Höhere Ölviskosität im Benziner?

  • Ich habe im Benziner ein 0-W20.


    Jetzt hab ich Videos gesehen in denen ausgesagt wird, dass man immer eine höhere Viskosität fahren sollte wie vom Hersteller angegeben, da dies den Verschleiß reduzieren würde.


    Wahr oder falsch?

  • Also mein Freundlicher packt sowohl in FJott als auh GJott/HJott bei Ölwechsel immer das gute 5-W30 rein!


    Die 0er werden hauptsächlich für die Ermittlung der CO2-Werte und der geringeren Verbrauchswerte verwendet.

    Wenn du deinem Motor was Gutes tun willst, dann steige demnächst unter Einhaltung der Spezifikatioen auf ein 5-W30 Öl um.


    Denn je dünner ein Öl um so schlechter ist die Schmierung im Gegensatz zum dickeren Öl, wo dessen Nachteil die schlechtere Kaltstartschmierung ist.

    Da aber der Ölfilm auf den Teilen und Wänden bei dickerem Öl nicht fast vollständig verschwindet, so ist dieser kleine Nachteil bei angepasster Motornutzung, also kein Hochdrehen bis in den Begrenzer, zu vernachlässigen und der Motor lebt länger.

  • Danke Dir!


    Das was Du sagst, dass die dünnen Öle helfen sollen den Schadstoffausstoß zu drücken, ist exakt was in den Videos gesagt wurde.


    :thumbup:

  • Reaper

    Du fährst einen FJott, ich fahre einen GJott, somit weiß ich nicht wie gut du die Themen im GJott/HJott-Bereich verfolgst, aber seit ich im Forum hier bin habe ich direkt die Jehova-Frage mitbekommen und die vielen Kommentare zum 0W20.

    Dies war der Grund den Meister meines Freundlichen vor dem ersten Ölwechsel zu fragen welches Öl sie verwenden und bekam direkt die Aussage sie verwenden nur 5W30 und dies bei allen Suzuki Modellen.


    Somit hat mein BlackCube seit der 1000 Km Service-Inspektion nur noch das 5W30 erhalten und ich habe keine Probleme oder negative Geräusche aus dem Motorraum bisher vernommen.

  • Eine Ölsorte für alle ist natürlich für die Werkstatt aus logistischen und damit wirtschaftlichen Gründen sehr reizvoll :saint: . Unabhängig von "besser oder schlechter" geht das auch in Ordnung, solange die Spezifikationen des Motorenherstellers erfüllt werden. Der Jimny ist genügsam und in den Bedienungsanleitungen ist die Auswahl gegeben. Andere Motoren sind da kapriziöser und sich auflösende Zahnriemen durch Abweichen von "dem einen" Öl bei Ford sind nur ein Beispiel. Ich hatte mal das Vergügen mit den Meister einer Motorradwerkstatt, der auch nur ein Fass Öl für alle hatte und in meine luftgekühlte Guzzi kraft eigener Wassersuppe statt 20W-50 das universelle 10W-40 gekippt hat. Was sie wenig später bei sommerlichem Stadtverkehr mit Zusammenbruch des ÖLdrucks gedankt hat. Bei allem Respekt vor dem Handwerk, aber nicht alles, was ein Meister (oder ein Youtube-Experte) erzählt, muss stimmen.

  • Die gesamte Autoszene ist sich einig, dass 0w20 ausschließlich der Umwelt dienen soll und nicht dem Motor. Ich habe nach ewigen Studien keinen Zweifel, dass 0w20 in Motoren, denen man ein langes Leben wünscht, nichts zu suchen hat. Ich sehe das allerdings bei unseren Vehikeln etwas lockerer als bei sportlichen Fahrzeugen, die oft über 5.000 1/min. bewegt werden. Da gibt es niemanden, der sich das ölige Wasser einfüllt.

    JO42HH

    Jimny GJ grün 11/2018 - 05/2024

    Jimny HJ schwarz ab 04/2025 - 215/75 R15 auf Brock RC33X, 23mm-Spurplatten sonst Serie.

  • Danke Jungs.


    Ich schalte eigentlich immer bei 3.000 U/min., selten fahre ich bis 3.500.

    :S


    Aber das 0W20 kommt mir jetzt trotzdem nicht mehr rein.

    :thumbup:

  • wenn die motoren älter werden sollte man die viskosität erhöhen ....

