Posts by Gypsy

    Herzlichen Glückwunsch zur Offroad-Taufe, ich hab dein Grinsen allein beim Lesen sehen können:thumbup::thumbup::thumbup:

    (warum bin ich mir sicher das das nicht der letzte Bericht war ?):)

    Weiter so und schön abseits bleiben...

    Viele Grüße

    Von ebener Erde aus ist das Murks - es fehlt immer der Kugelfang

    Ja ! Genauso sehe ich das auch zumindest in so dichtbesiedelten Gebiet wie bei euch. Selbst hier achte ich immer auf Kugelfang. Besser ist Besser, du glaubst nicht wo ich schon überall Menschen rumlaufen gesehen habe....

    Moin mein Lieber :cool:

    das ist sehr schön geworden und erinnert mich spontan an das ehemalige Aufklärungsgeschwader 52 in Leck mit ihren Starfightern. Die hatten "Ubi Sumus" auf ihrem Wappen, im übertragenen Sinne : Wo wir sind - ist Oben :lol::lol::lol:

    Wünsche gute Jagd und Waidmannsheil

    Vielen Dank an Alle :lol: So dann folgt heute der letzte Teil.... die "magische 7"


    Mit heftigem Löwengebrüll wurden wir morgens geweckt, was gibt es Schöneres. Das Vergnügen hatten wir jetzt schon fast eine Woche ... und es macht süchtig und sofort richtig wach. :lol: Aus der Zentral Kalahari führt nur eine 4 x 4 Pad über 140 km bis zur nächsten Teerstraße und auf Grund der Entfernung bis Swakopmund hatten wir noch zwei Übernachtungen geplant. Nach einem leckeren 5 Sterne Frühstück sponserte Nil, der Lodgemanager, noch 3 große Bunde Feuerholz die wir auf dem Alu Canopy des Hilux gut festbinden konnten ohne uns den Staub und Dreck ins Auto holen zu müssen und schon ging es wieder los. Gerade mal nach 150 m kreuzten wir die Löwenfährte und hatten noch herrlichen Anblick diverser Antilopen die sich in der warmen Morgensonne das Fell wärmten. Ganze 6 km ist Nil´s Gartenweg und erst dann waren wir wieder auf der Pad. Die nächsten 4 Stunden ging es jetzt einspurig immer geradeaus. Verfahren kann man sich nicht da man die gesamte Strecke den Veterinärzaun auf der linken Autoseite hat.


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    Den Elefanten hat natürlich niemand erklärt, dass man da nicht durch darf, dementsprechend sieht das Zäunchen auch aus. So auf ca. 60 km liegt der einfach platt und man muss echt hochkonzentriert fahren um den Jimny nicht in Drahtresten zu verheddern. Mehr als 40 km/h ist wegen dem Tiefsand sowieso nicht drin und überall kann einem Wild vor den Wagen springen.


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    Auf dem Video sieht man mal was von den zusätzlichen 9 cm Höherlegung noch übrig bleibt wenn die Wege ausgefahren sind. Ich werde jetzt auf alle Fälle Unterfahrschutz nachrüsten.


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    Nach ungefähr 4 Stunden und mehrfachem "Nachgurten" des Feuerholzes fanden wir eine große Akazie in deren kühlen Schatten wir uns über die leckeren Lunchpakete hermachten. So ein Picknick im Busch ist einfach immer eine schöne Sache. Früher war ich allerdings ein "Kilometerfresser". Pinkelpausen gab es erst wenn einem die Tränen aus den Augen kamen, aber das habe ich Gott sei Dank abgelegt und begriffen, das der Weg das Ziel ist. Gerade mit einem Jimny :lol:

    Es war doch schon etwas lächerlich den Checkpoint am Veterinärzaun zu passieren. Alles Aussteigen, Polizei und Veterinäre kontrollierten die Kühlschränke und Coolboxen, alle Schuhe mussten raus und desinfektioniert werden und dann mussten die Autos wieder durch eine "Badewanne"... wie gesagt, die Elefanten hatten etwas weiter hinten den Zaun auf 60 Kilometer platt gemacht... but TiA! (That is Africa)

