Hallo liebe Forumsmitglieder,
Ich bin neu im Forum und starte mal unser erstes Thema:
der Jimny Baujahr 2017 unserer Tochter ist im Juli 2025 HU fällig, und bei der Voruntersuchung habe ich angerostete Bremsleitungen festgestellt.
Da anscheinend der Vorbesitzer das gesamte Fahrgestell und teilweise die Karosserie mit dicken Unterbodenschutz überzogen hatte, der sich nun mehr und mehr ablöst und die Anrostungen darunter mehr und mehr zum Vorschein kommen.
Ich hatte nach Übernahme des Fahrzeugs vor 2 Jahren bereits sämtlichen losen Unterbodenschutz entfernt und soweit wie möglich versucht, die betroffenen Stellen mit Seilfett und Brantho 3 in 1
am weiterrosten zu hindern.
Wie bereits beschrieben, sind nun die Bremsleitungen auffällig geworden, weiter sind ebenso die Kraftstoffleitung und auch die 2 weiteren Leitungen (evtl. Unterdruck?) im Leitungsbündel im Rahmen auf der rechten Seite betroffen.
Um allemal Ruhe rein zu bekommen, stelle ich mir vor, das Leitungsbündel komplett von vorne nach hinten zu erneuern.
Meine Fragen:
- Gibt es Anleitungen / Anregungen darüber? Evtl Karosserie gesamt etwas anheben, da die Einbauverhältnisse ja sehr beengt sind?
- Gibt es das komplette Leitungsbündel als Ersatzteil, oder nur als Einzelleitungen?
- Wo am besten die Ersatzteile beziehen?
- Einschätzung, was eine Suzuki Werkstatt dafür verlangen wird?
Für Anregungen bedanke ich mich im voraus.
Gruß
Wolfgang
Bremsleitungen angerostet
-
-
Hallo Wolfgang, kann mir eigentlich nicht vorstellen das BJ 2017 die Leitungen so stark angegriffen sind,das ein entrosten und lackieren ausreichen würde?! Sind die wirklich nicht mehr zu retten oder möchtest du grundsätzlich alles neu machen? Probleme machen für gewöhnlich eher die Unterdruck Leitungen zu den Naben. Ansonsten zum Austausch sollte man aber gut dran kommen ohne Karosserie abzuheben.
Bremsleitungen fÃŒr PKW, LKW und Auto gÃŒnstig kaufen.
Hier kannst du zumindest alle Leitungen einzeln anfertigen lassen.
Viel Erfolg Gruß Frank
-
Hallo Wolfgang
wenn du alles selbst machen willst und dabei auf das WHB von Suzuki zurückgreifen willst, dann schicke mir per PN deine eMail-Adresse um dir einen Download-Link senden zu können.
Die Leitungen werden wahrscheinlich alleine einzeln zu kaufen sein.
Um die passenden Teilenummern für deine Suche im Netz zu finden nutze doch catcar.info unter SN413 sind die Benziner- und unter SN415 die Diesel-Modelle.
-
Werkstätten fertigen die Leitung in der Regel aus Meterware an. Bei doppelwandigem Stahlrohr kommt der Hobbyschrauber beim Herstellen der Bördelung meist an Grenzen seines Werkzeugs. Beim Wrangler hatte ich die Bremsleitungen aus CuNiFer selbst angefertigt und das wurde bei der HU nie bemängelt, obwohl es seinerzeit dafür noch keine Zulassung gab. Neben der einfacheren Bearbeitung einschl. Bördelung mit Hobbywerkzeug kommt die Rostresistenz als weiter Vorteil hinzu. Mittlerweile hat wohl auch das KBA erkannt, dass eine neue CuNiFer-Leitung besser ist als ein über den Rost getünchte Stahlleitung. Musst dich mal einlesen.
https://www.kba.de/DE/Themen/T…_blob=publicationFile&v=1 -
Danke, für die Info`s,
ich habe zum besseren Verständnis ein paar Bilder von den angerosteten Leitungen angehängt.
https://up.picr.de/49513068ru.jpg
https://up.picr.de/49513379rn.jpg
https://up.picr.de/49513383cj.jpg
Gruß Wolfgang
-
Das sieht ja schlimm aus für einen 2017er Jimny. Der Unterbodenschutz scheint auf Bitumenbasis zu sein, kein gutes Zeichen.
