Hohlraumversiegelung überflüssig?

  • Die "weiche Mischung" wird genauso verarbeitet wie das normale Fett. Bedeutet auf rund 100°C erhitzen und mit Druckbecherpistole und Sonde in die Hohlräume einbringen. Also wird auch ein Kompressor gebraucht. Auf zugängliche Flächen kann man das auch (idelaerweise zu einer pastösen Konsistenz angewärmt) mit dem Pinsel auftragen. Z.B Türinnenseiten. Die höhere Kriechfähigkeit wird bei einem relativ neuen Auto nicht gebraucht, der Nachteil, dass das dann noch lange Zeit überall raustropft überwiegt m.E.. Alternativ ist es möglich, rostige Stellen mit Fluidfilm (das kriecht noch besser, kann auch mit normaler Pistole oder Handpumpe verteilt werden) vorzubehandeln und dann das Fett als zweite Schicht aufzubringen. Für die äußere Anwendung würde ich das nicht empfehlen, denn das Fett gibt mit Dreck eine üble Pampe.

    Es gibt natürlich auch bei diesem Thema die "viel hilft viel" Fraktion, aber ich bin beim Wrangler mit einer 4Kg Dose für den Rahmen und kleinere Hohlräume hingekommen. Besser als Fettklumpen an einigen Stellen ist ein gleichmäßiger Auftrag, der auch eine spätere Kontrolle mit einem Endoskop erlaubt. Ggf. nach einigen Jahren wiederholen. Man kann das selbst erarbeiten und es ist auch nicht notwendigerweise die Reiesensauerei, über die manchmal berichtet wird. Ob man die schrauberischen und ausstattungsmäßigen Voraussetzungen mitbringt, muss man sich selbst ehrlich beantworten. Wenn man Druckluft hat, kann man das übrige Werkzeug auch ausleihen. Hier ist eigentlich alles zum Thema beschrieben:

    https://www.korrosionsschutz-depot.de/

  • Beide Sorten müssen für Hohlraumanwendung erhitzt werden, weich wie normales Fett.

    Ein normaler PKW sollte bei guter Verarbeitung mit 3-4Kg in den Hohlräumen geschützt sein - sagt man. Der Jimny ist zwar klein, hat dafür aber den Leiterrahmen zusätzlich, so dass die Menge passen sollte.

    Wichtig dabei ist aber, dass wirklich gut erhitzt und mit Nebelwirkung gesprüht wird, so dass sich das Fett ordentlich in den Hohlräumen verteilt, und Ablauföffnungen möglichst nicht durch das Fett verstopft werden.

    Sofern die Abläufe frei bleiben ist etwas mehr Menge auch kein Schaden, da das Fett an heißen Sommertagen zu kriechen beginnt und sich weiter verteilt (bessere Schutzwirkung), was allerdings oft auch dazu führt. dass das Auto sein Revier markiert.

    Wenn man untenrum auch noch Flächen damit versiegeln möchte muss diese Menge natürlich auch nochmal zur Hohlraummenge hinzugerechnet werden.

  • Die drei Jahre Test in Ö und Süddeutschland dürften schon aussagekräftig sein.

    Mein letzter Hilux hat, obwohl ab Händler mit Wachs behandelt, nach 3 Jahren am

    Rahmen gut angefangen zu blühen, das obwohl ich ihn im Winter bei Salzwetter

    kaum genutzt habe.


    Mich beschäftigt die Frage ob man den Falz wo das Dach aufgelegt ist schützen sollte,

    denn bei einem LC mit Regenrinne war das nach einiger Zeit durch gerostet.................

    Vielleicht nehme ich mal den Himmel ab und schau mir das an.


    Was mir an meinem Schwarzen grundsätzlich auffält ist, wie sparsam der Decklack aufgetragen ist,

    wenn man die Motorhaube öffnet ist alles Grau.

    Clio II 2004 159.000 km.

    Mondeo V6 2001 270.000 km.

    Bis 1.2020 Hilux Revo. <X

    Ab 20.2.2020 Jimny GJ in Schwarz