    Polo I (BJ 79), Mini (BJ 79), Innocenti Mini (BJ 75), Mini (BJ 82), Polo II Steilheck (BJ 86), Opel Ascona, Mini Metro, Mini Metro Sport, Polo II Steilheck (BJ 85), VW Caddy (BJ 2006), Mini BJ 96, Jimny Style FJ (BJ 2015)

    (wird noch aktualisiert :D :/ )


    Yamaha SR500 (2J4), Yamaha SR500 (48T), Yamaha XT500

  • Aber bitte nicht immer... der Begrenzer ist irgendwo über 6000.

    Lieber mit mehr Drehzahl fahren als ständig Vollgas unter 3000 :)

  • Damit die dünnflüssige Öle auch bei höheren Öltemperatur überhaupt schmieren, haben sie mehr und andere Additive in sich, was nicht nur Preis, sondern auch die Schlammbildung und Verkockung im Motor verstärkt.

    Der Jimny ab Werk hat mittlerweile sogar 0W-16 drin, andere Hersteller gehen sogar auf 0W-8.

    Wenn ich heutige Motoren sehe, und deren Messdaten im Fahrzeug und auf dem Prüfstand, dann frage ich mich, ob es sein muss. Sogar bei einem Diesel für einen Transporter und 0W-20 Öl herrschen Öl Temperaturen bei Vollast um die 145°C.

    Auch Ingenieuren können nicht zaubern: diese Motoren werden nie im Leben die Laufleistungen von früher erreichen, es sei denn man nutzt den Potenzial des Motors gar nicht aus, aber wofür dann so ein Fahrzeug kaufen?


    Einzige Situation, wo ich es empfehle 0W-20 zu nutzen ist ein Vollhybrid von Toyota. Ich fahre selbst einen im Alltag und verwende bewusst 0W-20. Nicht um Sprit zu sparen, ich glaube gar nicht daran, dass man es ohne Prüfstand Messung überhaupt merken würde. Es geht um die Motortemperatur.

    Wenn man ganz normal im Stadtverkehr unterwegs ist, ist die 100% der Zeit der kalten Monaten die Motortemperatur bei un die 50°C. Erst wenn man Landstraße oder Autobahn fährt, kommen die 85-90 Grad zustande. Dabei dreht der Motor meiste Zeit unter 2000 rpm und regelt sein Lauf komplett selbst. Hier kommt die Dünnflüssigkeit den schneller Durchölung zugute, die Nachteile sind kaum da, außer der theoretischer Schlammbildung, welche auch ausbleibt, da die Öltemperatur nie die dafür nötigen Höhen erreicht.

    Warum nur bei Toyota Hybrid? Toyota HSD System ist weltweit einzigartig. Alle anderen Systeme sind ganz anders aufgebaut und funktionieren beim Motorlauf ähnlich dem reinen Verbrenner, außer dem Laufzyklus Atkinson oder Miller anstatt Otto. Dadurch erreichen sie wohl höhere Öltemperaturen und sind lasttechnisch stärker belastet.


    Beim Jimny habe ich nach den sanft gefahrenen 1500 km das Öl auf 5W-30 gewechselt. Mit Filter natürlich.

    Der Jimny Motor ist auch im Winter schnell warm und Stop-Start System hat er auch nicht. (Würde ich übrigens, bei jedem Auto beim Vorhanden nach jedem Start sofort abschalten).

    Im Israel z.B. wird in den Werkstätten 10W-40, oder sogar 15W-40 eingefüllt. Steht alles im Bordbuch drin. Die haben ja gar kein Winter.

  • Jetzt hab ich Videos gesehen in denen ausgesagt wird, dass man immer eine höhere Viskosität fahren sollte wie vom Hersteller angegeben

    Bei solchen Behauptungen frag ich mich, ehrlich gesagt, immer, wie derjenige darauf kommt. Also welchen Anlass hat er, zu glauben, es besser zu wissen, als die Ingenieure die den Motor konstruiert haben?


    Die japanischen Ingenieure sind gemeinhin keine dummen Leute, und ich bin eher geneigt, denjenigen glauben zu Schenken, die die Kiste

    konstruiert und über Millionen Kilometer getestet haben, als einem Typen auf YouTube, der mit irgendwelchen komplett überholten Stammtischweisheiten und einem reißerischen Titel ("10 DINGE DIE DEINEN MOTOR SOFORT KAPUTT MACHEN!!!") daherkommt. Da das Laufspiel, das das Öl ausgleichen muss, mit genaueren Fertigungsprozessen bei moderneren Motoren immer enger wird, wird auch die vom Hersteller empfohlene Viskosität immer dünner. Das hat schon durchaus einen technischen Sinn, der über eine bloße Reduzierung des Kraftstoffverbrauches hinausgeht.