-
Was haben die vor euch damit angestellt? Durch Salzwasser gefahren ohne eine Wäsche.. also wenn ich das Blech unter den Leitungen auf den ersten Bild so sehe hast du bald größere Probleme als die Bremsleitungen. Vielleicht mal den Boden Trockeneis Strahlen lassen und richtig konservieren damit die Tochter die nächsten 10 Jahre Ruhe hat. Weiß nicht was das kostet aber bei einem 2017 er sollte das noch eine gute Investition sein. Gruß
-
Servus,
Leitungen aus den Halterungen nehmen, blank schleifen, Rosttiefe betrachten und neu beschichten.
-
Was haben die vor euch damit angestellt? Durch Salzwasser gefahren ohne eine Wäsche.. also wenn ich das Blech unter den Leitungen auf den ersten Bild so sehe hast du bald größere Probleme als die Bremsleitungen. Vielleicht mal den Boden Trockeneis Strahlen lassen und richtig konservieren damit die Tochter die nächsten 10 Jahre Ruhe hat. Weiß nicht was das kostet aber bei einem 2017 er sollte das noch eine gute Investition sein. Gruß
Ja, ohne sich selbst was vorzumachen, und ein echtes Bild vom Zustand zu bekommen, ist das der Weg. 2.000,- in die Hand nehmen und Trockeneisstrahlen, mit anschließender Neu/Schutzveschichtung. Hoffentlich ohne weitere Schweiß und Trennabreiten.
Das ist teuer, aber der Wagen ist ja ein 2017, und hat noch einen recht hohen Wert. Ich würde an deiner Stelle auch den ganzen Innenraum mal "strippen" und auch mal genau nachschauen. Ich hoffe das war/ist keine Wasserleiche.
-
Bei dem bisschen Rost am Rahmen würde ich vor allen Arbeiten gegen den Rost mit einem Endoskop in den Rahmen schauen lassen.
-
Das was man hier schon an Rost erkennt ist nur das was außen sitzt.
Da der Vorbesitzer keine vernünftige Konservierung gemacht hat, möchte ich nicht wissen wie der Rahmen, Schweller und Karosserie innen an den bekannten Stellen aussieht. Ich vermute die Baustelle wird größer, zumal die Erfahrung (Bilder im alten Forum) gezeigt hatten das 10 Jahre alte FJ ohne (fachgerechte) Konservierung durchgerostet waren. Das könnte bei dir auch der Fall sein, da nur am Unterboden Bitumenpampe (welche die Sache noch verschlimmern) aufgetragen aber keine Konservierung der Hohlräume und Innenseiten des Rahmen gemacht wurde.
Bitumen oder der Teerunterbodenschutz lässt sich mit Trockeneis nicht gut entfernen, da das Material zu flexibel ist um auf die Wirkung des Trockeneis, abplatzen bei schlagartigen Temperaturwechsel (zusammenziehen) zu reagieren. Da hilft leider nur Schaber, Drahtbürste (Zopf bzw. Topfbürste), Benzin als Weichmacher/Lösungsmittel, viel Geduld und Flucherei. Wenn die "Pampe" weg ist, dann kann man das strahlen lassen.
-
Da wäre es wohl tatsächlich besser gewesen, der Vorbesitzer hätte nichts gemacht als mittels Bitumen Rostbiotope anzulegen. Mein Jeep sah damals nach dem Kauf in ähnlichem Alter auch so aus. Vor allem im Rahmen bildete sich bereits die ersten Rostblätter und es war gerade noch Zeit, den Verfall zu stoppen. Leider sind markenübergreifend viele Geländewagenfahrer der irrigen Meinung, dass so ein robustes Fahrzeug doch unkaputtbar sei. Die gute Nachricht ist, dass man nach einer ordentlichen Grundüberholung viele Jahre Freude am Fahrzeug haben kann. Nur die erkennbar schlimmsten Stellen und die Leitungen ausbessern wird zu einer Dauerbaustelle, die den Spaß verdirbt.
-
Das was man hier schon an Rost erkennt ist nur das was außen sitzt.
Da der Vorbesitzer keine vernünftige Konservierung gemacht hat, möchte ich nicht wissen wie der Rahmen, Schweller und Karosserie innen an den bekannten Stellen aussieht. Ich vermute die Baustelle wird größer, zumal die Erfahrung (Bilder im alten Forum) gezeigt hatten das 10 Jahre alte FJ ohne (fachgerechte) Konservierung durchgerostet waren. Das könnte bei dir auch der Fall sein, da nur am Unterboden Bitumenpampe (welche die Sache noch verschlimmern) aufgetragen aber keine Konservierung der Hohlräume und Innenseiten des Rahmen gemacht wurde.
