügig um die Kurven, auch das hat mich positiv überrascht.

    Ich weiss nicht ob für ein Dachzelt evtl. die größere Variante Sinn macht. Aber wenn ich ein Dachzelt in Erwägung ziehen würde, würde ich eins nehmen was seitlich aufklappt. Aber wie gesagt meine Antennen sind mir wichtig.

    Bitte weitere Fragen dazu gerne in meinem Umbauthread oder per PN, hier ist das ein wenig offtopic.


    Ich war gerade (17:30 Uhr) nochmal draußen. Es sind 18 Grad, aber die Sonne brennt. Nach der Hitze der Tage empfinde ich das als sehr angenehmes Klima.

    Anbei ein Drohnenfoto des Hotels, es ist surreal hier in der Einöde so etwas vorzufinden. Mein Jimny steht hinter dem Hotel unter einem Unterstand, den braucht ihr auf dem Bild nicht zu suchen.


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  • Gestern bin ich nach Copiapo gefahren. Vom Hotel ging es ungefähr anderthalb Stunden weiter nach oben. Dann ungefähr 25 km vor der Grenze mitten im Nirgendwo der Grenzposten. War mir irgendwie alles nicht so klar, also bin ich an den Schalter Migracione (Ein/Ausreise). Hier wurde mir klargemacht, dass ich zuerst den Laufzettel benötige. Den gab's im anderen Container bei der Gendarmerie. Mit dem Laufzettel also wieder zur Migracione und dann zur Aduana. Migracione für mich und Aduana fürs Auto. Damit war der Laufzettel abgearbeitet. Damit bin ich zum dem Typ an der Schranke und der meinte Inspectione vehicolo, also Überprüfung des Fahrzeugs. Also Fahrzeug geholt und vorgefahren. Der Typ macht die Kette auf, kassiert meinen Laufzettel und meint ich soll durchfahren. So schnell wird er mich aber nicht los. Was ist mit den Zolldokumenten. Er antwortet nur Aduana Chile und wirft mir etwas an den Kopf was sich mich wie 25 km anhört. Zufrieden fahre ich los. Nach ungefähr 25 km, ich habe mich mittlerweile auf 4700 m hoch geschraubt, kündigt mir mein Auto den Grenzübertritt an und betet mir die verschiedenen Geschwindigkeitslimts runter. Geschenkt, das ist alles eher als Empfehung zu verstehen. Aber kein Grenzposten. Gut warum soll man das auch hier oben machen. Schon die Argentinier brauchen ja 3 Stunden bis sie nach Hause kommen (aber nur wenn sie im nächsten Dorf wohnen. Ob das so ein Strafprogramm für ungehorsam Beamte ist?)

    Ich denke das wird die nächsten 25 km schon kommen. Kommt aber nicht. Ich werde etwas unruhig, ob ich vielleicht etwas übersehen habe. Als mal ein Fahrzeug entgegen kommt, halte ich an und springe raus. Ich versuche im klarzumachen dass er anhalten soll und hoffe dass er mich nicht überfährt, weil er denkt ich möchte ihn überfallen. Er hält an und bestätigt, dass der Grenzübergang weiter vorne kommt. Etwas beruhigt fahre ich weiter. Nach weiteren 30km kommt die Unruhe zurück. Meine Lust vielleicht 50 km (oder mehr) zurück zu fahren hält sich in Grenzen. Aber ich bin mir eigentlich auch sicher nichts übersehen zu haben. Mein Navi kündigt einen Abzweig in rund 25km an. Spätestens dann müsste doch etwas sein....

    Und siehe da: An dem Abzweig an dem ich hätte links fahren wollen, steht ein Wegweiser geradeaus "Zoll, obligatorisch 12 km". Mir fällt ein Stein vom Herzen. So ist der chilenische Kontrollpunkt rund 110 km hinter dem argentinischen Kontrollposten.

