Alternativen zum Jimny

  • Das wird sie aber auch bei "E", es wird keiner ernsthaft glauben daß hier keine Teuerungen stattfinden, vielleicht eher als so mancher glaubt. Steuerfreiheit, vergünstigte Lademöglichkeiten, "Bonus" beim Kauf von "E"-Neuwagen werden spätestens dann ausser Kraft gesetzt wenn eine gewisse Marktdurchdringung erreicht ist!

    Ich bin klar pro Elektroauto, aber ich finde es völlig unverständlich warum Elektroautos weniger oder gar keine Strassenverkehrsabgaben(keine Ahnung wie das genau in Deutschland heisst) bezahlen. Umweltprämie kann ich noch verstehen wenn man die bekommt, aber ein 2+ Tonnen Tesla von den "Strassensteuern" ausnehmen mit denen der Unterhalt der Strassen bezahlt wird ist einfach nur ein Witz.

  • Du liegst vollkommen richtig, freiwillig wird sich nie etwas ändern. Es gibt nur zwei Möglichkeiten die Menschen dazu zu bewegen etwas zu ändern, Preis oder Verbot.

    Das sehe ich anders. Ein technisch oder/und preislich besseres Angebot könnte ja auch funktionieren. Die Leute über Preis oder Verbot zu zwingen kann m. E. ganz schön nach hinten losgehen

    Klar kann das funktionieren das bestreite ich nicht nur wird es immer Leute geben die nicht umsteigen.

    Als bekannt wurde das die Glühbirne verboten wird gingen viele sich noch einen Vorrat kaufen anstatt einfach auf die stromsparenden Alternativen zu wechseln. Ich kenne jemanden der hat sich einen Vorrat angelegt der für 20 Jahre oder so reicht. Jetzt ist er umgezogen und hat in der Wohnung eingebaute LED-Lampen :D

    Ein weiteres Beispiel sind Ölheizungen, nicht wenige haben schnell noch vor dem Verbot die Heizung saniert nur das sie noch 10 Jahre oder so weiter die Luft verpesten können. Das bei einem Hausverkauf die immer noch vorhandene Ölheizung den Wert mindert ist nur noch ein weiterer Grund zu wechseln.


    Es bleibt abzuwarten wie viel am "letzten" Tag noch ein Verbrenner einlösen....

  • Ich wage mal zu unterstellen, daß beim Thema "Glühbirnen" weniger Emotion im Spiel ist als beim Auto. Nach deiner Logik müssten dann sämtliche Verbrennerfahrzeuge am Tag X ausser Betrieb gesetzt werden müssen! Mithin also neben Fahrzeugen "des täglichen Gebrauchs" auch alle Oldtimer, Motorräder, Mopeds, LKW, Traktoren, Wohnmobile und was sonst noch so umher fährt. Und dagegen wehre ich mich ! Es kann nicht das Ziel sein alle Leute zu etwas zu zwingen!


    Auch Dein Beipiel mit den Heizungen: ich habe Verständnis für Leute, welche hier "noch schnell" ihre Ölheizung erneuern. Ihr Ziel ist es nicht die Luft zu verpesten, sondern eine Heizung zu besitzen, welche aller Wahrscheinlichkeit nach 20, 25 Jahre ihren Dienst mit vertretbarem Aufwand tut. Das vergleichst Du mal bitte mit Wärmepumpen, Gasthermen usw. Die erneuerst Du in diesem Zeitraum meist 2x, wenns blöd geht sogar 3x. Das muß 1.) bezahlt werden und 2.) ist der Umwelt sicher auch kein Gefallen getan, wenn 3x ein Produkt hergestellt werden muß, welches früher für die gleiche Betriebszeit nur 1x gebaut werden musste.


    Man darf auch mal ganz klar hervorheben, daß trotz gestiegenem Individualverkehr, mehr zugelassenen Fahrzeugen und höheren Km-Leistungen p.a. die Emissionen mehr als nur deutlich gesunken sind (teils auf bis zu 10% des jeweiligen Werts von 1990). So ganz falsch hat man sich also die letzten 30 Jahre nicht verhalten, wenngleich natürlich weitere Verbesserungen anzustreben sind. Dies kann aber m.E. nicht mit Verboten geschehen (oder Vorgaben bzw. Veränderungen, welche diesen gleich kommen).