    Wenn es eben geht, unterstützen wir die Einheimischen und in diesem Fall hatten wir einen Campingplatz der Buchmänner gebucht. Die ganze Anlage wurde von "Locals" in Eigenregie geführt. Ich hatte schon viele tolle Erfahrungen hiermit gemacht, diese war allerdings der Griff in Klo. Der Campground hässlich, überall angefangene Baustellen um uns herum und die sanitären Anlagen einfach nur Grotte. Egal, kann passieren, allerdings hab ich keinerlei Fotos gemacht. Wir hatten unser Holz und ein schönes Feuer, lecker gegrillt als die Kälte kam. Wir saßen noch am Feuer als plötzlich die Temperatur um ca. 20° abfiel! Schnell wurden unsere Wärmflaschen mit heißem Wasser gefüllt und wir krochen in die Schlafsäcke. Die Temperatur ging runter auf 4° und so schnell haben wir morgens noch nie unser Camp abgebaut und diesen ungastlichen Ort verlassen. Nach 20 km war der Jimny trocken und Kanisterbetankung war angesagt. Er hatte mit dem Doppeltank jetzt 575 km geschafft und ich war sehr zufrieden zumal wir nur 30 km nördlich von Ghanzi, einer Kreisstadt mit Tankstellen, waren. Die Weiterfahrt von dort zur Namibia Grenze verlief unspektakulär durch wunderschönes, sehr gepflegtes Botswana.


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    Der Grenzjimny - Home in Namibia :lol:


    Da wir ja in Urlaub und nicht auf der Flucht waren, hatten wir für die letzte Nacht noch eine Lodge gebucht um nicht 800 km an einem Stück fahren zu müssen und ich war endlich wieder auf meiner geliebten "Schotterpad".


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    Nach der Pleite mit dem Campground sehnten wir uns alle nach einem sauberen Badezimmer und hatten wieder Glück. Eine tolle Lodge mit wunderschönem Garten erwartete uns. Kaum hätte ich den Jimny nicht wieder gefunden...


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    Die Größe von 15.000 ha Gelände versprachen einen tollen Gamedrive den wir gerne zum Sundowner mitmachten, aber vorher durften wir noch der abendlichen Fütterung der "Hauskatzen" beiwohnen.


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    ... dann ging es los zu meinen geliebten Elefanten...


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    Gerade bei Mama mit einem Baby muss man aufpassen und Abstand halten und alles bleibt entspannt. Ein wirklich schöner Tag neigte sich wieder seinem Ende als ich mit dem Fernglas im Busch einen grauen Fleck erkannte, der dort nicht hingehörte. Sollten wir wirklich noch das "Schwein" haben Nashörner zu sehen? Nix wie hin und vorsichtig nähern.... ganz vorsichtig, das Horn geht durch eine 2 mm Autotür wie ein Finger durch ein feuchtes Küchentuch...


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    Was für ein Glück !!! Mit ganz kleinem Baby, ein wirklich toller Abschluss unserer Safari. Aufgrund der Nashornwilderei für diese schlitzäugigen Viagraboykottierer :schimpfred: aus Far East, haben wir in Namibia und Süd Afrika die Absprache, dass die Namen der Lodges mit diesen herrlichen Tieren nicht im Netzt veröffentlicht werden. Für euch als wichtige Info, wenn ihr einmal als Touristen nach Afrika kommen solltet, es auch so zu tun.


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    Wieder auf der B2 zwischen Okahandja und Karibib ein letzter schöner Ausblick in unser weites Namibia. Wie in Teil 1 geschrieben, sind wir wieder heile und gesund in Swakopmund angekommen, wo wir in meiner Stammkneipe, dem Tiger Reef, direkt am Atlantik die Tour ausklingen ließen.


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    Euren Kommentaren kann ich entnehmen, dass es euch genauso gefallen hat wie mir und es war schön diese wirklich tolle Safari mit euch teilen zu können. Der Jimny hat seine "Patina" verbessert, seine Kalaharitaufe überstanden und die Tour super gemeistert. Er wartet auf eine neue Windschutzscheibe, die 4 wirklich dicke Einschläge und zig Kleine gehalten hat. Ich wünsche euch allen weiterhin viel Spaß mit diesen tollen Autos. Bleibt gesund und möglichst abseits der Straßen....:lol::lol::lol:

    Viele Grüße


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    Die zweite Truppe von TC-Offroad wenig später war dann überwiegend wieder bis an die Zähne bewaffnet...

    Da kann ich euch auch ein Lied von singen.... Der letze Schrei bei uns sind elektrisch hochklappbare Rockglider (oder wie heißt das bei euch?Seitenschwellerschutz? ) Breiter, Höher, keine Kotflügel mehr, Winden Vorne und Hinten und schwarzem Kräusellack, mehr LED´s wie das Raumschiff Enterprise - so richtige Rambokarren ........ nur im Gelände oder auf der Schotterpad sieht man sie nicht. Fahren nur die Teerstraßen und ganz selten mal in den Sanddünen. Da könnte aber mal ein Salzkorn liegen und Steinschlag ist ganz BÖSE ! :cool:

    Teil 6

    Auf Pad zum "Central Kalahari Nationalpark" und der Jimny erhält seine Kalaharitaufe .


