Wolf67 : Die Botschaft ist klar, aber hängt nicht immer von den "notorischen Schleicher" ab. Dort, wo ich regelmäßig fahre, ergere ich bestimmt einige, wenn ich deren riskante wie sinnlose Überholvorgänge bewerten darf. Da ich die Strecke gut kenne, weiß ich, dass es sich gar nicht lohnt für die wenige 100 Meter bis zum nächsten 70 oder 50 Schild auf 100 zu beschleunigen. Wenn ich mit Tempomat 70 fahre, bin ich auf 40 km Strecke (wenn kein LKW mit 60 vor mir) max 3 Minuten langsamer, habe aber keinen Stress und 1L/100 weniger Verbrauch. Die "eiligen" stehen dann 1-2 Fahrzeugen weiter vorne an dem Kreisel 5 Dörfer weiter, denken wahrscheinlich sie hätten schon Welten rausgefahren.
Mein Reden ist, dass die Leistung und Geschwindigkeit im Alltag sehr überbewertet wird. Sogar auf der Autobahn, es sei man fährt hunderte von Kilometern am Stück, dann läppert sich der Zeitersparnis zusammen.
Klar Spaß und Freude am Fahren ist hier unberücksichtigt.
Ich bin sehr oft beruflich mit sehr schwachen Fahrzeugen unterwegs und bin durchschnittlich genau so schnell wie die anderen. Der beste Beispiel ist Renault Kwid. Kennt ihr nicht? Dacia Spring kennt ihr aber, oder? Das ist das billigste E-Auto in Deutschland. Der Spring ist ursprünglich ein Verbrenner Rechtslenker, welcher von Renault für Indien und Konsorten entwickelt wurde. Gibt es dort mit 0,8 und 1,0 Dreizylinder und teilweise sogar mit AMT. Die Dinger kosten in Indien umgerechnet 3000 Euro. 0,8 mit 40 PS fährt in der Stadt und auf der Landstraße genauso schnell von der Zeit wie alle anderen. Übrigens, er fährt problemlos mit Standgas an ohne abzuwürgen, wurde schließlich komplett von unserer Firma appliziert 😀
Deswegen ihr könnt mich lynchen, aber diese Gas - Bremse Spiele für Nichts zwischen zwei 70 Schilder mache ich nicht mit. Natürlich, wenn es längere freie Strecke ist, fahre ich auch 100, aber ist in meiner Umgebung selten möglich.