Tja, an Malaga bin ich vorbei gefahren. Aber im Moment bin ich termingetrieben: ich muss morgen Abend in Marakesch sein. Da ist jetzt wenig Spielraum.
Gestern habe ich in Algecircas übernachtet. Für die, die wie ich bis vor kurzem, nicht wissen wo das liegt: Das ist Spanien direkt neben der britischen Enklave Gibraltar. Von hier hibt es Fähren nach Ceuta (eine spanische Enklave auf dem afrikanischen Kontinent) und Tanger Med (Marokko). Ich habe mich für die Fähre nach Tanger Med entschieden, da hier die Passkontrolle (Visum) auf dem Schiff durchgeführt wird. Fahrtdauer nach Fahrplan 90 Minuten.
Die Fähre sollte um 9:00 Uhr ablegen, die Fährgesellschaft schreibt man solle etwa 1-2 Stunden vorher da sein. Also früh aufgestanden und um 7 Uhr die Warteposition bezogen. Das Fährticket wird bei der Einfahrt in den Hafen geprüft. Die Zeit verging und es kam ein ganzer Geländewagenkorso. Die wurden abgefertigt, sowie einige Wohnmobile. Dann wurden gefühlt 100 Lastwagen abgefertigt. Dann kehrte Ruhe ein und ich dachte es geht gleich los. Es wurde 9 Uhr und ich sah ein Schiff ablegen. Panik kam auf, war ich in der falschen Schlange? Ich machte mich auf die Suche nach Personal. Nachdem einige Sprachbarrieren genommen waren, versuchte ich herauszufinden was schief läuft. Die beruhigten mich, ich sei richtig, es würde noch ungefähr eine Stunde dauern. Die Mitarbeiterin zeigt mir auf dem AIS Radar das Schiff: Es lag noch in Tanger Med!! Ich verfolgte dann das Schiff und es kam tatsächlich gegen halb 12 an. Abgelegt haben wir um halb 1 mit dreieinhalb Stunden Verspätung. In Sichtweite des Hafens Tanger Med reduzierte das Schiff die Geschwindigkeit auf etwa 3 km/h. Vermutlich war der Liegeplatz belegt. Die Überfahrt dauerte also mehr als zwei Szubden. Beim runter fahren dann eine Passkontrolle und dann die Zollabwicklung und Fahrzeug/Gepäckkontrolle. Das war entspannt. Ich musste nur meine Reisetasche und den Koffer meiner Mutter ausladen und öffnen. Das wurde kurz inspiziert und das wars! Normalerweise werden die kompletten Fahrzeuge geröntgt, davon keine Spur. Auch die Spürhunde haben um mein Fahrzeug einen Bogen gemacht. Umso besser. Ich nehme das Einreisedokunent fürs Fahrzeug entgegen und ziehe von dannen. Nur ungefähr eine Stunde. Da liest man von schlimmeren Szenarien.
Die Einfuhr von Drohnen ist streng verboten. Beim Röntgen fallen die auf und werden beschlagnahmt. Bei der Ausreise kann man die dann wieder abholen. Heute wäre das keinem aufgefallen...
Auf den Fähren haben sie nicht so gerne gefüllte Reservekanister. Also hatte ich meinen Kanister gestern verbraucht. An der ersten Tankstelle an der ich getankt habe, wurde mir das Befüllen des Kanisters verweigert. Auf meine Rückfrage wieso erhielt ich keine Antwort. Der hat mich nicht verstanden. Beim nächsten Tanken war sogar ein Aufkleber an den Zapfstellen, dass keine Kanister betankt werden dürfen. Der Tankwart sprach Deutsch und ich fragte ohn ob er den Kanidter befüllen können. Na klar, war die Antwort. Problem gelöst.
In Marokko wird französisch gesprochen. Im Moment fällt mir der Wechsel der Sprachen noch sehr schwer. Aber das wird sich geben.
Das ist der Abschied von Andalusien

Heute morgen in der Warteschlange an der Fähre (Poleposition)

Die Scheibe ist etwas schmutzig

Und dieser Geselle ist mir zweimal entwischt. Als ich ihn entdeckte und die Kanera bereit machte, kam eine Mautstelle. Er nahm die Spur für elektronische Erfassung. Ich habe eine halbe Stunde gebraucht, bis ich ihn einholen konnte. Dann kam die nächste Mautstelle ![]()
Diesmal war aber niemand vor mir und ich hatte ihn nach ein paar Minuten wieder eingeholt und dann überholt.
Natürlich haben wir gegenseitig gewunken.



























