Posts by Tigris

    Hallo Till,


    danke für Deine Hinweise.


    Bevor ich mich für enen Jimny deutscher Herkunft entschieden habe, hatte ich überlegt, mir einen GAZ69, UAZ469 oder einen Lada Niva hier in der Ukraine zu kaufen. Mit denen hätte ich dann aber ein Problem, vor dem ich vor einigen Jahren in Georgien schon mal stand. Dort hatte ich einen kleinen Mitsubishi Pinin, ein Rechtslenker, ursprünglich aus Japan, und aufgrund der aktuellen Abgasbestimmungen in Deutschland nicht zulassungsfähig, bzw. nur mit erheblichem Aufwand.


    OK - einen GAZ69 würde ich in Deutschland wahrscheinlich aufgrund des Alters zugelassen bekommen, aber ich hatte mit meinem Russenboxergespann einmal einen Oldtimer, den ich im Grunde mehr pflegen und warten musste als daß ich ihn fahren konnte, das tue ich mir nicht noch einmal an.


    Ich habe mich dann letztendlich gegen UAZ und Lada egal welcher Herkunft entschieden, da sie um einiges unzuverlässiger sind als jeder Japaner und im Spritverbrauch jeden Jimny locker übertreffen. Der GAZ fängt z.B. bei 15 Litern an.


    Ich habe dann mal in Richtung Nissan Patrol, Mitsubishi Pajero usw. geschielt. Die haben in meiner Preisklasse mindestens 200.000km auf der Uhr. Das ist mir zu viel.


    Meine nächste Überlegung ging dann in Richtung Mitsubishi L300 - allerdings ist es da das gleiche Problem, die wenigen, die angeboten werden, haben alle zu viele Kilometer auf der Uhr.


    Einen "normalen" PKW/Kombi schließe ich auch aus, einfach aufgrund der Straßenverhältnisse hier. Auf den Hauptstrassen ist das ja noch OK (wenn man mal von den Schlaglöchern absieht, die man in der Regel aber umfahren kann), auf den Nebenstrassen - und auf denen möchte ich hauptsächlich unterwegs sein, wenn ich das Fahrzeug erst einmal hier habe - ist Bodenfreiheit für mich ein absolutes Muß. Klar kann man hier auch mit einem normalen PKW fahren, die Ukrainer machen es jeden Tag. Allerdings sind deren Fahrzeuge auch sehr schnell in einem entsprechend schlechten Zustand. Auf Luxus wie funktionierende Stoßdämpfer usw. kann man mal verzichten :)


    Vielfahrer meinte ich eher in dem Sinne, daß ich hier unten dienstlich viel fahre. In den letzten 11 Monaten bin ich etwa 40.000 km mit unseren gepanzerten Landcruisern gefahren, den Großteil auf schlechten Straßen. Und die Sitze im Landcruiser, egal wie luxuriös die Ausstattungsvariante auch ist (wir haben hier verschiedene Varianten) sind eher mittelmäßig.


    Ich habe nicht vor, den Suzuki für regelmäßige Fahrten nach Deutschland zu benutzen, da ist Fliegen billiger, bequemer und schneller. Trotzdem möchte ich in meinem Fahrzeug einen wirklich guten Sitz haben.


    Als letzten Punkt, die 4x4 Eigenschaft. Die werde ich wahrscheinlich eher selten tatsächlich brauchen. Auf den normalen Straßen, egal wie schlecht der Zustand ist, reicht der normale Zwieradantrieb in der Regel aus. In seltenen Fällen, wenn mein (Foto-)Ziel mal abseits der Straße liegt, kann es vorkommen, daß ich den 4x4 brauche, wenn es nur auf den hiesigen Feldwegen weitergeht. Wirklich harten Offroad Einsatz wird der Jimny bei mir nicht erleben, außer ich man manöveriere mnich mal aus Versehen in eine solche Situation :)


    So - und jetzt werde ich mich zurücklehnen und meine Fahrzeugbeschaffungspläne noch einmal komplett neu überdenken :)


    Gruß aus Luhansk

    Kurz zum Thema "TÜV": Hier in der Ukraine interessiert sich niemand für irgendwelche Umbauten, technische Inspektionen sind unbekannt, hier fahren teilweise Fahrzeuge, die würden jedem deutschen Prüfingenieur sofort einen Herzinfarkt bescheren - nur vom Ansehen.


    Trotzdem möchte (eher sogar muß) ich meinen Jimny TÜV gerecht halten, da er die deutsche Zulassung behalten wird, bzw. später wieder in Deutschland zugelassen wird. Ich werde schließlich nicht ewig in der Ukraine bleiben.


    Bislang sind eigentlich nur der VTG Schutz und ein vernünftiger Sitz auf meiner To Do Liste geblieben. In Sachen Reifen werde ich mich später mal schlau machen, insbesondere unter dem Schwerpunkt AT. Für die Überführung in die Ukraine (ca. 3.000km) reichen Straßenreifen allemal und in den größeren Städten der Ukraine (Kiew, Dnepropetrowsk, Lviv usw.) bekomme ich im Grunde alle Reifen, die ich haben möchte.


