Posts by RacingOutOfMoney

    So eine Pedalbox macht 2 Dinge:

    • sie verändert die Kennlinie vom Gaspedal: z.B. hast Du bei 30% Pedalweg dann eben nicht 30% Gas gegeben wie in der Serie sondern 50% --> Du bist früher auf Vollgas
    • sie verkürztz das Ansprechverhalten

    Damit ist die psychische Schwelle des VIEL Gasgeben müssen weg, bei sportlicher Fahrweise um die letzten 10tel eventuell ein Vorteil.


    ABER im Gelände, wo es auf feine Dosierung ankommt, einfach nicht passend.

    Gefahren oder Hörensagen?


    Fahr die DTE Box im Wrangler seit 4 Jahren, hab das mittlere Programm (welches Standardmässig bei Inbetriebnahme drinnen war) für mich als derartig gut empfunden, das ich mir sofort dachte: He, warum nicht gleich so.

    Und ja - ich fahr auch Gelände und hab dort ETWAS mehr Drehmoment und Leistung zu dosieren als im Jimny ;-)

    Zusätzlich kann man wie beschrieben mittels Tastendruck weitere Kennlinien abrufen und auch natürlich den Serienstand (wenn man ihn den jemals wieder möchte) einstellen.


    Wobei beim Wrangler ab Werk das Fahrpedal gar fürchterlich kalibriert ist...


    Sprich - es gibt Fahrzeuge, da macht so eine Box definitiv viel Sinn. Vor allem, da die wenigsten Chiptuner ans Pedalkennfeld im Motorsteuergerät ran kommen, was aus Gründen der FuSi (Funktionale Sicherheit) auch gut ist.


    Wie eine Box aber das Ansprechverhalten eines Motors verkürzen soll, musst Du mir bitte mal erklären ;-)


    LG

    Bernhard

    Also mit einem Defender zur Jagd zu fahren geht wohl nur, wenn man entsprechend viel Platz hat. In "normalen" Waldgebieten hat ein schmaler Jimny oder Niva jedoch handfeste Vorteile.

    Und in dem Zusammenhang: Landrover macht ein NEUES Auto mit NEUER Plattform und hat immer noch einen Wendekreis wie ein Öltanker... Vielleicht heißt er deshalb so wie der Vorgänger?


    LG

    Bernhard

    Der neue Defender wird sicherlich nicht im Busch rumfahren, zu Reisefahrzeugen umgebaut und dem Handwerker dienen. Es ist ein relativ teurer geländegängiger SUV, von denen mittlerweile massenhaft am Markt sind.

    Hmm, also ich finde, der neue Defender hat relativ wenig Konkurrenz, einzig der Discovery aus eigenem Haus wäre da zu nennen.


    Warum?

    Nun ja, Einzelradaufhängung mit Luftfahrwerk wurde schon angesprochen, dazu 3500kg Anhängelast, die Ingeniummotore sind ziemlich das Beste, was der Markt im Moment hergibt (mein Mädel hat einen in ihrem XF, unglaublich sparsam und flott das Teil).


    Da kommt der Wrangler (Anhängelast, Fahrkomfort), der Landcruiser (Motor/Getriebe), der G (PREIS!), 99% der Süvchen (Geländeperformance) nicht mit.


    Okay - wenn man den neuen Defender zum >100t€ Luxusauto ausstaffiert, wird er m.E. sinnlos, da würde ich was Anderes kaufen (Range Rover Sport, Discovery, Grand Cherokee...), aber die meisten werden mit dem 200PS Diesel und den notwendigeren Extras ausgestattet sein und gut ists.


    Und warum diese dann nicht im Busch rumfahren, ein Dachzelt bekommen (LR hat explizit über die Dachlast sehr viel nachgedacht - über 160kg dynamisch und über 300kg statische Dachlast haben sehr wenige Autos zu bieten) oder einem Handwerker dienen sollen, weiß ich nicht.

    Ein Bekannter von mir ist Bauiunternehmer, für seine Baggerchen braucht er 3,5to Anhängelast. Bislang fährt er RAM, aber der neue Defender interessiert ihn bereits sehr.

    Die abgespeckteren Ausstattungen werden noch kommen, der 90er hat in der Basis kein Luftfahrwerk und wird sicherlich preislich weiter unten angesiedelt sein. Auch eine Variante als Fiskal-LKW mit verblechten Seitenscheiben ist nur eine Frage der Zeit - beim Ur-Defender machte diese einen sehr großen Prozentsatz aus.


    LG

    Bernhard

    Ups, das sollte in den Defender Thread, aber den neuen Wrangler finde ich auch zu teuer. Einfach mal 10.000 € mehr als das Vorgängermodell.