Bitumen oder der Teerunterbodenschutz lässt sich mit Trockeneis nicht gut entfernen, da das Material zu flexibel ist um auf die Wirkung des Trockeneis, abplatzen bei schlagartigen Temperaturwechsel (zusammenziehen) zu reagieren. Da hilft leider nur Schaber, Drahtbürste (Zopf bzw. Topfbürste), Benzin als Weichmacher/Lösungsmittel, viel Geduld und Flucherei. Wenn die "Pampe" weg ist, dann kann man das strahlen lassen.
Unterbodenschutz auf Bitumenbasis läßt sich ganz hervorragend durch Trockeneisstrahlen entfernen, ohne das gemurkse und geschmiere mit Schaber Bürsten und usw. Es nicht günstig, aber sehr schnell gründlich und vor allen materialschonend. Ich habe so einen Peugeot 604 V6 bearbeiten lassen. Top.
-
Ich möchte dir nicht widersprechen, da du wohl selbst Erfahrung mit Trockeneis auf Bitumen gemacht hast.
Meine Erkenntnisse beziehen sich auf Berichte in div. Foren wo Besitzer ihre Autos von dem Zeug befreit haben.
Kann natürlich auch sein das man bei einem Anbieter landet, der zwar günstig aber nicht über das nötige Gerät und Strahlmaterial verfügt.
-
1) Versuchen Sie nicht, das selbst zu machen (falls Sie darüber nachgedacht haben).
2) Gehen Sie nicht in eine Suzuki-Werkstatt. Beim Ersetzen von Hydraulikleitungen ist keine besondere Suzuki-Magie erforderlich. Der Techniker wird hiermit vermutlich nur wenig Erfahrung haben.
3) Suchen Sie sich eine gute Werkstatt, vielleicht eine, die neben Reparaturen auch Oldtimer-Restaurierungen durchführt. Der Techniker verfügt über die entsprechenden Fähigkeiten.
4) Bringen Sie viel Geld mit.
Ich persönlich halte es nicht für lohnenswert – es sei denn, das Auto hat sehr wenig Kilometer, dann ist der Wert einfach nicht gegeben.

-
Ich möchte dir nicht widersprechen, da du wohl selbst Erfahrung mit Trockeneis auf Bitumen gemacht hast.
Meine Erkenntnisse beziehen sich auf Berichte in div. Foren wo Besitzer ihre Autos von dem Zeug befreit haben.
Kann natürlich auch sein das man bei einem Anbieter landet, der zwar günstig aber nicht über das nötige Gerät und Strahlmaterial verfügt.
Ja, da werden leider bei einigen ältere leistungsschwache Geräte , die man irgendwo günstig bekommen hat eingesetzt. Da kann das durchaus passieren wenn noch fuktionsfähige bitumöse Beschichtungen, aufgrund zu geringer Kälte und Mengenleistung,nur in Teilen oder gar nicht abgetragen werden können. Für sowas würde ich in einem solchen Betrieb auch keine Euros da lassen.
Da gilt auch wie bei sehr viel anderem heutzutage, sich sehr gründlich vorher zu informieren.
-
Hallo,
Eine Rückfrage und Besichtigung der Leitungen in einer Allrounderwerkstatt vor Ort durch den 70jährigen Inhaber ergab die Empfehlung säubern und schützen.
Termin habe ich am 19.05., HU dann am 20.05.
Die Leitungshalter für die Brems- und Kraftstoffleitungen sind bereits bestellt.
In ca. 3 Wochen bekomme ich das Fahrzeug wieder in meine Hände.
Stelle mir vor, den rechten Rahmenbereich mit den Leitungsbündeln eisstrahlen zu lassen. Dann ist der grobe Schmutz, das Seilfett von vor 2 Jahren und der alte mittlerweile abbrökelnde UBS entfernt, und es lässt sich sauberer an die Leitungsreparatur rangehen.
Hinsichtlich Eisstrahlen des gesamten Unterbodens, ist sicher immer eine gute Idee.
Hatte nach Erhalt des Autos vor 2 Jahren den UBS und losen Rost manuell so weit wie möglich entfernt,
Hallo,
Eine Rückfrage und Besichtigung der Leitungen in einer Allrounderwerkstatt vor Ort durch den 70jährigen Inhaber ergab die Empfehlung säubern und schützen.