    Ja im Groben und Ganzen ist der Chobe Nationalpark 1500 km von Swakopmund entfernt, genau wie Kapstadt (Süd Afrika) in der anderen Richtung. Obwohl Capetown eine wirklich tolle Stadt ist, spielt hier oben im Norden das Okavango Delta mit seinem Artenreichtum und dieser einzigartigen Natur die Hauptrolle. Das hier allerdings das "Schuhplattlern" erfunden wurde, wird die Bajuwaren unter euch dann aber doch erstaunen, aber guggst du hier:


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    Nach dem Tag an den Vicfalls hier noch einige Eindrücke unserem "Gamedrive" im Chobe National Park am 3. Tag. So wie ich das angehe erkennt ihr an den völlig entspannten Elefanten und Co.


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    Am nächsten Tag ging es auf der A35 weiter in Richtung Zentral Kalahari, allerdings mit einem Zwischenstopp. Die Strecke ist als "Tagesritt" sonst zu anstrengend.


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    Diese Weite ist einfach unbeschreiblich....


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    ... und ca. 150 km hinter Kasane, ungefähr auf Höhe des Moremi Nationalparks, tauchen urplötzlich die Bullen auf. Ah ! Nicht was ihr denkt... alte, kapitale Elefantenbullen :lol: und so komme ich doch noch an das lang erhoffte Jimnyfoto !


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    Unterhalb des Okavango Deltas müssen wir durch einen Polizei Checkpoint (Elfenbein Wilderei) und wir überqueren wieder den weiter Oben in meinem Bereicht beschriebenen Veterinärzaun. Der Jimny wird dekontaminiert ...:shock:


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    ... und weiter geht es durch endlose Buschsavanne. Ein Elefantenbulle flitzt plötzlich über die Pad. Wir sind alle hellwach! War er allein? Kommen noch mehr? Wurde er vielleicht von Löwen gehetzt? Als ich die Kamera fertig hatte, war er schon gegenüber im Busch verschwunden, es klappt halt nicht immer... aber das Schild ist wenigstens noch drauf.


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    Wir sind auf dem Weg zum weltberühmten Makgadikgadi Nationalpark. Hier hatten wir wieder einen Campground gebucht als die etwas eintönige Fahrt schlagartig zu einem Höllenritt wurde. Hier hatten ACDC bestimmt die Inspiration zu "Highway to Hell" Ich las noch ein Schild "Dangerous Potthols" und sofort ging die Post ab !


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    Durch den schlechten Straßenzustand erreichten wir den Park erst gegen 16:00 und hatten vom Gate (Eingangstor) noch ca. 45 km Tiefsand vor uns. Der Wettlauf mit dem Sonnenuntergang (18:00) begann.


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    ... gerade so geschafft ! Das Camp stand aber wir waren etwas sauer auf einen Südafrikaner der seinen Wohnwagen und Küche auf "unsere Nr 9" gebaut hatte und auf seinen Gamedrive gefahren war. So etwas geht überhaupt nicht. Wir hatten den Platz 8 Monate vorher gebucht und es war alles bestätigt. Ich musste auf den letzten freien Platz ausweichen und das war mir äußerst unangenehm. Mit der zunehmenden Dunkelheit kamen immer mehr Camper und wir warteten förmlich auf den, dem wir den Platz weggenommen hatten. Gott sei Dank kam niemand aber ich war echt sauer. Diese dickfelligen Leute kann ich echt nicht ab. Ein doppelter Gin Tonic on the Rocks, kühlte langsam aber sicher das Gemüt wieder in den grünen Bereich. :lol:

    Wir zur Entschädigung gelang mir ein Foto von einem Buschbock. Eine der seltensten Antilopen der Welt. Leider ist so auch das Foto : nicht schön - aber selten :roll:


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    Unser Zeltplatz war der letzte zum Dschungel und den ganzen Abend zogen Impala Antilopen, Streifengnus und Zebras durch unser Camp zum ungefähr 500 Meter entfernten Fluss Nhabe. Wir wussten da noch nicht, dass das die ganze Nacht so weitergehen sollte.... zu später Stunde noch mit Löwengebrüll aus weiter Ferne.


    Übrigens, wir nehmen zum Dinner immer nur Kerzen. LED´s gehören bei mir nur in Stirn.- und Taschenlampen.


