Posts by Hampelmann

    So einen Opa gab es sicher schon vor 50 Jahren, das Internet samt Autodoktoren und damit die Verbreitung solcher Dinge nicht. Die menschlichen Unzulänglichkeiten gehen halt mit der Zeit, aber werden es tatsächlich mehr? Heute lenkt das Handy ab, früher wurde noch mehr angetrunken gefahren als heute. Man neigt ja dazu, die eigene Vergangenheit zu verklären und Fehler zu verdrängen, aber das Feierabendbier, manchmal auch zwei oder drei und ein Gruß aus Rüdesheim dazu, waren vor dem Heimweg mit dem Auto eher üblich als verpönt. Immerhin ist die Zahl der Unfalltoten trotz des erheblich gestiegenen Verkehrsaufkommens und der vermeintlich immer schlechteren Fahrer dramatisch zurückgegangen. Moderne Technik samt sinnvoller(!!) Assistenzsysteme hat daran einen erheblichen Anteil. Die Frage ist halt, was ist noch sinnvoll und wo wird es reiner Aktivismus samt Hang zur Bevormundung.
    Was auch immer bei der Defender Geschichte passiert ist, mit der mechanisch auf die Hinterräder wirkenden Feststellbremse hätte er wenigstens die blockieren können. Was eigentlich bei jedem Bremversagen, ob mit ohne ohne ABS, gilt.

    Entgegen dem, was viele ältere Herren am Kneipenstammtisch oder in Onlineforen behaupten, werden die Straßen Deutschlands immer sicherer. Die Statistiken sind überall öffentlich einsehbar.


    1970 sind in der BRD 21.000 Menschen im Straßenverkehr gestorben (über 7x mehr als 2025!), obwohl damals deutlich weniger gefahren wurde als heute und weite Teile Deutschlands noch nichteinmal Teil der Bundesrepublik waren. Das war der absolute Höhepunkt in der (bundes-)deutschen Geschichte, seitdem sind die Verkehrstotenzahlen stetig gesunken. 1985 "nur" noch 10.000, 2005 nur noch 5.000, und Mitte der 2010er hat es sich bei etwa 3.000 stabilisiert. In den letzten 10 Jahren ist die Anzahl der im Straßenverkehr getöteten auf einem stabilen, niedrigen Niveau geblieben und fällt seitdem nur noch leicht.


    Das hat natürlich vielfältige Ursachen. Die Einführung der Gurtpflicht, die Wiedereinführung des Tempolimits auf Landstraßen, wesentlich strengere Sicherheitsvorschriften für Autos, aber auch eine durchdachtere Verkehrsplanung (insbesondere die Trennung des Fußgänger-, Fahrrad- und Kraftverkehrs) und eine umfangreichere Verkehrsausbildung haben das gemeinsam bewirkt. Welchen Einfluss adie Verkehrsplanung und Führerscheinausbildung haben, sieht man leicht, wenn man die Verkehrstotenstatistik der EU mit der der USA vergleicht. Dort ist die Wahrscheinlichkeit, im Straßenverkehr schwer verletzt zu werden oder sein Leben zu lassen um ein Vielfaches höher als in den gefährlichsten EU-Ländern.


    Der Unterschied der von der EU geforderten Assistenzsysteme zu den früheren Sicherheitssystemen ist, dass sie jetzt den Fahrer durchaus bewusst belehren wollen, was nachvollziehbarerweise fast jeder als bevormundend sieht. Ob das langfristig einen statistisch signifikanten, positiven Effekt auf die Verkehrssicherheit hat, vermag ich nicht objektiv zu beurteilen. Subjektiv halte ich es aber mindestens seit der Einführung des verpflichtenden Notbremsassistenten nicht mehr für verhältnismäßig. Das eCall-System halte ich hingegen für eine gute Sache.


    Dass die Einführung neuer Assistenzsysteme gar eine Erhöhung der Unfallgefahr mit sich brächten, ist jedenfalls statistisch gesehen Unsinn. Sowohl heute als auch früher konnten sie zumindest mehr Unfälle vermeiden als sie verursacht haben. Nur unwesentlich besser als +-0 zu sein, sollte aber natürlich auch nicht der Anspruch sein, denn dann könnte man sich die Vorschrift auch schenken.

    Der Schraubenschlüssel ist nur der Hinweis, dass der nächste Ölwechsel fällig ist, mehr nicht. Das geht nach 12 Monaten an und wird dann bei der Inspektion zurückgesetzt.