    Die Kontrolle in Chile ist ja etwa aufwendiger, wegen dem Verbot Lebensmittel einzuführen. Also erst zur Migraciones und dann zur Aduana. Die Dame fragt mich ob ich Spanisch spreche, was ich verneine. Naja, ich weiss ja was sie wissen muss. Sie fragt nach dem Fahrzeugtyp und ich deute aus dem Fenster. Ah, ein jimny. Ich zeige ihr die Angaben im Fahrzeugschein. Sie stellt noch Fragen nach dem Baujahr und andere Kleinigkeiten. Zum Schluss meint sie, ich würde doch Spanisch verstehen. Naja, wenn die Leute in einfachen Sätzen mit mir reden habe ich mittlerweile schon eine Ahnung warum es geht. Sie geht dann mit mir zur den SAG-Jungs und übergibt mich denen. Das sind die, die strengen Kontrollen machen. Ich muss ein Formular ausfüllen, wo drin steht ob ich mehr als 10.000 US Dollar dabei habe (schön wärs) oder aber Früchte, Gemüse und so Zeug dabei habe. Habe ich alles nicht. Ich habe 2 Flaschen Wein dabei, die ich natürlich auch angegeben habe. Bis jetzt hat das nie jemand interessiert, hier ist das anders. Aber 2 Flaschen ist ok. Ich soll mein Auto holen und fahre es in die Halle. Die führen die Kontrolle zu zweit durch und lassen sich jede meiner Kisten erklären. Das Gepäck muss ich ausladen und nach drinnen zum Röntgen bringen. Dabei helfen sie mir sogar mein Gepäck zu tragen. Ist natürlich alles in Ordnung. Dann wollen Sie wissen was in den Dachboxen ist. Für mich ist am einfachsten die Boxen zu öffnen und zu zeigen, dass es da Keiriemen, ein Campingstuhl und ein Abschleppseil gibt. Dann schauen sie noch unter die Sitze und In die Türablagen und wünschen mir dann eine gute Reise. Falls jetzt bei meiner Schilderung der Eindruck entsteht das wäre Schikanen, muss ich widersprechen. Es geht alles absolut höflich und freundlich vonstatten. Es wird auch nicht irgendwie in die Länge gezogen. Die ganze chilenische Grenzabwicklung hat keine halbe Stunde gedauert und ich war nicht der einzigste. Die Chilenen sind bis jetzt noch frei von einigen Pflanzenschädlingen und wollen das auch bleiben. Daher kommen diese ausführlichen Kontrollen. Die Camper fürchten das immer, weil die Chilenen halt nicht blöd sind und spätestens dann die Einkäufe weg sind. Gut wenn man dann zugibt, dass man das Zeug hat. Dann wird es nur einkassiert.

    Auch dieser Grenzposten war sehr abgelegen. Ich hatte irgendwie gehofft eine Tankstelle zu finden, aber Fehlanzeige. Hier hätte auch ein 5l-Kanister nicht geholfen.

    Der Abend war für mich früh zu Ende, ich hatte die Höhe unterschätzt, da ich doch zu lange im Tiefland unterwegs war. Bei mir kommt das immer erst hinterher wenn ich schon wieder unten bin. Hab mich dann über mich selbst geärgert, da hätte ich auch selbst drauf kommen können.


    Heute bin ich dann nach Santiago de Chile gefahren. Das war mein Ziel und bin extra dafür früh sufgestanden. Und ich hab es geschafft. 860 km in neuneinhalb Stunden.

    Warum hatte ich es so eilig? Ich muss am Mittwoch in Santiago sein, warum also das Ziel am Sonntag Abend fort anzukommen. Der erste (nicht ganz so wichtige) Grund: ich wollte durch die 2 Millionen Stadt in einer verkehrsarmem Zeit durchfahren. Okay allein dafür hätte ich mir den Stress nicht gemacht. Der zweite viel wichtigere Grund: Ich will nochmal in eine Suzuki Werkstatt. Ich möchte wieder einen Keilriemen haben und vielleicht eine Original Umlenkrolle. Bei der Gelegenheit sollen sie auch einen Ölwechsel machen. So meine Vorstellung. Deswegen möchte ich da morgen früh hin. Hab mir extra ein Hotel in Fusswegreichweite gesucht. So kann ich das Fahrzeug zur Not auch über Nacht da lassen. So mein Plan. Mal sehen was fie Werkstatt morgen dazu meint.


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    Die (argentinische) Grenzstation im Nirgendwo


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    Lagune Verde


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    Heute die Pazifikküste erreicht


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    Autobahn mit Palmen


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