Island Tour 2026

  • Der ein oder andere weiss es bereits: Ich bin gerade auf dem Weg nach Island.

    Ich wurde von mehreren Seiten gebeten einen Reisebericht zu verfassen, dem werde ich versuchen nachzukommen.

    (Was hab' ich da nur angefangen...)

    Bis jetzt gibt es nicht viel zu berichten. Am Wochenende war ich natürlich auf dem Forumstreffen im Mammutpark. Entgegen meiner ursprüngliche Intention habe ich dann doch ein paar Runden durch den Park gedreht. Ich konnte auch eine schöne Runde bei cjb als Beifahrer mitfahren. Und meinen "Mitfahrer" sj410 konnte ich mal live kennenlernen.


    Am Sonntag bin ich dann nach Flensburg gefahren. Für die rund 350 km habe ich rund 6 Stunden benötigt. Glücklicherweise hatte ich diese Zwischenübernachtung eingeplant. Dafür hatte ich dann am Montag Nachmittag etwas Zeit rund 15 km an einem dänischen Strand entlang zu fahren (siehe unten). Die Einschiffung erfolgte Dienstag Vormittag. Am Donnerstag erreichen wir Island. Im Moment bin ich auf der Fähre und freue mich etwas das norwegische Mobilfunknetz nutzen zu können. Das wird aber bald vorüber sein.

    Es sind einige Jimnys auf der Fähre, unter anderem das Forunsmitglied Panda.


    Die ersten 2 Wochen sind eine geführte Tour (Hochland und Westfjorde). Anschliessend kommt meine Beifahrerin, mit der dann nochmal rund 2 Wochen Island unsicher gemacht wird.



    Forumstreffen




    Strandleben






    Blick vom Achterdeck während der Einschiffung




    Drr arme Jimny völlig eingekeilt in einer Massenunterkunft


  • Au, sehr schön. Ich war 2023 auf Island, mit dem höhergelegten Jumper (aber immer noch 2WD). Ich muss da unbedingt nochmal hin. Freu mich schon auf die Bilder.


    Kleiner Tipp, falls du von den Shettlands nochmal Netz hast: Vor und auf den Farröern unbedingt mobile Daten ausschalten. Die sind nicht im EU Roaming! Da sind ganz schnell 60 € weg und in meinem Fall die Karte gesperrt.


    Wünsch dir/euch noch ganz viel Spaß auf der Vulkaninsel :)

  • Ach Island...


    Da wollte ich schon so lange mal hin. Aber jetzt, wo ich wieder einen Hund habe, der nicht so ohne weiteres einreisen darf, wird das wohl nix mehr.


    Bin gespannt auf deinen Bericht.


    Viel Spaß und keine Pannen wünsche ich dir!

  • ..ich bin gespannt auf Deinen Bericht. Wir planen das gerade für nächstes Jahr im Juni. Gute Reise!

  • Danke für den Hinweis mit den Faröer und dem Roaming. Glücklicherweise hatte mir Panda bereits den Hinweis gegeben, ich hätte es nicht erwartet.

    Ich werde nachher das Roaming deaktivieren, dann bin ich offline.

  • xenosch

    Changed the title of the thread from “Island Tour 2027” to “Island Tour 2026”.
  • Danke dir für die Einleitung zu deinem neuen Reisebericht und ich freu mich schon sehr darauf, deine Erlebnisse und Erfahrung zu verfolgen. Hat mich gefreut, dass wir uns am Wochenende mal wieder gesehen haben.✌️


    Hab eine schöne Tour und genießt die tolle Landschaft und das fahren im Jimny in seinem natürlichen Umfeld😅

    Suzuki Jimny 5-Türer - Import aus Südafrika

    Rechtsgelenkter Handschalter

    215 AT-Bereifung

    Spurverbreiterung Eibach 50mm/Achse

    40mm Trekfinder Höherlegung mit Federn & Dämpfern

    Stahlflex Bremsleitung

  • hey, von wo nach wo bist du mit der fähre auf dem wasser, wie lange, und vor allem, was kostet das zur zeit. Wäre auch eine Richtung die wir mal einschlagen wollten...

