Posts by TJtoGJ

    Das hast du nicht richtig gelesen. Vereinfacht ausgedrückt wird ein Leichtnutzfahrzeug, das weniger als 3,5t wiegt, aber einen Amnhänger zieht, bei den Fahrteinschränkungen wie ein großer LKW behandelt. Für bestimmte Zwecke gibt es halt Ausnahmen. Das Zuggewicht spielt keine Rolle. Der 2,5t Pickup mit LKW-Zulassung darf auch Sonntags den 3,5t Pferdeanhänger zum Tournier bewegen.

    Gewerblich ja, da gilt das Sonntagsfahrverbot. Privat nicht mehr.

    Das Verbot gilt seit 19.10.2017 ausdrücklich nur noch für gewerbliche Fahrten. Privatfahrten z.B. mit einem Wohnwagen, Pferdeanhänger zu Sportzwecken oder Anhänger zu Umzugszwecken sind erlaubt

    Ob das Holzholen am Sonntag noch Privatvergnügen oder schon gewerblich ist?

    Besser so als gar nicht. Ich frage mich allerdings gerade: daß es den Jimny künftig als eine Art "Klein-LKW" gibt basiert ja lediglich darauf, daß für diese Fahrzeugkategorie andere Emissionsmengen gültig sind. Ist das dann nur wieder eine Lösung auf Zeit bis auch hier die Daumenschrauben weiter angezogen werden?


    Mir ist der derzeitige Jimny in genau dieser Konfiguration (wie es ihn bisher gab) genau recht, ich brauche keinen Turbo, Kompressor, Direkteinspritzer, sonstwas-Gedöns. Aber es wird ja argumentiert daß man mit derer "veralteten" Technik die Grenzwerte nicht einhalten könne. Gibt es Infos wie künftig die Fahrzeugklasse "N1" (worin der Jimny ja nun landen wird) aus Sicht gesetzlicher Vorgaben in Bezug auf Emissionen behandelt wird?

    Auch N1 Fahrzeuge müssen die zum Stichtag gültigen Emissionsklassen einhalten

    Wenn ich richtig verstanden habe, ist das Problem nicht die Schadstoffklasse (das Thema ist ja mit den diversen Normen verwirrend genug), sondern der CO2 Ausstoß, für den es unabhängig von Schadstoffklassen eine Obergrenze für den durchschnittlichen PKW-Flottenverbrauch der Hersteller gibt. Was drüber liegt, wird mit "Strafabgaben" belegt, die die Autos verteuern. Bei einem relativ billigen Auto mit einem eher hohen Verbrauch (und damit CO2 Ausstoß) wie dem Jimny ist der Preis dann nicht mehr konkurrenzfähig und ein bisschen was will Suzuki auch verdienen. Die aktuell überhitzte Preissituation beim Jimny lassen wir mal als zeitweiliges Phänomen außen vor :). Wenn der JImny als Leiches Nutzfahrzeug eingestuft ist, fällt er aus der Berechnung des PKW-Flottenverbrauchs raus. Früher nannte man so etwas einen Buchhaltertrick.:saint: Es gibt auch für Leicht LKW eine Obergrenze beim Flottenverbrauch. Schaut man sich die Berechnungsformel an, liegt der Jimny dank seines deutlich niedrigeren Gewichts als der Durchschnitt rechnerisch im negativen Bereich und damit deutlich unterhalb der 147g/Km.

    https://www.umweltbundesamt.de…elemente_co2_pkwlnf_3.pdf

    Eigentlich geht es hier ja um den Defender und nicht um ungelegte Eier in der Entwicklungsphase oder gar Kapitalismuskritik, Moral und Verschwörungstheorien.

