Posts by TJtoGJ

    Definitiv sind unsere Ansprüche höher, aber nicht grundlos: der Verkehr hat erheblich an Geschwindigkeit gewonnen und Leistungsmangel (in Sache Power, Bremsen, Sicherheit und Dynamik) lässt uns schwächer da stehen als früher. Mit meinem Mini Cooper aus 1972 ist man damals zügig und sicher gefahren. Heute ist der Wagen nur mit grosser Sorgfalt zu geniessen.

    Die Leistung der Fahrzeuge hat zugenommen, aber wirklich auch die Geschwindigkeit des Verkehrs? Statistisch nachweisen lässt sich, dass die Verkehrsdichte erheblich zugenommmen hat, was eher gegen die Hypothese spricht. Zugenommen hat auch die Reglementierung der Höchstgeschwindigkeit. Auf Autobahnen, wie auf Landstraßen und innerstädtisch. Die kurzen Etappen, auf denen man unter Berücksichtigung der StVO und der Verkehrslage (interessiert ja leider nicht jeden) schnell fahren kann, wirken sich auf den Schnitt kaum aus. Ich habe das oft genug auf der Strecke Hamburg-Berlin erfahren. Freiwillige, oder fahrzeuggemäß technische, Selbstbeschränkung auf 120 Km/h und alles was (sicher) geht mit einem 340 PS Auto macht im günstigen Fall einen Unterschied von gerade mal 10 Minuten Fahrtdauer. In den 80er Jahren konnte ich dagegen mit gut 180 von Kiel nach Bremen durchrauschen. Und was die Sicherheit angeht, ist man damals nicht besser gefahren. In den 70er Jahren gab es bei deutlich weniger Fahrzeugen und Gesamtkilometern über 20.000 Verkehrstote allein in der alten Bundesrepublik. Wir hatten nur das Glück, nicht dabei zu sein.;)

    Beim Elektroauto entällt Vieles, was beim Verbrenner in der Routinewartung zu machen ist, aber gar kein Service für den Tesla ist nicht ganz richtig.

    https://www.tesla.com/de_DE/support/car-maintenance

    Es wird bei Vergleichen und Leistungsangaben leider immer vom Neuzustand ausgegangen. Die Alterung der Akkus wird nicht berücksichtigt. Da so ein Auto schon aus ökologischen Gründen hoffentlich nicht nach 8 oder 10 Jahren entsorgt werden soll, wäre der Batterieverschleiß ein einzukalkulierender Kostenfaktor. Zur Zeit haben wir da leider doch noch die Wegwerfgesellschaft, denn ein defekter Akku kommt nach wenigen Betriebesjahren einem wirtschaftlichen Totalschaden gleich. Und wer kauft ein 5 Jahre altes Auto mit 60 oder 70% Restkapazität der Antriebsbatterie und bei deren Halbwertszeit dann völlig veralteter Steuerungselektronik ? Aber es gibt ja vielleicht Lösungen dafür und gerade für einen Geländewagen ergeben sich aus einem elektrischen Antrieb interessante Optionen. Nicht nur leises Fahren, sondern auch Dinge wie pfiffige Einzelansteuerung der Räder mit eigenen Motoren, Wegfall der Differenziale etc. Ob daraus mal eine Alternative zum Jimny wird? Beim Preis und dem Gewicht eher nicht.

    Je mehr die Reifen in Richtung geländetauglichkeit gehen, desto problematischer ist naturgemäß das Verhalten im Straßenalltag. Das Reifenformat hat da nachrangigen Einfluß. Ob die Cooper AT da wirklich besser sind als BFG AT, sei dahingestellt. Bei Forenberichten muss man mmer im Hinterkopf haben, dass sie subjektive Eindrücke wiedergeben. Ein wirklicher Vergleich, wie er bei Reifentests möglich ist, kann das nie sein. Wer hat schon die Gelegenheit, die Leitung verschiedener Reifen unter gleichen Bedingungen tatsächlich zu messen, oft werden die neu aufgezogenen Gummis unter dem Eindruck der abgefahrenen Altreifen bewertet etc..