    Wenn etwas defekt wäre, dann würde die Wunderlampe leuchten.

    Ich kann nur jedem empfehlen, zu gucken, was Radreisende alles mitnehmen. Und, viel wichtiger, was sie alles nicht mitnehmen. Da merkt man recht schnell, welche Ausrüstung man tatsächlich braucht und was nur unnötiger Ballast ist. Denn wer das ganze Gewicht aus eigener Kraft vorantreten muss, überlegt sich zweimal, ob man das wirklich mitnehmen will, und verglichen mit den vier Packtaschen am Rad hat ein Jimny quasi endlos Platz.


    Eine Kühlbox nehme ich auf dem Fahrrad natürlich nicht mit, die käme im Auto dazu, aber abgesehen davon packe ich einfach genau so wie wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs wäre. Dann hat man auch keine Probleme, dass das Auto übergewichtig wird oder man bis unters Dach stapeln muss. Ich bin letzten Monat erst eine dreiwöchige Radreise gefahren, wo ich jeden Tag einen anderen Zeltplatz angesteuert habe. Da hatte ich auf dem Fahrrad weniger als 20 kg Gepäck, inklusive Zelt und allem. Damit kommt man gut klar.


    Klar nimmt man in einem Land wie den Niederlanden, wo es in jedem Dorf eine lekkere Frittierbude und einen sonntags geöffneten Supermarkt gibt, weniger Proviant mit als wenn man durch unbewohntes Niemandsland wie das australische Outback oder Brandenburg fährt. Deswegen ist meine Aussage jetzt nicht unbedingt allgemeingültig. Aber zumindest wenn man in der Nähe der Zivilisation unterwegs ist, lohnt sich bei dem meisten Zeug das daheimlassen mehr als das mitnehmen.

    Bei der Menge an KI-generiertem Müll, die aktuell im Internet unterwegs ist, sind solche Leaks bzw. Erlkönigsichtungen mit Argwohn zu betrachten. Mehr als die Hälfte des weltweiten Internettraffics sind inzwischen Bots; es gibt YouTube-Kanäle und ganze Webseiten die 100% vollautomatisch durch KI generiert sind und komplett halluzinierte vermeintlich neue Autos ankündigen. Deshalb sollte man hier durchaus skeptisch sein, ob das eine wirkliche Sichtung war, oder reines KI-generiertes Clickbait, und recherchieren ob es auf glaubwürdigen Seiten ähnlichlautende Meldungen gibt.


    Auf anderen Webseiten finde ich jedenfalls nichts zu so einem elektrischen Jimny, zumindest nichts was über bloße Mutmaßungen hinausgeht.


    Grundsätzlich fände ich einen elektrischen Jimny eine coole Sache. Für mich würde so ein Auto durchaus Sinn ergeben. Das allerwichtigste ist aber, dass Suzuki dabei nicht vergisst, wofür der Name steht, und das Auto weiterhin kompakt, geländegängig und (für Elektroautoverhältnisse) leicht baut. Nicht so wie Ford mit dem elektrischen "Mustang" oder "Capri" die nichts mehr mit dem Vorbild gemein haben.

    Ich glaube Hampelmann hat dasletzte "Motoren Zimmer" Video geschaut da gibt es solche Aussagen, dass höhere Viskositäten besser seien.

    Nein, habe ich nicht; und dem würde ich auch nicht vorwerfen, Unfug zu erzählen. Ich wollte eher auf den ganzen KI-generierten Clickbait-Müll hinaus, den YouTube einem heutzutage bei jeder Gelegenheit vorschlägt. Denn in diesen Videos werden genau solche "Informationen" verbreitet.


    Ob man jetzt im Jimny lieber 5W-30 oder 0W-20 oder (im GJ/HJ) gar 0W-16 fährt, ist sicherlich ein Thema, über das man sich streiten kann, aber über das ich mich eigentlich nicht streiten möchte. Mir ging es wirklich nur um die pauschale Behauptung, man müsse immer dickflüssigeres Öl nehmen als der Hersteller empfiehlt (genau so wie ich es halt zitiert habe), denn das ist einfach Unsinn.

    Jetzt hab ich Videos gesehen in denen ausgesagt wird, dass man immer eine höhere Viskosität fahren sollte wie vom Hersteller angegeben

    Bei solchen Behauptungen frag ich mich, ehrlich gesagt, immer, wie derjenige darauf kommt. Also welchen Anlass hat er, zu glauben, es besser zu wissen, als die Ingenieure die den Motor konstruiert haben?