    Polo I (BJ 79), Mini (BJ 79), Innocenti Mini (BJ 75), Mini (BJ 82), Polo II Steilheck (BJ 86), Opel Ascona, Mini Metro, Mini Metro Sport, Polo II Steilheck (BJ 85), VW Caddy (BJ 2006), Mini BJ 96, Jimny Style FJ (BJ 2015)

    (wird noch aktualisiert :D :/ )


    Yamaha SR500 (2J4), Yamaha SR500 (48T), Yamaha XT500

  • Servus chappie,


    nach Island fährt die Norröna der Smyrilline, nur einmal die Woche, ab Dänemark. Preise schwanken stark, am besten online schauen.

    Grüße von Werner, dem Fahrer der:

    1. 2477ccm díosal, Der Grüne
    2. 3959ccm gásailín, Der Schwarze
    3. 2499ccm díosal, Der Weiße
    4. 1328ccm gásailín, Der Kleine Mein Jimny and more
    5. 2477ccm díosal, Der Blaue

  • ... und rechtzeitig buchen. Wir haben für nächstes Jahr für die Fähre inklusive Doppelkabine außen und Essen knapp 3000 bezalhlt. Wenn man eine Innenkabine nimmt und sei Restaurants weglässt, ist das viel billiger.

  • Genau, die Fähre fährt von Hirtshals in Dänemark über die Faröer Inseln nach Seydisfjördur in Island. Die Hinreise dauert rund 48 Stunden (2 Nächte), zumindest bei uns, weil die Fähre wegen eines Schadens an einer Maschine nur mit 3 Motoren fuhr und somit etwa 2 Stunden länger gebraucht hat.

    Die See war ein klein wenig rauh, der ein oder andere hat das Frühstück ausfallen lassen. Mir wäre fast die Kaffeetasse vom Tisch gesegelt. Habe dann den Trick mit der Serviette entdeckt.

    Der Porzellanlieferant der Fähre macht bestimmt gute Geschäfte, vom Buffett ist einer ganzer Tellerstapel lautstark zu Boden gegangen.

    Die Rückfahrt dauert übrigens etwas länger (3 Nächte) da der Stopp auf den Faröer etwas länger ist.

    3000 Euro finde ich einen stolzen Preis.

    Ich habe rund 1600 Euro gezahlt: Hinweg Aussenkabine als Einzelzimmer, 2xAbendessen, 2xFrühstück inklusive. Rückweg Suite für 2 Personen, 6xAbendessen, 3xFrühstück. Und der Jimny natürlich.

    Der Aufpreis für die Suite war relativ gering, aber man hat deutlich mehr Platz.

    Ich hatte aber auch fast ein Jahr vorher (Oktober 2025) gebucht.

    Das Abendessenbuffet ist super und alle Getränke (z.b Wein oder Bier) sind inkludiert.

    Man kann aber auch so auf dem Schiff essen gehen, das könnte etwas preiswerter sein.


    Jimnomino

    1996 ist eine Ewigkeit. Ich war 2005 schon mal hier. Damals war Egilsstadir eine verschlafene Kleinstadt. Heute ist es der erste Anlaufpunkt der ganzen Fahrzeuge die von der Fähre fahren. Ich hab schon fast die Krise bekommen, als ich überall die Schlangen der Wohnmobile und Offroader an den Tankstellen gesehen habe. Aber nur 3 km ausserhalb war ich dann mehr oder weniger alleine. Bin dann die F910 über den Staudamm vom Jökla gefahren. Ich weiss jetzt nicht mehr ob der Damm einen anderen Namen hat. Der Damm ist aber mit 68 Metern der zweithöchste in Island. Bis zum Damm ist Asphalt, danach nur für 4x4. Es gab auch ein paar kleine Wasserdurchfahrten, aber nicht mehr als 10-15 cm. Die F910 führt dann auf die F901 und jetzt bin ich in Mödrudalur.

    Am Samstag muss ich bei den Geysiren sein, das ist Treff- und Startpunkt der ersten Tour.


    Hier in der Nähe meiner Herberge hatte ich ein kleines Hinweisschild auf eine Tankstelle gesehen. Ich hab dann gefragt wo die denn sein soll. Da gibt es ein kleines Cafe im Nirgendwo und da ist in einen Holzverschlag ein Zapfsäule eingebaut. Habe vergessen ein Foto zu machen. Wenn ich nicht gefragt hätte wäre ich wahrscheinlich vorbei gefahren. Und im Navi war sie nicht verzeichnet.