    Wenn es nicht um die Optik ginge, wären Winterreifen im 215er Format bei deinen Einsatzbedingungen sicher leistungsfähiger als die Cooper AT. Deutschlands Förster sind froh, wenn sie ein Auto mit Allradantrieb haben und fahren in aller Regel Straßenreifen.

    1500€ sind ein stolzer Preis, andere würden sagen Wucher. Z.B. Gollek bietet die Umrüstung auf BFG AT oder MT im Format 215/75 auf Serienfelge inklusive Einzelabnahme für gut 1000€ an. Für 5 Räder.

    Die Empfehlungen sind so praxisgerecht wie die Vorschriftenlage. Fehlt noch der Tipp, das Atmen einzustellen. Oder soll das Trockentuch vor das Gesicht gebunden werden? Ehe ich jemanden mangels Sicht über den Haufen fahre, dehne ich lieber das Losfahren etwas aus. Die möglichen Sanktionen sind in Österreich im Vergleich mit D natürlich heftig, aber wird das ernsthaft verfolgt? Es geht ja auch nicht darum, den Motor im Stand auf Betriebstemperatur zu bringen. Leichtes Anwärmen des Kühlmittels und damit der Luftzufuhr reicht ja auch aus.

    Die Umluftfunktion fördert das Beschlagen der Scheiben ungemein. Das, was dem Fahrer die Sicht raubt, ist weniger kondensierende Feuchtigkeit aus der im Auto vorhandenen Raumluft oder der Zuluft, sondern die, die der Mensch hauptsächlich durch das Ausatmen, ins Auto einträgt. Ich habe da mal einschlägige Erfahrungen durch Nichtbeachten der versehentlich eingeschalteten Umlufttaste gemacht. :saint:

    Eine heizbare Frontscheibe nimmt der Sache ihren Schrecken. Optische Beeinträchtigungen durch die Heizdrähte, die gerne dagen angeführt werden, kann ich nicht bestätigen.

    Da bleibt nur im für dich zumutbaren Umkreis bei den Prüforganisationen nachzufragen, was sie für die Abnahme so enes Umbaus sehen wollen. Vielleicht findet sich eine, die sich mit Tacho- und Sichtprüfung begnügt. Besser ist es, das zu tun bevor Teile gekauft werden. So als kleiner Tipp für das nächste Projekt ohne Gutachten ;). Bevor du 500€ für die Bremsprüfung ausgibst, solltest du dich erkundigen, wie die Prüfung durchgeführt wird und was an Bremsleistung nachzuweisen ist. Besser wird der Jimny in dieser Disziplin mit den 235er BFG nicht.

    Ob Groß- oder Kleinschreibung, was hat das Datum mit Betriebstemperaturvorgaben für das Schalten zu tun? Das Vorgaukeln einer höheren Öltemperatur mittels Widerstand zwingt zwar das Getriebe früher den 4. Gang freizugeben, aber ohne Kenntnis, warum Suzuki die Grenze gesetzt hat und wie die Widerstandskurve mit dem Temperaturanstieg zusammenhängt, ist ein Schuss ins Blaue. Es wird sorgenvoll diskutiert, welches Öl der Lebensdauer eines Motors förderlich sei, aber Betriebsparameter sollen willkürlich und ohne Kenntnis der Folgen außer Kraft gesetz werden. So richtig gewonnen hat man, wenn das Getriebe mit der falschen Temperaturinformation zwar ein paar Kilometer früher den 4. Gang freigibt, aber unter etwas höherer Belastung eine Überhitzung erkennt und die Fuhre in den Notlauf geht. Da erscheint es sinniger, sich weniger Gedanken um vermeintlich "zu hohe" Motordrehzahlen in der Warmlaufphase zu machen und einfach zu fahren, statt den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Wie bei anderen Autos auch ist es doch eher der Karosseriezustand als die Antriebsmechanik, die der Nutzungsdauer irgendwann ein Ende macht.

    Wo steht das denn so drin?

    Wenn z.B. ein Frontspoiler und ein Heckspoiler und noch Seitenschweller, alle mit E-Nr. und für dieses serienmäßige Fahrzeug freigegeben sind, dann dürfen die sehr wohl auch alle montiert werden, da der Serienzustand mit solchen Änderungen ja nicht verloren geht.