    Das dürften auch die Händler merken - beim JL sind größere Rabatte drinnen als beim JK...

    Tageszulassungen und Co sollen ein bissl die Wogen glätten.

    RacingOutOfMoney


    Ob der Gelände kann, wird kaum eine Rolle spielen, denn das Klientel, die solch ein Fahrzeug kauft, fährt damit nicht ernsthaft ins Gelände. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Das werden wie bei allen anderen Fahrzeugen dieser Art der Manager sein und die Gattin vom Zahnarzt. Der neue Defender ist wie die neue G-Klasse. Zu teuer und viel zu viel Schnick-Schnack für die allermeisten Leute und harten Bedingungen. Gebraucht kaufen fällt auch aus, weil die Ersatzteile auch entsprechend bepreist sind. Der Name Land-Rover ist nur noch blanker Hohn. Nun gut, LR wird’s vllt. eh nicht mehr lange geben, schließlich gibt es im Luxus-SUV Segment genügend Konkurrenz.

    Also ob der Prozentsatz der im Gelände bewegten Jimnys da wesentlich höher ist, wage ich zu bezweifeln...

    Hi


    Ich habe den neuen Defender bereits auf diversen Teststrecken in Europa performen gesehen - der kann Gelände.

    ICH persönlich finde den Schritt von JLR absolut konsequent:

    ENDLICH fährt das Ding wie ein Auto und nicht mehr wie eine selbstfahrende Arbeitsmaschine (sorry - bin dieses Jahr eine Woche Transsylvania Trophy am Beifahrersitz eines Defenders gefahren, alleine die Sitzposition ist ein Graus, Platz keiner und das Fahrverhalten trotz tollem Fahrwerk nicht der Bringer, sobald es flott wird. Aber JA, er ist KULT und mir gefällt ein jeder Landy, umso älter, umso besser).

    Ich finde es ehrlich gesagt schade, das Mercedes beim neuen G nicht so konsequent war - sondern vorne Einzelrad und hinten Starrachse wie bei einem x-beliebigen Pickup einbaut.

    Und - wer jemals einen schweren Anhänger zu ziehen hat, wird Einzelrad mit Luftfedern lieben - bei uns gibt es genau für diesen Zweck einen älteren Discovery III, der das perfekt kann.

    Bis auf die viele Elektronik seh ich nur Vorteile - und ohne geht es heute sowieso nicht mehr.


    Und wie ihr beim Konfigurieren immer auf 100k€ kommt, verstehe ich nicht.


    Ich hab auch mal sinnvoll konfiguriert.

    Leder muss in so einem Auto nicht sein, ergo reicht die einfachste Ausstattung.

    Kostet in Österreich (und bei uns ist ordentlich NoVa drauf) knapp 66k€.

    Da ist aber LED Licht, Navi, Klimaautomatik sowie die formidable ZF 8 Gang Automatik schon immer drinnen. Der 200PS Diesel reicht locker meines Erachtens.

    Mit ein paar Extras, welche die Offroadperformance verbessern sowie einer Anhängekupplung, dem Panoramadach usw. komm ich gerade mal auf 80k.

    Klar - man KANN locker auf 100k hochkonfigurieren, aber nötig ist das nicht.


    Ich habe ihn übrigens das erste Mal live dieses Wochenende beim Goodwood Revival live gesehen. Okay, die Farbe bräuchte ich nicht, schwarz wäre mein Favorit.





    LG

    Bernhard

    Kurze Info aus Österreich: ein Jimny mit 102PS/75kW kost in Österreich bei jährlicher Zahlung 379,44 Euro, bei monatlicher 34,78 Euronen...

    Dazu zahlen wir am Kaufpreis des Handschalter 13% Nova, beim Automaten 16%...


    LG
    Bernhard

    Hallo Bernhard, was du aber nicht erwähnt hast ist, dass in Österreich du mit dem Wechselkennzeichen 3 verschiedene Fahrzeuge fahren kannst und nur für das Fahrzeug mit der höchsten Haftpflichtprämie und die höchste motorbezogene Versicherungssteuer bezahltst. Das ist dann ja wieder mal nicht so schlecht! Vorausgesetzt du hast mehrere Fahrzeuge. Gruß nach Österreich der Rhöner:)

    Servus,


    das hast Du recht und ich nutze es auch entsprechend - bloß kostet es bei stärkeren Fahrzeugen bei uns so überproportional mehr, da fährst noch immer teurer... Außer du hast 3 fette Amis mit 7L und 140PS eingetragener Leistung auf Wechselkennzeichen- die wären wiederrum bezahlbar....