  • Man darf auch mal ganz klar hervorheben, daß trotz gestiegenem Individualverkehr, mehr zugelassenen Fahrzeugen und höheren Km-Leistungen p.a. die Emissionen mehr als nur deutlich gesunken sind (teils auf bis zu 10% des jeweiligen Werts von 1990). So ganz falsch hat man sich also die letzten 30 Jahre nicht verhalten, wenngleich natürlich weitere Verbesserungen anzustreben sind. Dies kann aber m.E. nicht mit Verboten geschehen (oder Vorgaben bzw. Veränderungen, welche diesen gleich kommen).

    Glaubst du ernsthaft das die Autoindustrie freiwillig Abgasreinigungen usw. entwickelt hätte wenn es keine gesetzliche Vorgaben geben würde ?

    Dann würden wir immer noch verbleiten Sprit fahren ;)

    Ist natürlich in vielen anderen Bereichen genauso, freiwillig wird nicht in Umweltschutz investiert.

  • Die Autoindustrie hat aber (wohl aus finanziellen Gründen) auch aktiv betrogen, und das war definitiv Mist. Nicht, daß ich das gut finde, dennoch sind die Zahlen doch mehr als nur deutlich nach unten gegangen.


    Um zu Deiner Frage zurückzukommen: es ist auch eine Frage WIE Ziele definiert werden - über Verbote oder über realistisch erreichbare Ziele? Alleine schon deshalb, da z.B. Kraftstoffverbrauch usw. immer wieder Themen sind werden die Hersteller schon von sich aus entsprechende Entwicklungen vorantreiben um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Bei anderen Gimmicks (wie z.B. Einparkassistenten und Co) klappt das ja auch hervorragend.

  • Ich wage mal zu unterstellen, daß beim Thema "Glühbirnen" weniger Emotion im Spiel ist als beim Auto

    Mit Garantie, war ja auch nur ein Beispiel zu "Preis oder Verbot".


    Auch Dein Beipiel mit den Heizungen: ich habe Verständnis für Leute, welche hier "noch schnell" ihre Ölheizung erneuern. Ihr Ziel ist es nicht die Luft zu verpesten, sondern eine Heizung zu besitzen, welche aller Wahrscheinlichkeit nach 20, 25 Jahre ihren Dienst mit vertretbarem Aufwand tut.

    Ölheizung sanieren heisst normalerweise alles auszutauschen und neu zu installieren. Mein Vater hat vor über 35 Jahren bei seinem Haus schon eine Wärmepumpe verbauen lassen und musste sie genau so oft ersetzen wie die Nachbarn ihre Ölheizungen. Das Argument wegen Haltbarkeit stimmt also nicht und der Unterhalt einer Ölheizung ist massiv teurerer als bei einer Wärmepumpe. Ich habe schon oft mit "Ölheizern" diskutiert, ihnen Offerten gezeigt von Umrüstungen zu Wärmepumpen und Betriebskosten ausgerechnet. Meistens ist es wie gegen eine Wand zu reden. Warum jemand trotz höheren Kosten wieder eine Ölheizung verbaut bleibt mir unverständlich.... Meine Aussagen beziehen sich auf die Schweiz, keine Ahnung wie die Kosten in Deutschland sind.

    Dies kann aber m.E. nicht mit Verboten geschehen (oder Vorgaben bzw. Veränderungen, welche diesen gleich kommen).

    Es wird so geschehen zu 1000%

  • Ok, Thema Heizungen: meine Wahrnehmung ist diejenige, daß Wärmepumpen oft nicht sehr haltbar sind (so höre ich es jedenfalls von Arbeitskollegen, welche schon teils mehrfach ersetzt haben, und auch ein Bekannter, welcher in einem Heizungsbaubetrieb arbeitet). Kann aber sein daß es da verschiedene Bauarten gibt, da kenne ich mich zuwenig aus.


    Meine Gasheizung arbeitet seit z.B. seit 1995 völlig problemlos, ist sparsam und hat bei den Abgasmessungen stets die Vorgaben erreicht. Von daher: warum tauschen? Mir ist klar daß das nicht für alle Zeiten geht, was danach kommt werde ich sehen.