Termin habe ich am 19.05., HU dann am 20.05.
Die Leitungshalter für die Brems- und Kraftstoffleitungen sind bereits bestellt.
In ca. 3 Wochen bekomme ich das Fahrzeug wieder in meine Hände.
Stelle mir vor, den rechten Rahmenbereich mit den Leitungsbündeln eisstrahlen zu lassen. Dann ist der grobe Schmutz, das Seilfett von vor 2 Jahren und der alte mittlerweile abbrökelnde UBS entfernt, und es lässt sich sauberer an die Leitungsreparatur rangehen.
Hinsichtlich Eisstrahlen des gesamten Unterbodens, ist sicher immer eine gute Idee.
Hatte nach Erhalt des Autos vor 2 Jahren den UBS und losen Rost manuell so weit wie möglich entfernt,
https://up.picr.de/49523213rw.jpg
https://up.picr.de/49523182za.jpg
https://up.picr.de/49523215zd.jpg
und die Stellen mit Brantho Korrus 3 in 1, und Seilfett, je nach Umgebungslage vor einem Weiterrosten geschützt, siehe Fotos.
Seilfett ist einfach und gut in Bereichen, wo es nicht der Wärme , bzw. Dauerspritzwasser ausgesetzt ist. Es hat sich gezeigt, daß Seilfett sich abwäscht.
Habe vorgestern probeweise mal 6 verschiedene Stellen manuell gesäubert und
mit Dinitrol ML vorbehandelt, anschließend mit Dinitrol Metallic abgedeckt.
Laut Erfahrungen von Gerhard Holzknecht wäscht sich das Metallic nicht ab.
Bin mal gespannt, wie die Ergebnisse in nächster Zeit aussehen.
Es ist mir bewusst, daß der Jimny Unterboden in dem vorgefundenen Zustand zur Dauerbaustelle geworden ist.
Wollte eigentlich den Unterboden mindestens 1 Mal im Jahr genauer in Augenschein nehmen (Tochter studiert 360km entfernt, ist Hobbyjägerin und liebt den Jimny).
Jetzt sind es leider 2 Jahre geworden.
Was damals und heute gegen ein Eisstrahlen des kompletten Unterbodens spricht, das sich nicht alle Bereiche, z.B. Zwischen Rahmenoberkante und Karosserie , säubern lassen.
Die beste Lösung wäre sicherlich, Karosserie vom Rahmen abzubauen und beide Bauteile getrennt mit den entsprechenden Vorgehensweise (Fahrgestell eisstrahlen, Karosserie manuell bearbeiten) zu bearbeiten.
Restauriere gerade meinen T3 Syncro 16 Zoll Karosserie in einem Drehgestell, daher wollte ich nicht unbedingt eine zweite Großbaustelle aufreißen.
Anbei ein Foto vom aktuellen Zustand.
https://up.picr.de/49523234ax.jpg
Danke für die vielen Rückmeldungen und Infos.
Werde weiter über die Reparatur berichten.
Gruß Wolfgang
-
Servus Wolfgang,
du brauchst doch als "Restaurierungsprofi" hier von uns keine Tips zur Unterbodenbehandlung.
Du machst das perfekt.

-
Display More
Danke, für die Info`s,
ich habe zum besseren Verständnis ein paar Bilder von den angerosteten Leitungen angehängt.
https://up.picr.de/49513068ru.jpg
https://up.picr.de/49513379rn.jpg
https://up.picr.de/49513383cj.jpg
Gruß Wolfgang
Ab Grad 3 ist Ende Gelände...

Das Blech um das blechloch (unten mitte) ist Rostgrad 4, 4 = durch
Der Vorbesitzer ist offensichtlich jedes Jahr den grausamen südtunesischen Salzsee Chott el Djerid 50x bei Nässe hin- und hergefahren..

-
Hallo frosch_peter,
danke für deine Einschätzung zu den Leitungen
Werde versuchen dieses bei der Reparatur sofort / evtl. auch später berücksichtigen.
Aber was meinst du genau mit
" Das Blech um das blechloch (unten mitte) ist Rostgrad 4, 4 = durch " ?
Habe zum besseren Verständnis ein weiteres Bild aus einem anderen Blickwinkel angehängt.
https://up.picr.de/49524642ho.jpg
Gruß Wolfgang