    Ein dickflüssigeres Öl als freigegeben reinzukippen ist nicht minder schädlich als ein dünnflüssigeres Öl. Welche Viskositäten in welchen Umgebungstemperaturen freigegeben sind und welche nicht, steht in der Betriebsanleitung. Da sind von 0W-20 in kalten Regionen bis 20W-40 (!!!) in sehr heißen Regionen einige dabei.


    0W-20 und 5W-30 ist beim Jimny (sowohl FJ als auch GJ/HJ) gleichermaßen in dem gleichen Temperaturbereich freigeben, such dir eines aus. Aber komm um Gottes Willen nicht auf die Idee, bei -15°C im Winter 20W-40 zu fahren weil irgendjemand immer noch glaubt, man müsse IMMER eine höhere Viskosität einfüllen!

  • Ich glaube, es geht nicht darum "immer höhere Viskosität zu verwenden", sondern es geht um die Frage: wie die Hersteller Vorgaben zu werten sind. Ich habe noch nie ein Video bei YouTube gesehen, wo "immer höhere Viskosität" angepriesen wird, sondern, dass die 0W Öle nicht dazu geeignet sind lange Lebensdauer des Motors zu fördern.


    Übrigens, die Behauptung, dass die Ölkanäle und Spaltmaße bei modernen Motoren enger sind als früher, ist ein Gerücht. Es wurde durch den Vergleich von den zerlegten Motoren mehrfach bewiesen, dass es dem nicht so ist.

    Viel mehr sind die Drücke in den Zylindern und die mechanische Beanspruchung der Teile im Vergleich zu früher stark gestiegen, da Reibflächen ständig reduziert werden.

    Schauen sie sich die Pleuels, Kolben, Lagerschalen von heute und von 90-er Jahren an: Reibflächen sind praktisch halbiert worden, die Motorleistungen dagegen gestiegen.

    Klar, Materialien und auch Öle sind auch anders geworden, aber leider nicht immer besser, sondern oft nur billiger.

    Dadurch ist die Flächenpressung und Gefahr von einem Ölfilm Abriss bei ungünstigen Bedingungen stark gestiegen.

    Klar, Hersteller verstehen das auch und entwickeln und testen entsprechend. Es gibt z.B. spezielle "Fresstests", welche genau darauf abzielen. Es ist auch intern bekannt, dass manche Hersteller mit Lebensdauer der Motoren auf dem Niveau von 150.000 km rechnen. Das heißt: nach der Garantie soll man das Auto wegwerfen und ein neues kaufen.


    Jimny ist noch sehr konservativ gebaut, was auch gut ist. Toyota Hybrid (1,8 Liter, nicht der 2,0!) - auch. Deswegen auch meine Beispiele von vorher.

    Und noch was: Viskosität bei einem Öl ist nur ein Parameter von vielen, welche berücksichtigt werden sollen.

  • Ich glaube Hampelmann hat dasletzte "Motoren Zimmer" Video geschaut da gibt es solche Aussagen, dass höhere Viskositäten besser seien.

    Nein, habe ich nicht; und dem würde ich auch nicht vorwerfen, Unfug zu erzählen. Ich wollte eher auf den ganzen KI-generierten Clickbait-Müll hinaus, den YouTube einem heutzutage bei jeder Gelegenheit vorschlägt. Denn in diesen Videos werden genau solche "Informationen" verbreitet.


    Ob man jetzt im Jimny lieber 5W-30 oder 0W-20 oder (im GJ/HJ) gar 0W-16 fährt, ist sicherlich ein Thema, über das man sich streiten kann, aber über das ich mich eigentlich nicht streiten möchte. Mir ging es wirklich nur um die pauschale Behauptung, man müsse immer dickflüssigeres Öl nehmen als der Hersteller empfiehlt (genau so wie ich es halt zitiert habe), denn das ist einfach Unsinn.

  • Wenn man einen richtig alten Jimny hat, ist 20W-50 bis -10°C freigegeben, in dem darf man dann 5W-30 aber nur bis +10°C benutzen :)


    Viel wichtiger:

    Suzuki empfiehlt Ecstar-Öl... wer von euch kippt das rein?

  • ....


    0W-20 und 5W-30 ist beim Jimny (sowohl FJ als auch GJ/HJ) gleichermaßen in dem gleichen Temperaturbereich freigeben, ....

    Das ist die eigentlich relevante Aussage ...

    Wenn man ein gutes temperaturstabiles Motoröl nutzt, macht man nichts verkehrt.

    Da es hier ansonsten wieder mit Diskussionen ausartet, schließe ich den Beitrag hiermit.

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  • xenosch

    Closed the thread.