    Staudamm




    Blick vom Staudamm in den Canyon





    Ende Asphalt, Beginn Spass






    Der Jinny wollte im See baden, war aber dann doch zu kalt

    Es hat so 6-8 Grad (Luft)





    Ein kleines Rentier an meiner Übernachtungsstelle (echt, nicht ausgestopft)


  • Als ich heute morgen zum Frühstück schlenderte wusste ich nicht ob ich die ganzen Camper, die sich gerade aus ihren Dach- und Bodenzelten schälten, bemitleiden oder bewundern sollte. Das Thermometer zeigte 4 Grad und es wehte ein laues Lüftchen, welches die Regentropfen entweder in die Ohren oder Nase trieb, je nachdem wie rum man sich drehte.


    Der Tag wurde dann ziemlich aufregend, aber der Reihe nach.

    Ich bin zunächst in Richtung Myvatn gefahren. Dort war der Einstieg in Track Nr. 5 aus dem Trackbook von Melina Lindeblatt und Matthias Göttenauer. Der Track war mit 63 km Länge und 4 Stunden Fahrzeit angegeben. Eine schöne Offroad-Einlage auf meinem weiteren Weg. Der Einsteig war einfach, aber später war es teilweise anspruchsvoll den Track zu finden um ihm zu folgen.

    (Fortsetzung weiter unten)


    Hier das Café mit der Zapfsäule von dem ich gestern geschrieben habe (von weitem)


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    Wenn man näher kommt


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    Unfd hier ist dann Zapfsäule vesteckt.

    Wenn ich nicht gewusst hätte, dass ich hier suchen muss, wäre ich vorbei gefahren.


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    Einstieg in den Track


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    Wo geht's nochmal lang?


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    Hier gibt es eine Wegmarkierung


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    Auch hier muss man raten


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    Im Sand ist es ziemlich klar


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    Und manchmal gibt es Stufen


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    Ich habe nach knapp 4 Stunden wieder Asphalt unter den Rädern gehabt. Ich habe mich dann gewundert, dass das Lenkrad nicht mehr gerade stand. Ein Blick unters Auto verstärkte die Ratlosigkeit. Auch hatte ich nirgends "Feindkontakt" gehabt. Nach ungefähr 50 km bin ich nochmal rechts ran gefahren, habe einen kleinen Kreis gefahren und habe mir die Lenkung angeschaut. Ich konnte nichts erkennen. Als ich weiter gefahren bin stand das Lenkrad wieder gerade. Für ungefähr 10 Sekunden habe ich mich gefreut, aber diese Sponatanheilungen können eigentlich nicht das Problem lösen. Während ich weiter gefahren bin, hatte ich das Gefühl das irgend etwas nicht stimmt. Nach ein paar Kilometern konnte ich das näher beschreiben: es gab ein ganz leises Geräusch. Nach einigen weiteren Kilometern konnte ich es reproduzieren: Lenkbewegungen provozierten das Geräusch. Ich hatte dann das Gefühl, das sich das Heck vom Fahrzeug bewegt, wie bei einem Drift, aber natürlich nur ganz wenig. Also habe ich den Aussenspiegel so eingestellt, dass ich das Hinterrad sehen konnte. Und dann konnte ich das Drama beobachten: Lenkbewegungen verursachten eine horizontale Bewegung (ca. 10 mm) des Hinterrades. Was könnte das Problem sein? Irgenwie tippte ich auf die Steckachse. Was tun am Freitag Nachmittag? Akureyri, eine Kleinstadt, war nicht weit. Dort angekommen habe ich nach Werkstätten geggogelt und genau eine gefunden. Google meinte: "Öffnet Montag". Ich bin trotzdem hingefahren, in der Hoffnung vielleicht noch jemand anzutreffen. Öffnungszeit am Freitag bis 14 Uhr, ich war um 14:15 Uhr dort und es war alles zu. Allerdings bin ich an einer Toyota-Werkstatt vorbei gefahren und habe dann dort mein Glück probiert. Die meinten ich solle zu einem Spezialisten für Suzuki fahren und gaben mir dessen Adresse. Nur 1 km entfernt und bis 16 Uhr geöffnet. Denen habe ich dann mein Leid geklagt und sie haben ihn gleich auf die Bühne genommen und durchgecheckt. Und man kann ja auch mal Glück haben: Es waren nur die Verschraubungen vom Panhard-Stab. Die Muttern der Lenkstange wurde auch nachgezogen und nach ungefähr einer Stunde konnte ich wieder vom Hof rollen. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Ein längerer Werkstattaufenthalt hätte mein ganzes Timing durcheinander gebracht.


