Ungebremste Anhängerlast

  • Dann wärst du der Erste der das irgendwie hin bekommt.

    Problem ist, das die Bremsanlage das ja auch mitmachen können muss.

    Selbst mit Diesel Bremsanlage auf dem Benziner musst du dann einen Prüfer finden der das eigenverantwortlich abnimmt.

    Anders sein...
    Leicht modifizierter Jimny Diesel: OME-Fahrwerk , Excenterbuchsen, 50mm Bodylift, 235/85R16 Federal Couragia auf 7x16 Vitarafelgen, 60mm Spurverbreiterung, Kürzere Differenziale, Automatische Sperre hinten, Scheibenbremsen hinten, Stabitrenner, Stahlflexbremsleitungen etc etc etc

  • Problem wird übrigens nicht nur die Bremse sein, sondern die Fahrstabilität - vor allem bei einer Bremsung in Kurven schiebt es das Heck dann schon gar garstig gen Kurvenausgang.


    Alles was weiter als bis zum Bauhaus geht, fahre ich selbst nur ungern ungebremst mit so einem leichten Zugfahrzeug.

    Du weißt, das psychologisch betrachtet das dringende Bedürfnis sich mit laut kreischenden Motorgeräuschen und Aufmerksamkeitserregung in Wahrheit der kindliche Schrei nach der Mutter steckt?

  • OK, nach Telefonaten mit TÜV, Suzuki Deutschland und noch ein paar Firmen scheint mein Vorhaben nicht möglich. Nun aber mal zur Realität. Ich habe nun schon diverse Fahrzeuge mit gebremsten und ungebremsten Anhängern bewegt. Meistens so Mittelstrecke, also Urlaubstouren nach Südeuropa aber mindestens bis in die Alpen. Jetzt war ich noch mit dem Jimny in Österreich mit einem ungebremsten Anhänger auf dem mein Uralgespann transportiert wurde. Es war so ziemlich alles an Fahrsituationen dabei. Schnee, Eis, Landstraßen in kurvig und natürlich Autobahn. Festzustellen ist, dass die Motorleistung für sowas ausreicht, aber Geduld braucht. Aber wenn er rollt dann ist gut. In keiner Situation kam in die gesamte Fuhre Unruhe rein. Auch nicht auf der Autobahn bei Gefälle mit 110 und einer Vollbremsung auf 30 runter. Die Bremsen haben das locker geschafft. Das sah an meinem T3 mit Scheibenbremsen schon deutlich schlechter aus. Sicherheitsreserven scheinen genug vorhanden zu sein. Aber ich werde nun mal den Anhänger tauschen. Habe keine Lust, dass man mich auf der nächsten Tour still legt.

    Danke an euch für die Antworten.

  • Der T3 mag schlechter bremsen (hat hinten übrigens auch nur Trommeln, welche wenig mitbremsen - nach 200tkm sind die Beläge immer noch gut), das Fahrzeug ist auch ein klitzeklein bisschen älter - die Stabilität jedoch ist beim T3 weitaus höher aufgrund seines Gewichtes, seines Radstandes und seines aufwändigeren Fahrwerks.

    Brems mal IN der Kurve mit nem ungebremsten Hänger...


    Gebremster Hänger ist immer die bessere Variante.


    LG
    Bernhard

    Du weißt, das psychologisch betrachtet das dringende Bedürfnis sich mit laut kreischenden Motorgeräuschen und Aufmerksamkeitserregung in Wahrheit der kindliche Schrei nach der Mutter steckt?

  • Natürlich kannst du am Jimny auch mit 1000kg ungebremste Anhängelast herumfahren.

    Das geht in 99% der Fälle auch gut. :thumbup:

    Du musst dir nur vor Augen halten das es nicht erlaubt ist und das du im Fall der Fälle ein größeres Problem hast.

    Wir sind alle Erwachsen und müssen mit den Konsequenzen umgehen können. ;)

    Anders sein...
    Leicht modifizierter Jimny Diesel: OME-Fahrwerk , Excenterbuchsen, 50mm Bodylift, 235/85R16 Federal Couragia auf 7x16 Vitarafelgen, 60mm Spurverbreiterung, Kürzere Differenziale, Automatische Sperre hinten, Scheibenbremsen hinten, Stabitrenner, Stahlflexbremsleitungen etc etc etc

  • Alles Geschriebene ist mir ja bekannt. Übrigens habe ich auch in Kurven gebremst. Alles gut. Wie ich ja schon oben schrieb, werde ich auf einen gebremsten Anhänger umsteigen, um dem evtl. Ärger aus dem Weg zu gehen. Dies wollte ich halt vermeiden, weil ein gebremster Anhänger auch wieder mehr Gewicht bedeutet. Aber lässt sich ja nicht ändern.

  • IMO fährt sich der Jimny mit einem gebremsten Anhänger (850 kg Gesamtgewicht) doch ganz gut. Da schiebt halt nichts beim Bremsen.

    Ich hab einen mit 100km-Zulassung, also mit Stoßdämpfern. Da hoppelt hinten auch nix und der läufft sauber hinterher.

    Während der normalen Fahrt merkt man den Hänger eigentlich nicht.


    Was auch klar ist: mit 86 PS und 130 Nm Drehmoment kann man im Straßenbetrieb keine Beschleunigungs-Orgien feiern.

    Da geht alles gemächlich.


    Und mit Geländeuntersetzung zieht der alles weg...

  • Unser gebremster Wowa hat im Einsatz 750kg Gesamtgewicht (auf einer geeichten Waage gewogen), 850kg wären möglich. Er hat ne Antischlingerkupplung W3000 mit neuen Belägen, neue Stoßdämpfer und 100km/h-Zulassung.
    Trotzdem sind nur 50...60km/h im 3. Gang auf der A9 beim Hermsdorfer Kreuz von Eisenberg hoch möglich.
    Macht so kein Spaß wenn die LKWs von hinten schieben, hupen und beim Überholen einem Streichholzschachteln auf die Motorhaube werfen...

  • Ich hab mit meinem guten Bekannten (ist beruflich DEKRA Prüfer) mal über das Thema ungebremster Anhänger und 100Km/h Regelung gesprochen. Selbst bei meinem 2,2Tonnen schweren LC darf ich die 100Km/h Regelung nicht anwenden(mit meinem 750KG Hänger) da der zu "leicht'" ist . Er müsste leer 2,5T eingetragen haben . Ich hab dann gesagt dass ich das total übertrieben finde .... da hat er mir deutlich widersprochen - die tatsächliche Last ohne Bremse hinten auf das Fahrzeug ist wohl doch dermaßen groß, dass die Fuhre ruckzuck ins Schlingern kommen kann - im Gegensatz zu einem gebremsten Hänger der bei mir bis zu 3,5T bei passender Eintragung haben könnte. Unterm Strich bedeutet das : nicht mehr ungebremste Last auf die Ahk bringen wie eingetragen. Max die Anhängelast plus Stützlast - was aber auch schon Grenzwertig ist.

    Gruß Oli/Hydro