    Die japanischen Ingenieure sind gemeinhin keine dummen Leute, und ich bin eher geneigt, denjenigen glauben zu Schenken, die die Kiste

    konstruiert und über Millionen Kilometer getestet haben, als einem Typen auf YouTube, der mit irgendwelchen komplett überholten Stammtischweisheiten und einem reißerischen Titel ("10 DINGE DIE DEINEN MOTOR SOFORT KAPUTT MACHEN!!!") daherkommt. Da das Laufspiel, das das Öl ausgleichen muss, mit genaueren Fertigungsprozessen bei moderneren Motoren immer enger wird, wird auch die vom Hersteller empfohlene Viskosität immer dünner. Das hat schon durchaus einen technischen Sinn, der über eine bloße Reduzierung des Kraftstoffverbrauches hinausgeht.


    Ein dickflüssigeres Öl als freigegeben reinzukippen ist nicht minder schädlich als ein dünnflüssigeres Öl. Welche Viskositäten in welchen Umgebungstemperaturen freigegeben sind und welche nicht, steht in der Betriebsanleitung. Da sind von 0W-20 in kalten Regionen bis 20W-40 (!!!) in sehr heißen Regionen einige dabei.


    0W-20 und 5W-30 ist beim Jimny (sowohl FJ als auch GJ/HJ) gleichermaßen in dem gleichen Temperaturbereich freigeben, such dir eines aus. Aber komm um Gottes Willen nicht auf die Idee, bei -15°C im Winter 20W-40 zu fahren weil irgendjemand immer noch glaubt, man müsse IMMER eine höhere Viskosität einfüllen!

    Ich finde ja den PengFenZung D3 schöner, oder den Xiafunziquiaofong Dextro-Energenor zur Not. Das sind einfach Autos mit langer Tradition und Jahrhunderte langer Erfahrung im Wagenbau.

    Hat der deutsche Michel nicht das gleiche gesagt, als in den 70ern die ersten Autos aus Japan importiert wurden?

    Der Böschungswinkel berechnet sich aus dem Arkustangens von Höhe durch Länge. Der Dreisatz ist nur auf lineare Abbildungen anwendbar, was der Arkustangens nicht ist. Das hat aber mit dem eigentlichen Thema wenig zu tun und ich will es jetzt auch nicht unnötig zerreden.

    Schönes Projekt! Ich finde es cool, dass du den Aufwand reinsteckst, um die Kiste auf der Straße zu behalten, auch wenn es wahrscheinlich nicht wirtschaftlich ist. Ich freue mich schon zu sehen, wie der in neuem Glanz (und neuem TÜV) erstrahlt. Viel Erfolg!

    Ich glaube kaum, dass irgendjemand seinen Jimny auf 1.700 kg auflasten will, um damit eine halbe Tonne Schotter hinten rein zu schaufeln. Der Sinn und Zweck der ganzen Geschichte ist eher, dass man die durch die An- und Umbauten verlorene Zuladung wieder aufwiegen will. "25 kg hier, 25 kg da, das macht ja alles nichts aus", denkt man -- aber zehnmal 25 kg sind auch 250 kg, und dann steigt der Beifahrer ein und schon ist das Auto übergewichtig.


    Wenn man sich umgebaute Jimnys (oder generell irgendwelche Geländewagen) anguckt, dann haben die meistens eine Anhängerkupplung (+25 kg), größere Räder (+5*10 kg?) und einen Dachträger (+25 kg) verbaut. Wenn man dann 80 kg für den Beifahrer reserviert und das summiert, ist allein dadurch schon gut die Hälfte der Zuladung verbraucht, bevor man überhaupt irgendetwas in das Auto reingeladen hat.


    Ich persönlich habe für so eine Auflastung keine praktische Anwendung, weil mein Auto (noch) komplett serienmäßig ist, aber von solchen Campingumbauten sind wahrscheinlich einige über dem zulässigen Gesamtgewicht.

    1. Inspektion beim "Freundlichen". Mit unter 2.500 km Laufleistung ...
    Damit hatte ich nicht gerechnet ... Innenraumfilter hatte ich nicht bestellt, Batterietest notwendig? :/
    Ich frage mich gerade, ob ich es abhake und Werkstatt wechsle oder nochmal nachfrage ...