    Morgen geht es dann zu den Geysiren. Dort ist am Abend der Treffpunkt meiner Reisegruppe und Start der Tour am Sonntag. Als Strecke habe ich mir die F35 ausgesucht. Die soll allerdings mit einem Golf befahrbar sein,




    Jimny schläft


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  • Island ist geil!

    Wir waren 2011drüben und haben es total genossen. Wir hatten zwar den Vulkan, tat aber dem Ganzen keinen Abbruch.

    Westfjorde sind absolut sehenswert.


    Grüße

    Günter

  • Das Wetter bessert sich! Heute Nachmittag hat die Sonne gebrannt, bei immerhin 11 Grad (gefühlt wie 23).


    Ich bin heute morgen zunächst die 1 weiter Richtung Westen gefahren. Irgendwo zweigt dann die F731 ab, die dann in die F35 übergeht. Alles Schotter, in mehr oder weniger gutem Zustand. Aber die Verkehrsdichte... Ungefähr alle 5 Minuten kommt einem ein Fahrzeug entgegen.

    Ich bin aber an dem See Blandulan auf die F756 gefahren. Hier war ich die nächsten Stunden allein. An der Kreuzung mit der F734 bin ich dann rechts abgebogen. Klar, hier haben Mietwagen und 2WD nix zu suchen. Es gab auch ein paar Wasserdurchfahrten, denen man auf Anhieb nicht die Tiefe angesehen hat. Da bin ich dann immer ausgestiegen um eine geeignete Fahrspur festzulegen und die Gefährdung zu beurteilen. Im Nachhinein nix wildes, aber fahren und gleichzeitig Drohne fliegen war nicht drin. Die Strecke mündet dann unterhalb der Seen wieder auf die F35. Ich habe dann bei Hveravellir noch einen Abstecher mit Aussicht auf den Gletscher Langjökull gemacht. Anschliessend die F35 bis zum Hotel Geysir (direkt am Strokkur Geysir).

    Die Fahrt auf der F35 war langweilig und die Strecke teilweise in schlechtem Zustand. Dafür aber voller Dacia Duster. Eigentlich verbieten die meisten Mietwagenanbieter das Befahren von F-Strassen. Darauf wird auch extra am Beginn der F35 mit einer grossen Hinweistafel hingewiesen.


    Ab 20 Uhr werde ich den Rest der Reisegruppe kennenlernen.



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    Was will mir dieses Verkehrszeichen sagen?


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    Hier dampft es


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    Gletscher im Hintergrund (Langjökull)


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  • bospre2: ich kann (mal wieder) nur Danke sagen, dass du uns auf deine Tour mitnimmst und ausführlich teilhaben lässt. Wie immer eindrucksvolle Bilder, gut geschriebener Text und durch die (unvorhergesehenen) Erlebnisse spannend!


    Ich weiß schon warum ich wieder gejammert hätte, wenn du uns nicht von Beginn an informiert und mitgenommen hättest 😉😅


    Wünsche dir weiterhin gute Fahrt und unvergessliche Eindrücke!

    Suzuki Jimny 5-Türer - Import aus Südafrika

    Rechtsgelenkter Handschalter

    215 AT-Bereifung

    Spurverbreiterung Eibach 50mm/Achse

    40mm Trekfinder Höherlegung mit Federn & Dämpfern

    Stahlflex Bremsleitung

  • Deine Südamerika und Marokko Reisen habe ich neugierig verfolgt. Toll und spannend geschrieben, und dann die tollen Bilder dazu, großartig. Dann haben wir uns beim 20 Jahre Forumstreffen im Mammut Park auch persönlich kennen gelernt. Island reizt mich auch, mal schauen.


    Alles gute und pannenfreie Fahrt.



    LG Thomas

  • Einfach klasse. Bin immer begeistert von deinen Touren, Bilder, Texten.

    Beim unbekannten Defekt habe ich richtig mitgezittert, ob es gut ausgeht. Mit dir als Guide hätte ich kaum Bedenken, auf große Touren zu gehen.