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    .... auch der Jimny schnauft nach den ganzen Schlaglöchern und den letzten Stunden im Tiefsand durch.


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    Hätte ich vorher den Fluss noch gecheckt, hätte ich den Elefantenbullen gesehen. Wir waren gerade in den Schlafsäcken als er neben meinem Zelt einen wirklich großen Ast abbrach und laut krachend zerlegte und verspeiste. Ich konnte ihn gegen den schwarzen Himmel nicht sehen, aber den Geräuschen nach, stand er 20 Meter neben mir und kam immer noch näher. Plötzlich wat es Totenstill, ich fühlte förmlich wie er sich Wind von mir oder uns holte und dann hörte ich ihn köddeln. Jetzt war ich beruhigt. Dem Sound nach stand er ca. 5 / 6 Meter neben meinem Zelt und es war jetzt nur noch für Mäuse gefährlich. Wer auf Toilette ist, ist meistens entspannt und greift bekanntlich nicht an, aber als Maus würde ich da nicht ohne Sturzhelm rumlaufen.... So ein "Dropping" aus 4 m Höhe, dahautsdinieder !

    Lautlos verschwand der Riese dann in der Nacht, man hörte nur noch ab und zu sein "Bauchgrummeln" eine ganz niederfrequenzartige Art der Kommunikation. Wahrscheinlich hat er seinen Kumpels ne SMS gegrummelt, dass da wieder blöde Touris mitten auf seiner Toilette zelten.

    Ach, ich liebe das....

    Mit dem ersten Sonnenstrahl war ich dann draußen zum Abfährten. Die Gnus, die die ganze Nacht bei uns durchgezogen sind standen unten Im Flussbett beim Frühstück.


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    ... der Jimny war auch heil geblieben und schon konnte es weiter gehen zur Haina Safari Lodge, direkt an dem Zentral Kalahari Nationalpark gelegen. Vorher bekam der Jimny aber noch seine Kalaharitaufe. Er musste durch den kümmerlichen Rest des Nhabe.


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    Ungefähr 150 km reines OffRoad Fahren war angesagt. Yippieiyeh !!!


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    Die Lodge wurde von unseren Freunden Tanja und Nil gemanagt die zu diesem Zeitpunkt gerade dabei waren wieder nach Süd Afrika zurück zu ziehen. Sie hatten ein Baby bekommen und ein Kind in dieser "Alleinlage" aufzuziehen, war ihnen einfach zu gefährlich. Der nächste Arzt war so ca. eine Flugstunde entfernt, für ein Neugeborenes bei Problemen mehr als kritisch. Wir waren schon einige Male als Buschpiloten und auch mit dem Hilux hier und kennen die Lodge und die Gegend sehr gut. Ich darf bei den Beiden alleine fahren, ein großer Vertrauensbeweis. Nil und seine Nachbarn lassen die Löwen in Ruhe, daher hat man hier meistens immer Anblick. Diese Kalahari Löwen sind wunderschön. Die Männchen haben eine tiefschwarze Mähne, das gibt es nur hier.

    Aber nicht nur die Löwen sind schön, habt ihr schon einmal solche Zelte gesehen??? :lol:


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    ... einfach ein Traum in Afrika. Du liegst im Bett und draußen laufen Kudus und jede Menge Impalas herum. Das Dinner bei Tanja ist ebenfalls von einer anderen Welt. Wenn sie ihre berühmte Lammkeule nach 4 Stunden aus dem Ofen holt, ist alles zu spät. Lecker hoch 10 :lol: Vorher beim Gamedrive, hatte ich frische Löwenspuren gefunden, aber leider haben wir das Rudel nicht in Anblick bekommen. Sie hatten "Kleine" dabei und sich vorsichtshalber ins Gebüsch geschlagen. Wie zur Entschädigung brüllten sie aber mehrmals in der Nacht. In diesen Zelten, in diesen Betten, nur die Moskitonetze vor, einfach nur traumhaft.


    Fortsetzung folgt ... :cool:

    Naja, die 150 Eier hätte ich lieber sinnvoller investiert

    Moin und Danke für deinen ausführlichen Bericht. Das Geld tut weh, aber ich finde es gut investiert. Du kennst jetzt genau das Problem. Hättest du nicht weitergesucht wäre der Schaden wahrscheinlich viel größer geworden. Vom Radlager bis zu einem Hopser ins Grüne (bei uns in den Schotter...) war ja eigentlich alles möglich. Ich werde deine Erfahrung jedenfalls im Speicher behalten.

    Viele Grüße