    Ach - und vernünftige Musik muß natürlich ins Auto :)


    Danke für Eure Anreguungen.


    Gruß aus Luhansk

    Danke erst mal für die Antwort. Das mit dem Differential als tiefstem Punkt macht Sinn. Damit hat sich das Thema "anderes Fahrwerk" für mich erst einmal komplett erledigt, da werde ich zuerst ausprobieren, inwieweit ich mit dem Serienfahrwerk zurecht komme.


    Blöd ist nur, wenn ich das Fahrzeug einmal in der Ukraine habe, wird es natürlich schwer, etwas nachzurüsten bzw. umzubauen, da ich nicht jedes Mal knapp 3.000km nach Hause fahren will.


    Naja, mal schauen, wie ich das geregelt bekomme.


    Gruß aus Luhansk

    ... und was eher nicht? Und was kostet der Spaß (so ungefähr)?


    Tach zusammen,


    ich habe ja eine ziemlich genaue Vorstellung, wofür ich meinen zukünftigen Jimny brauche, allerdings habe ich noch keine genaue Vorstellung, was ich an dem Fahrzeug optimieren sollte.


    Zur Zeit tendiere ich dazu, mir einen Jimny von vor 2005 zuzulegen, da mich die beschriebenen Getriebelagerschäden bei den späteren Modellen abschrecken. Außerdem gefällt mir persönlich ein richtiger Schalthebel besser als eine elektronische (Knöpfchen-)Schaltung. Ich bin mir allerdings noch nicht wirklich bewusst, welche Nachteile sich daraus ergeben.


    Damit meine ich z.B. Rostprobleme unter der Heckschürze, von denen ich hier gelesen habe. Ist das eher ein Problem des Alters oder der Laufleistung des Fahrzeugs?


    Mein Budget für die Beschaffung des Basisfahrzeugs steht ziemlich fest - 5.000 Euro, mehr möchte ich nicht ausgeben. Bekommt man dafür einen brauchbaren Jimny? Wenn ich mich auf mobile.de so umschaue, dann werden dort Fahrzeuge der von mir gewünschten Baujahre und in meiner Preisklasse mit weniger als 100.000 km angeboten. Kann man so ein Fahrzueg grundsätzlich als Basis nehmen, auf die man aufbauen kann? Oder anders gefragt - gibt es eine kritische Laufleistung, bei der man die Finger lieber weglassen sollte?


    Ich gehe derzeit davon aus, daß ich mehr Bodenfreiheit möchte. Ich habe hier von mehreren Fahrwerken gelesen, die die Bodenfreiheit um 5cm erhöhen. Wie hoch sind denn ungefähr die Materialkosten für ein solches Fahrwerkskit? Für einen entsprechenden Umbau habe ich einen qualifizierten Fachmann im Nachbardorf.


    Ich habe auch gelesen, daß ein Verteilergetriebeschutz sinnvoll ist. Ich denke, das würde auch auf den von mir geplanten schlechten Straßen in der Ukraine und auf Schotterpisten Sinn machen. Welche Kosten (ungefähr) kommen denn da auf mich zu? Und wie sieht es mit anderen Schutzmaßnahmen im Unterbodenbereich des Fahrzeugs aus? Was ist Muß und was ist "nice to have"?


    Die große Reifenfrage: Hier in der Ukraine gibt es sehr viele ehemals asphaltierte Straßen, auf denen der Asphalt nur noch rudimentär vorhanden ist. Die Folge sind extrem scharfkantige Schlaglöcher, die uns mit schöner Regelmäßigkeit die Reifen unserer gepanzerten Landcruiser (Geolandar und Blizzak) himmeln. OK, das ist mit Sicherheit auch eine Folge des Gewichts unserer Landcruiser (ca. 5,5 Tonnen) - aber gibt es speziell Reifen, die unempfindlicher gegen solche Asphaltschlaglöcher sind als andere?


    Das gleiche gilt für Metallteile auf der Fahrbahn (in erster Linie Nägel, aber auch Spiltter von der Munition, die hier verschossen wurde/wird). In Deutschland habe ich mir in mehr als 30 Jahren nur einmal einen Reifen platt gefahren, weil ich mir einen Nagel eingefahren habe. Hier in der Ukraine habe ich in den letzten 11 Monaten 14 Reifen kaputtgefahren (bei etwa 40.000 km Fahrleistung). Gibt es Reifen, die besonders widerstandsfähig gegen Fremdkörper sind?


    Wichtiges Thema für mich als Vielfahrer - der Fahrersitz. Wie ist der Seriensitz und welche Alternativen gibt notfalls? Welche Kosten kommen da auf mich zu?


    Ihr seht - Fragen über Fragen. Und über sachdienliche Antworten würde ich mich sehr freuen.


    Gruß aus Luhansk

    Tja - die Umrüstung. Das wird noch ein Spaß :)


    Was mir bislang schon klar ist, ich möchte auf jeden Fall etwas mehr Bodenfreiheit und Schutz für die empfindlichen Teile unter dem Fahrzeug. Ich denke, das war es dann auch schon. Darüber hinaus muß ich mich erst einmal schlau machen, was für meine Zwecke sinnvoll ist und was eher nicht.