    49411991gz.jpg

    Also das finde ich für Suzukiverhältnisse wirklich teuer. Bei meinem hat die gleiche 12-Monats-Inspektion letztes Jahr beim Vertragshändler 256,16€ gekostet, also knapp unter der Hälfte davon! Das ist auch in der Größenordnung, die man wohl oft hier im Forum liest. 100€ Netto für die Arbeitsleistung der Inspektion an sich, 60€ für das Motoröl, 10€ für den Ölfilter und 30€ für das Differentialgetriebeöl. Dazu noch ein bisschen Kleinkram und Mehrwertsteuer.


    Der Wechsel des Differentialgetriebeöls ist bei meiner Rechnung auch gar nicht extra als Arbeitsleistung ausgewiesen gewesen, weil das ja ohnehin Teil der 12-Monats-Inspektion ist. Das heißt, dass die reine Arbeitsleistung für die Inspektion bei "Deiner" Werkstatt dadurch insgesamt schon über 120€ teurer ist.


    Normalerweise würde ich wegen einer Werkstattrechnung kein Fass aufmachen. Wenn die Werkstatt ehrliche Arbeit leistet, dann darf sie auch etwas daran verdienen, aber wenn die Routineinspektion das Doppelte kostet, dann darf man das schon hinterfragen. Von daher finde ich Deinen Diskussionsanstoß durchaus gerechtfertigt.

    kurze Frage: Warum?

    Meinst du "Warum will man sowas einbauen?" oder "Warum will er verkaufen?"


    Der Jimny HJ hat hinter den Sitzen eine Blechwand und ein Trenngitter, um eine Zulassung als Nutzfahrzeug zu ermöglichen. Das ist für die Zulassung notwendig und ich finde es auch durchaus sinnvoll, aber in manchen Fällen ist es ein bisschen nervig, z.B. wenn man lange Gegenstände durchladen will, oder wenn man gerne den Sitz weiter nach hinten schieben möchte. Es gibt da verschiedene Varianten, die man basteln oder kaufen kann (z.B. ein flexibles Netz oder eine Versetzung des Gitters nach hinten), die ebenfalls den Anforderungen genügen. Die Wild Land Drivers-Variante mit der Schiebetür finde ich persönlich recht elegant gelöst.


    Letztere Frage kann ich natürlich nicht beantworten.

    Herzlichen Glückwunsch, und Respekt, dass du das alles privat durchgezogen hast!


    Eine Frage hätte ich zur Zulassung: in der EU gelten ja seit Mitte letzten Jahres verschärfte Anforderungen an neu zugelassene Fahrzeuge, die der Jimny zuletzt nicht mehr erfüllte, z.B. der vorgeschriebene Geschwindigkeitswarner. Musstest du all diese Sachen für die Zulassung auch noch nachrüsten oder entfällt das, wenn das Auto per Einzelabnahme zugelassen wird?

    Perfekt, danke!

    WO man die STopfen ungefähr findet sieht man in der BDA oder im folgenden Video.


    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    Wüsstest du zufällig, auf welcher Seite? Ich habe, bevor ich den Thread erstellt habe, schon die Bedienungsanleitung durchsucht, aber habe dort drin keinen Hinweis auf die Abläufe gefunden. Vielleicht habe ich aber auch einfach nur nach dem falschen Begriff drin gesucht.


    Das Video ist aber auf jeden Fall hilfreich. Also so circa im vorderen Drittel, wie es aussieht. Ich werde morgen im Hellen mal gucken, ob ich sie dort finde.

    Wenn du schnell dran musst hilft es die Stopfen von unten nach innen in den Fußraum zu drücken.

    Wasser läuft aber am besten ab, wenn man den Teppich kreuzförmig über dem Stopfen einschneidend.


    Zum montieren der Stopfen sollte aber im Idealfall der Teppich angehoben werden.

    Danke nochmal, das beantwortet meine Frage :thumbup:

    Mittig im Fußraum sind jeweils Stopfen.

    Kannst du gut von unten am Unterboden erkennen.

    Innen sind die unterm Teppich und schlecht zu erkennen.


    Sind ganz praktisch und hab ich schon 2-3 mal am FJ gebraucht. :psst:

    Super, das ist genau das, was ich brauchte -- bzw. hoffe es nicht zu brauchen. Vielen Dank!

    Ich nehme an, damit man die benutzen kann, muss auch der Teppich raus, oder zumindest an einer Stelle angehoben werden. Gibt es da eine kluge Methode, wie man das schnell hinbekommt?