    Was man auch nicht vergessen darf: das alles kostet viel Geld!! Wer ein Haus hat weiß wovon ich spreche! Daß es Umwletschutz nicht für lau gibt ist klar, denke ich. Dennoch muß es bezahlbar bleiben. Andernfalls wird man in eine andere Abhängigkeit getrieben, das kanns wohl auch nicht sein! Nur mal schauen welche Auflagen Leute haben, welche heute ein Haus bauen möchten, da sist ein einziger Wahnsinn! Interessiert natürlich diejenigen nicht, welche entweder kein Wohneigentum haben oder soviel verdienen, daß es ihnen wurscht ist! Und interessiert auch die Legislative nicht.....(ob irgendwelche Förderungen den Mehraufwand ausgleichen muß man wohl im Einzelfall betrachten)

  • Wolfgang fährt Oldtimer. Die dürften auch in Zukunft weiterhin Bestandschutz haben.

    Hat man bei Oldtimer keine Kilometerbeschränkung pro Jahr? In der Schweiz sind es so viel ich weiss 3000Km das reicht nicht für ein Alltagsfahrzeug.

    Ist das nicht nur für die Versicherung als Oldtimer relevant?

  • Soweit ich weiß kann die Versicherung das selbst festlegen, eine gesetzliche Vorgabe bezgl. gefahrener km gibt es - meine ich - nicht. Bei uns gibt es ja sowohl ein "H"-Kennzeichen (für "historisch"), das kann man theoretisch jeden Tag nutzen, ausserdem die rote "07", das ist ein Schild für Probefahrten oder z.B. auf Oldtimerveranstaltungen. Letzteres kann man demzufolge natürlich nicht täglich nutzen.

  • Was man auch nicht vergessen darf: das alles kostet viel Geld!!

    Ja genau, darum verstehe ich es auch umso weniger das man eine Ölheizung erneuert. Wärmepumpen kosten etwa gleichviel wie eine Ölheizung, bei einer Sanierung kommt es etwa aufs gleiche raus, ich habe aber auch schon Offerten gesehen wo die Wärmepumpe günstiger war.

    Die Energiekosten in der Schweiz sind pro KW bei etwa 0.11 CHF bei einer Ölheizung und bei etwa 0.05 CHF bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die Unterhaltskosten sind bei der Ölheizung etwa 2-3 mal so hoch wie bei der Wärmepumpe. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 20 000kWh hat man bei der Ölheizung jährliche kosten von ~ 2850 CHF bei der Wärmepumpe etwa 1250 CHF.


    Es liegt also nicht an den Kosten das man die Ölheizung erneuert und nicht auf Wärmepumpe umsteigt. Mir ist natürlich klar das es nicht überall geht auf Wärmepumpe umzusteigen.

  • Lordmungg das ist so.

    Die Luft-Wasserwärmepumpe ist in der Anschaffung sehr günstig und läuft auch lang ohne hohe Wartungs- und Energiekosten.

    Aaaber...

    Ohne Bodenheizung macht sie aufgrund der geringen Vorlauftemperatur wenig Sinn. Such wenn in der Schweiz viele selbstverständlich bei einer Renovierung auf Bodenheizung umsteigen, in Deutschland und sicher auch in den meisten anderen Ländern, ist das eher noch Luxus.


    Ohne entsprechend gut gedämmtes Haus und ohne Photovoltaik, hat man im Winter eine Elektronheizung laufen, weil die einfache Luft-Wasserwärmepumpe das in kalten Wintern nicht mehr wuppt. Mit Erdwärme sieht das schon wieder anders aus. Hier übersteigen die Anschaffungslosten jedoch auch die der Ölheizung.


    Eine Ölheizung zu tauschen, die jünger als zehn Jahre ist ohne gleichzeitig rundum zu sanieren macht also wenig Sinn.


    Ist aber auch okay. Es reicht wenn viele umsteigen.

    Auch müssen nicht alle Verbrenner abgeschafft werden.

    Plastik muss nicht gänzlich ersetzt werden.

    Nicht jeder muss 100% vegan sein.

    Es ist auch okay, wenn nur der grösste Teil des Abfalls recyclet wird.

    Es reicht, wenn die meisten geimpft werden.

    Es reicht, wenn viele vom Verbrenner auf etwas "besseres" umsteigen.