    Gruß aus der Ostukraine

    Schöne Tour und mit Sicherheit ein unvergessliches Erlebnis.


    Ich habe im Oktober 2006 mit meiner damals 12jährigen Tochter eine zehntägige Motorradgespanntour nach Schottland gemacht und es ganz ähnlich geplant: Die meisten Unterkünfte schon in der Vorbereitung übers Internet gebucht und dann von Tag zu Tag dorthin treiben lassen. Diese Tour werden wir mit Sicherheit auch nie vergessen.




    Gruß aus der Ostukraine

    Hehe - ich bin mal gespannt darauf, einen Jimny zu fahren. Zur Zeit fahre ich beruflich auch Landcruiser, allerdings deutlich schwerere Versionen mit B6 Panzerung (Leergewicht ca. 5,5 Tonnen). Dagegen ist ein Jimny ja ein echtes Federgewicht. Mit unseren Landcruisern geht offroad nahezu gar nichts, sobald es etwas matschig ist, ist Feierabend.


    Hier mal ein Foto unserer Landcruiser (allerdings auf der Straße, bzw. was man hier so Straße nennt):



    Gruß aus der Ostukraine

    Danke für die Willkommensgrüße.


    Von den beiden oben gezeigten Gespannen habe ich nur noch das BMW Gespann (oberes Bild), das sowjetische Dnepr Gespann habe ich im Januar verkauft und davon einen Teil meiner Fotoausrüstung finanziert. Ich hatte durch meinen Job im Ausland einfach nicht genug Zeit, um mich vernünftig um dieses Oldtimer Gespann zu kümmern - und zum Vergammeln auf dem Hof ist es einfach zu schade.


    Gruß aus der Ostukraine

    Also, der komplette Nickname in seiner ursprünglichen Form lautet Tigris Sibirianos. Den habe ich mir Ende der 1990er für mein erstes Online Game, Planetarion, zugelegt.


    Abgeleitet ist der erste Teil des Nicknames von der lateinischen Bezeichnung des Tigers, panthera tigris, meines chinesischen Horoskoptieres. Den "Nachnamen" Sibirianos habe ich vom sibirischen Tiger abgeleitet.


    Im Laufe der folgenden Jahre wurde Tigris dann der Nickname für fast alle Foren, in denen ich unterwegs bin, vor allem Motorrad- und Motorradgespannforen. Und der hat sich dann auch im wahren Leben als mein Spitzname durchgesetzt.


    Gruß aus der Ostukraine

    Nun ja, dann möchte ich mich auch mal vorstellen:


    Franklin (nein - nicht Frank, ich heiße laut Geburtsurkunde Franklin und bin auch noch stolz darauf), Baujahr 1962, ursprünglich aus dem schönen Essen (OK - als ich geboren wurde war es noch nicht so richtig schön), mittlerweile seit 16 Jahren in der Eifel zuhause (Nähe Nürburgring). Ganz nebenbei noch seit mehr als 33 Jahren verheiratet und Vater einer fast 22jährigen Tochter.


    Ursprünglich komme ich hobbymäßig aus dieser Ecke:




    Allerdings komme ich berufsbedingt kaum noch zum Fahren und habe mich daher aufs Fotografieren verlegt. Ich arbeite seit 2010 permanent im Ausland, nachdem ich nach mehr als 30 Jahren im Polizeidienst dort in den Sack gehauen habe. Und meine Arbeitsplätze sind nicht unbedingt motorradtauglich.


    - Georgien, insgesamt vier Jahre - da ging es noch und von da hatte ich mir auch den oben abgebildeten Russenboxer mitgebracht
    - Afghanistan, knapp 2,5 Jahre - keine Chance
    - (Ost)Ukraine, seit knapp einem Jahr - auch keine Chance.


    Da ich in Zukunft einige Fototouren plane (Schottland, Skandinavien) und meine geplanten Fotolocations nicht immer direkt an der Hauptstraße liegen, und da ich hoffe, in absehbarer Zukunft in etwas ruhigeren Gegenden der Ukraine zu arbeiten, wo ich durchaus mein eigenes Auto haben kann, habe ich mich zur Anschaffung eines gebrauchten Suzuki Jimny entschlossen.


    Der bietet genug Platz für mich, meine Fotoausrüstung, Campinguntensilien und/oder einen meiner Hunde. Vielleicht nehme ich sogar meine Frau mal mit.


    Naja - und so bin ich hier gelandet. Am 19. Mai komme ich das nächste Mal auf Urlaub zur Familie in die Eifel und werde mir dann einen gebrauchten Jimny anschaffen (wenn alles klappt, wie ich es plane). Und da der Jimny dann auch noch umgerüstet werden soll, damit er meinen Ansprüchen und den Ansprüchen der teilweise doch extrem schlechten ukrainischen Straßen Genüge tut, bin ich hier, um mich vorab schon mal zu informieren, was sinnvoll ist und was nicht.


    So - genug geschwafelt, jetzt wisst Ihr zumindest in groben Zügen, mit wem Ihr es hier zu tun habt.


    Gruß aus Luhansk