    Der Grenadier, wenn er denn wirklich kommt, wird sicher ein interessantes Fahrzeug. Nicht nur wegen der optischen Nähe zum alten Defender, immerhin bekommt man da noch die guten Reihensechser von BMW, die im eigenen Hause ja zunehmend in homöopathischen Dosen verbaut werden. Allerdings ist er mit einem geplanten Produktionsstart Ende 2021 noch weit weg und ich glaube auch nicht recht daran, dass er preislich unterhalb des Defender (Neu) zu relisieren ist. Wenn es irgendwann mehr und konkrete Informationen gibt, ist das Auto vielleicht mal einen eigenen Fred wert.

    https://de.motor1.com/news/431…adier-2021-gelaendewagen/

    Bei "besonderen" Wünschen ist es durchaus eine Überlegung wert, die Sache in professionelle Hände zu geben. Wenn ich mich an die Reifenumrüstaktion bei Wrangler erinnere, hat mich das doch eine ganze Zeit mit Suchen nach Gutachten, Gesprächen mit dem (durchaus kooperativen:thumbup:) TÜV Gutachter gekostet und am Auto war auch noch einiges zu machen (Fahrwerk, neue Innereien für die Differenziale, Anpassung Tachoantrieb etc.). Wenn man das als Hobby und Herausforderung sieht, geht das in Ordnung. Man kann aber auch Zeit , Nerven und Fingernägel sparen und zu einem Umrüster gehen. Die Reifengröße 215/80 15 scheint so ein echter Sonderwunsch zu sein, für den es wenig Vorgänge gibt. Z.B. Gollek hat ja einige Reifenumrüstungen im Angebot bis hin zu den ganz dicken Dingern wie 33x10,5, aber hoch und schmal in 215/80 ist nicht dabei. Ob das an der Nachfrage oder technischen Umständen liegt, könnte nur eine Anfrage klären. Wobei die Kombination optisch in Richtung der früheren Defenderbereifung geht und mit der richtigen Farbkombination von Felgen und Auto sicher ganz reizvoll ist.:)

    Höherlegen macht Sinn, vorne muss wohl auch etwas Plastik weg, aber sonst sollte das gehen. Der Durchmesser ist mit 725mm noch etwas kleiner als die 733mm des 235/75 15, der ohne weitere Änderungen (auch tachomäßig gerade so) passt und eintragungsfähig ist. Möglicherweise braucht es andere Felgen. Die Breite der Serienfelgen passt zwar, aber woher eine Bescheinigung nehmen, dass die mit den größeren Reifen kombiniert werden dürfen? Auch für die Abnahme und Eintragung ist es sicher hilfreich, wenn man Felgen mit einem Gutachten oder gar eine ABE für die 215/80 hat.

    Warum kann der aktuelle Wrangler eine Alternative zum Jimny sein, wenn Größe und Preis in einer Liga spielen sollen und der Bronco (nach dem, was bisher bekannt ist) nicht? Die einzige Gemeinsamkeit wäre der Zuschaltallrad, wobei Jeep den inzwischen mit der automatischen Umschaltung auch aufgebohrt hat.

    Unter Jeep-Freunden sollte man den Wrangler auch nicht unbedingt in einem Atemzug mit Panda , Ignis oder Dacia nennen. Es sei denn, man kann ganz schnell laufen.:)

    Mein Z4 hatte 2010 wassergekühlte Turbolader und der Abgasstrom reichte immer für genug Ladedruck aus.:) Estmal ist soviel Abgasdruck da, dass davon ein Teil über das Wastegate wieder abgebaut werden muss und zudem vertraue ich mal den Kontrukteuren, das sie die Gehäuse- und Turbinengeometrie unter Berücksichtigung von Abgasvolumen und -Temperatur und der Gehäusetemperatur auslegen. Die Herausforderung ist ja eher, die Lagertemperaturen bei 6-stelligen Turbinendrehzahlen im Griff zu haben. Bei Aluminium ist der Gewichtsvorteil

    sicher ein Argument für den Werkstoff. Auch wenn die Autos im Ergebnis immer schwerer werden, wird um jedes Gramm gerungen.

    Ich auch. Allerdings interpretiere ich die Erläuterungen des TÜV Süd so, dass das Ausnahmen für Teile sind, die zwar nicht den hiesigen Zulassungsvoraussetzungen entsprechen, aber zum Serienumfang von Fahrzeugen gehören und/oder nach anderen Normen geprüft sind (DOT). Wenn man damit irgendwelche Anbauteile aus dem Netz legalisieren könnte, würden sich seriöse Zubehörhersteller kaum die Mühe machen, für teures Geld Gutachten oder eine ABE zu bekommen. Aber Versuch macht klug und wieder was gelernt. Den Begriff kannte ich noch nicht. :)