  • Die Energiekosten in der Schweiz sind pro KW bei etwa 0.11 CHF bei einer Ölheizung und bei etwa 0.05 CHF bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die Unterhaltskosten sind bei der Ölheizung etwa 2-3 mal so hoch wie bei der Wärmepumpe. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 20 000kWh hat man bei der Ölheizung jährliche kosten von ~ 2850 CHF bei der Wärmepumpe etwa 1250 CHF.


    Es liegt also nicht an den Kosten das man die Ölheizung erneuert und nicht auf Wärmepumpe umsteigt. Mir ist natürlich klar das es nicht überall geht auf Wärmepumpe umzusteigen.

    Wärmepumpen gerne mal ein Streßfaktor mit den Nachbarn weil nicht ganz leise.

    Bei wirklich tiefen Temperaturen, wenn die größte Wärmeabnahme erfolgt, kommen die an ihre Grenzen und man muß anderweitig zuheizen (also noch eine andere Beheizungsart vorhalten).

    Dann bräuchte ich Fußboden oder Wandheizungen, die mit geringer Vorlauftemperatur auskommen.

    Klar, Fußbodenheizung könnte hier auch rein, die Kosten würde ich dann aber dem Preis der Wärmepumpe zuschlagen. In den Böden liegen ein einige m³ Schlacke, auch die müßten teuer entsorgt werden. Also wird die Wärmepumpe nochmal teurer, sprich die Anfangsinvestition ist sehr hoch.

    So muß ich rechnen.

    Wie lange die einzelnen Bauteile der Heizungen halten, kann mir jetzt keiner sagen, da kann ich bei jeder Heizung ein Montagsmodell erwischen, das kann sowohl bei Wärmepumpen als auch bei anderen Heizungen ein hübscher Kostenfaktor werden.


    flo

  • Das wird viel einfacher geregelt, Steuern und Benzin wird so teuer werden das sich der normale Bürger sowas nicht mehr leisten kann. Warte mal ab was spätestens nach der nächsten Bundestagswahl passieren wird

    Du liegst vollkommen richtig, freiwillig wird sich nie etwas ändern. Es gibt nur zwei Möglichkeiten die Menschen dazu zu bewegen etwas zu ändern, Preis oder Verbot.

    Wenn die anderen Länder nur 20% von dem machen würden wie wir Deutschen wäre alles gut.

    Aber wir sollen jeden Tag 8 Stunden Arbeiten, viel Steuern zahlen und uns um Gottes Willen nicht vergnügen.

    Warum müssen wir mit verboten und anderen Druckmittel immer gegänelt werden.

    Alkeine das Forum hier, da laufen Server und unzählige Endgeräte und verbrauchen Strom.... Und das zum Spaß.

    Wird wahrscheinlich auch bald verboten.

    Internet zum Vergnügen GEHT GAR NICHT....

  • Du liegst vollkommen richtig, freiwillig wird sich nie etwas ändern. Es gibt nur zwei Möglichkeiten die Menschen dazu zu bewegen etwas zu ändern, Preis oder Verbot.

    Wenn die anderen Länder nur 20% von dem machen würden wie wir Deutschen wäre alles gut.

    Aber wir sollen jeden Tag 8 Stunden Arbeiten, viel Steuern zahlen und uns um Gottes Willen nicht vergnügen.

    Meinst du in anderen Länder läuft das anders ? Es gibt etliche Länder mit viel strengeren Vorschriften und Verboten, andere sind in Sachen Umweltschutz, Müllvermeidung usw. um Längen voraus. Auch das Autofahren ist in anderen europäischen Länder viel teurer,

    aber in D wird auf hohem Niveau gejammert :)


    Das hat allerdings immer noch nichts mit Alternativen zum Jimny zutun, macht doch einen neuen Thread auf;)

  • Wenn die anderen Länder nur 20% von dem machen würden wie wir Deutschen wäre alles gut.

    Aber wir sollen jeden Tag 8 Stunden Arbeiten, viel Steuern zahlen und uns um Gottes Willen nicht vergnügen.

    Meinst du in anderen Länder läuft das anders ? Es gibt etliche Länder mit viel strengeren Vorschriften und Verboten.....

    Das machts jetzt echt nicht besser zu wissen das es woanders auch Scheiße ist....