    Kurze Info aus Österreich: ein Jimny mit 102PS/75kW kost in Österreich bei jährlicher Zahlung 379,44 Euro, bei monatlicher 34,78 Euronen...

    Dazu zahlen wir am Kaufpreis des Handschalter 13% Nova, beim Automaten 16%...


    LG
    Bernhard

    Ja, ich weiß das meine Sperre funktioniert UND ich weiß WIE sie funktioniert.


    Und das kurvenäußere Rad läuft eben annähernd leer mit - so wie es gedacht ist. Sonst könnte man das Diff gleich verschweißen....


    LG
    Bernhard

    Also - die Erklärung der Funktionsweise stimmt so NICHT.

    Die Lunch Box Locker übertragen das Moment auf der Strasse nur auf das kurveninnere Rad, das Äußere läuft mehr oder weniger "leer" mit - wobei es eben nicht wirklich leer ist, sondern immer wieder die Zahnflanken über die Rastscheiben des Lockers überspringen.

    Funktioniert überraschend gut - solange ein Drehmoment anliegt. Gerade aber das Rollen durch eine Kurve kann zu Verspannungen führen, da dann beide Flanken (eine Schub/eine Zug) auf Spannung anliegen - dann kracht es schon mal.


    Beim schnellen fahren auf Schotterstraßen im 2WD hingegen ist das Fahrverhalten etwas indifferent - es wechselt ständig zwischen leichtem Unter- und Übersteuern, je nachdem wie die Flanke gerade anliegt und doch auch aufs äussere Rad Moment überträgt. Da hilft dann 4H.


    Für ein 90% Straßenfahrzeug ist der Locker sicher ein Kompromiss, im schweren Gelände aber super - im Kermit möchten wir nichts anderes haben. Keine Frage, ob Sperre oder nicht, ob eingerastet oder nicht - bedingungslose Traktion unter allen Bedingungen.


    LG
    Bernhard


    P.S.: Auch eine Quaife-Sperre ist im Nassen bei einem kurzen Hecktriebler nicht ohne - wo sonst nur das kurveninnere Rad durchdreht, drehen dann beide durch - und die Seitenführung ist dahin. Allerdings bei einer Quaife wesentlich besser kalkulierbar als bei einem Locker, der eher starr und schlagartig in solchen Situationen hart einkuppelt.

    Hab mich mit der FMVSS 208u (=Fussgängerschutz) zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn sehr intensiv auseinandersetzen müssen/dürfen.


    Das Gesetz für Frontschutzbügel findest Du hier: https://eur-lex.europa.eu/lega…PDF/?uri=CELEX:32005L0066


    und besagt exakt das Selbe, wie in der FMVSS 208u dargestellt: https://www.nhtsa.gov/sites/nhtsa.dot.gov/files/nprm_208.pdf


    Sprich - die selbe Anforderung. Nicht mehr/nicht weniger.


    Das es besser werden könnte ist theoretisch schon möglich, aber man schützt damit niemanden. Der Text den Du zitiert hast, ist eine wohlwollende, journalistische Formulierung - mehr nicht.


    Das diese Schutzbügel komplett fürn Hugo sind und im Falle eine Unfalles mehr kaputt machen also ohne das Zeugs, ist sowieso ein Fakt.


    LG
    Bernhard


    P.S.: Zum Erscheinungsjahr (2007!) des Artikels kann es übrigens sogar gestimmt haben das ein nachträglich angebauter Bügel den Fussgängerschutz verbessert hat - da etliche PKWs aus älteren Beständen die FMVSS 208u noch gar nicht erfüllten. Heutzutage ist dies aber nocht mehr wirklich der Fall.

    Den Unfallschutz kann man noch verbessern wenn man das will, dafür gibt es z.B. Personenschutzbügel zum Nachrüsten. Diese haben allerdings nichts mehr mit dem von Dir genannten Kuhfängern zu tun,da es kein massives Metall mehr ist, sondern einiges dünner, damit es sich beim Aufprall verformen kann und somit Energie aufnehmen kann. Durch seine Form schützt er auch die Fußgänger vor den eckigen Kanten des Fahrzeugs usw.

    Der sogenannte Frontbügel ist somit am Jimny nicht nur vor der Eisdiele nützlich.;)

    Sorry - das stimmt so nicht ganz. Es gibt inzwischen Bügel, welche je nach Auslegung zulassungsfähig sind. Aber der Fussgängerschutz wird dadurch NICHT verbessert, sondern nur im Bereich des (halbwegs) legalen nicht verschlechtert.


    SInd ergo sinnlos - schützen weder Fahrzeug noch sonstwas.