    Würde durch den Anbau dieser Teile der Serienzustand verloren gehen, dann hätten diese Teile keine E-Nr. bekommen und müssten dann mit Teilegutachten oder Einzelabnahme eingetragen werden.;)


    Das stand in allen ABE, mit denen ich bisher zu tun hatte. Ich habe gerade eine von einen Motorrad-Federbein zur Hand, da steht z.B:

    Gegen die Erteilung der ABE nach §22 STVZO betehen bei ansonsten serienmäßiger Ausrüstung der Krafträder keine technischen Bedenken.
    Im Umkehrschluss muss bei nicht serienmäßiger Ausstattung geprüft und bescheinigt werden, ob die Teile harmonieren. Selbstverständlich ght der Serienzustand verloren, wenn ein Serienteil durch ein nicht baugleiches Zubehörteil ersetzt wird oder zusätzliche Teile, die der Hersteller nicht vorgesehen hat, angebaut werden. Man kann verschiedene Teile zusammen anbauen, sich dann aber nicht auf die ABE verlassen.

    Ein guter Hinweis. Es werden immer mal wieder historische Fahrzeuge (öfter Motorräder) im Neuzustand aufgefunden, die dann mangels damaliger Zulassung leider nur für Sammlergaragen taugen. Eigentlich hat Suzuki Deutschland solchen zukünftigen "Problemen" vorgebeugt, indem die Jimnys nur nach der Zulassung rausgegeben wurden. Mein Händler hat sich jedenfalls gewunden wie ein Aal, als ich zur Vermeidung von Terminschwierigkeiten mit der Zulassung die Idee hatte, das Auto mit einem Kurzzeitkennzeichen in die heimische Grage zu überführen und dann bei nächster Gelegenheit zuzulassen.

    Wie baut man einen halben Tank aus? Wenn ich mir anschaue, was die Komponenten einer Standheizung kosten und wie die Komplettangebote einschl. Einbau aussehen, erscheinen mit 500€ eher günstig. Etwas mehr Realismus würde nicht den Preis, aber das Gejammer darum glatt halbieren. Man kann zwar den australischen Preis in Euro umrechnen, aber kaum erwarten, dass das dann der Verkaufspreis für den Tank in Deutschland ist. Abgesehen davon, dass vielleicht auch in Australien für den Endverbraucher noch Steuern zu berücksichtigen sind, müssen der Transport, Zoll und die Einfuhrumsatzsteuer auch noch gezahlt werden. Der Importeur wird seine Dienstleistung kaum als gute Tat für geizige Jimnyfahrer verstehen, sondern er lebt mit seiner Firma und seinen Mitarbeitern davon. Dazu kommen dann die nötigen Prüfungen, um die Betriebserlaubnis für das Teil in Europa zu bekommen. Wer meint, das in der Summe für weniger als die genannten 2500€ Komplettpreis hinzukriegen, kann den Tank ja auf eigene Faust aus Down Under rüberholen, einbauen und eintragen lassen.

    Die Wachsbehandlung in Bremerhaven umfasst(e) nur den Außenbereich. Da muss Wasser in die Mulde gekommen sein, dass dann dank des Styroporformteils nicht schnell genug verdunsten konnte. Und schon geht die Suche los. Der Transport von Wasser in einem vielleicht doch nicht ganz dichten Kanister im Kofferraum, eine mangelhafte Dichtung der Hecktür oder der Scheiben, schlecht abgedichtete Durchbrüche im Kofferaumboden, vielleicht bei (do it yourself) Einbauten wie der AHK und deren Kabelbaum produziert, oder die Dachantenne fallen mir als nicht vollständige Liste von möglichen Wegen des Wassers spontan ein.

    Bei ABE und Co darf man auch nicht vergessen, dass die in aller Regel für den Anbau der Teile an ein ansonsten serienmäßiges Fahrzeug gelten.

    Mal aus reiner Neugier gefragt. Kann man ein umgebautes und in Deutschland zugelassenes Fahrzeug so wie es ist in die Schweiz importieren und dort zulassen oder müssen die Umbauten nochmal abgenommen werden?