AT - Reifenwahl für den GJ

  • Hallo Gemeinde,


    nachdem mein Händler Hoffnung weckte, dass ich in jedem Fall einen GJ bekommen werde, möchte ich schon paar Teile vorab besorgen und hierzu gilt es eine Reifenwahl zu treffen.

    Mit ist bewusst, dass hier bereits Unmengen mehr oder weniger aktuelle Infos dazu an verschiedenen Stellen verstreut platziert sind, so dass ich hoffe, hiermit die relevanten Angaben zwecks besserer Übersicht an einer Stelle in aktueller Form gebündelt zu bekommen.


    Obwohl der Jimny offenbar schon mit den relativ glatten Serienreifen im Gelände eine Macht ist, und damit erst dort wirklich hängen bleibt, wo die meisten anderen gar nicht erst hinkommen, sollen es AT Reifen werden, schon alleine auch wegen der Optik, und die Winterzulassung soll natürlich auch mit gegeben sein.


    Nicht extra erklärt werden braucht hier - weil allgemein bekannt - dass reine Winterreifen bei Schnee und Eis besser, der Regenreifen bei Nässe, der Sommerreifen sparsamer und mit kürzerem Bremsweg auf heißer Bahn, und der MT im Gelände besser sein wird.


    Gesucht wird hier daher ausdrücklich das bei Nässe oder winterlichen Straßenverhätnissen gewissermaßen geringste Übel unter den AT Gummis vorzugsweise in 215/75-15.


    Schonmal vielen Dank im Voraus für die Hilfestellung!


    Schöne Grüße aus dem Nürnberger Land

    Roman

  • Gesucht wird hier daher ausdrücklich das bei Nässe oder winterlichen Straßenverhätnissen gewissermaßen geringste Übel unter den AT Gummis vorzugsweise in 215/75-15.

    Yokohama Geolandar A/T GO15

    Ich bin eigentlich ein netter Kerl.
    Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen!

  • wobei viele Würfelfahrer wegen der Optik eher auf den Goodrich BFG setzen.


    Der sieht einfach mehr nach Offroad aus! ^^


    Was den Kompromiss angeht - ich fahre den mittlerweile ein Jahr und bin hochzufrieden! :)

  • Morgen,

    also ich bin mit meinen BF Goodrich (215/70R16) auch sehr zufrieden: im Gelände kann ich mich absolut nicht beschweren – und bei Wasser auf der Straße fährt man halt was langsamer (vor allem im Kreisverkehr) und mit noch mehr Abstand. Aber ich denke, dass muss man dann mit dem Geolandar auch, oder?

  • Hallo, ich fahre jetzt seit 7000 km den Cooper Discoverer AT3 mit 3PMSF
    Ich bin sehr zufrieden damit.
    Den gibt es zwar nur in der Originalgröße und nicht als 215, aber durch den eckigen Querschnitt sieht er deutlich kerniger aus als die Serienreifen. Und das Profil gefällt mir besser als das des Yokohama.
    Obendrein ist er sehr günstig zu haben.
    Er ist so gut wie nicht zu hören und hat mich noch nie negativ überrascht. Schnee gab es hier allerdings noch keinen. Da kann ich nicht wirklich was dazu sagen. Aber trocken, nass, Geröll und Sand geht gut. (War gerade erst in Süd-Marokko unterwegs.)

  • Eben habe ich an der Tankstelle mit einem Jimny Fahrer gesprochen, er ist mit

    dem General Grabber sehr zufrieden und fährt den sowohl auf dem GJ als auch auf dem

    Amarik.

    Clio II 2004 159.000 km.

    Mondeo V6 2001 270.000 km.

    Bis 1.2020 Hilux Revo. <X

    Seit 20.2.2020 Jimny GJ in Schwarz

  • Morgen,

    also ich bin mit meinen BF Goodrich (215/70R16) auch sehr zufrieden: im Gelände kann ich mich absolut nicht beschweren – und bei Wasser auf der Straße fährt man halt was langsamer (vor allem im Kreisverkehr) und mit noch mehr Abstand. Aber ich denke, dass muss man dann mit dem Geolandar auch, oder?

    Nein, muss man mit dem Yokohama Geolandar eben nicht. Bei Nässe auf der Straße ist zwischen den Beiden schon ein deutlicher Unterschied.

    Ich habe auch schon mit dem GJ den BFG bei Nässe ca. 200 km gefahren und ich musste bei jeder Auffahrt oder Kreisverkehr vor Einfahrt daran denken das ich keine Geolandar sondern BFG drauf habe. Ich wurde immer sofort deutlich dran erinnert wenn ich es mal vergessen hatte.

    Zum Glück war ich nicht so flott wie mit meinem GJ unterwegs gewesen, da er noch nicht eingefahren war und ich habe ihn immer wieder eingefangeen bekommen. Ist aber schon ein mulmiges Gefühl, wie auf Schmierseife oder Öl.

    Und es lag auch nicht daran das die Reifen noch ganz neu waren, die Yokohama hatte ich auch ganz neu die gleiche Strecke bei Nässe gefahren und hatte diese Probleme nicht.;)


    Muss halt jeder für sich die Vor- und Nachteile der Reifen abwägen.

    Für mich sind die Reifen auf jeden Fall mit das wichtigste am Fahrzeug, da sie die einzigen direkten Verbindungen zwischen Fahrzeug und Boden sind. Da kommt es mir mehr auf Funktion an und nicht auf Optik. Wenn die dann auch noch passt dann ist es natürlich super.8)

    Und von der Funktion sind die Yokohama nicht nur auf der Straße gut sondern auch im Gelände und auf Schnee. Für mich einfach der bestmögliche Kompromiß um einen zweiten Komplettsatz Reifen zu vermeiden.:D

  • Danke schonmal für die Einschätzungen!


    Da der GJ als Altagsauto für´s Mädi nutzbar sein soll, ist mir relativ sichere Handhabung wichtig, und Dinge wie die vergleichsweisen Erfahrungen von Malouk sind da schon wertvoll.

    Aber u.a. auch zu den General und Cooper wäre sicher interessant wie die sich im direkten Vergleich zu den Yokohama´s machen...


    Den BFG würde ich in diesem Fall trotz kerniger Optik und dem Vorteil der verstärkten Seitenwand ausklammern. Fahre ihn auf´m BJ73, an sich ein sehr guter Reifen, aber man sollte wissen was man tut, wobei die Fahrzeuge natürlich ohnehin nicht wirklich vergleichbar sind und daher erlauben sich vermutlich auch keine 1:1 Rückschlüsse auf den Jimny...

  • ...mein immer wieder geposteter Test (natürlich nicht in Jimnygröße) der zeigt, daß normale Ganzjahresreifen schon ganz schön gut sind, hingegen AT-Reifen mit Schneeflockesymbol schon deutlich schlechter, und der Grabber AT3 nochmals schlechter als der gerade noch akzeptable Yokohama G015...





    PS: ...und ich bin auch bekennender BFG-Hasser, auch aus oben genannten Gründen


    Gruß Pedant

  • Wenn es ein Reifen mit guten Nässeeigenschaften sein soll, muss man sich von AT und MT verabschieden. Optik hin oder her. Allerdings wird es in den Jimnyformaten schwer, überhaupt passende Ganzjahresreifen zu finden. Ich habe mal stichprobenartig unter den gut bewerteten Reifen im verlinkten Test gesucht und nichts gefunden. Das größere Angebot gibt es bei Winterreifen, insbesondere in 235/75. Darunter sind ja auch einige, die nach Tests bei Nässe und trockener Straße gut sind und der etwas höhere Verschleiß im Sommer dürfte sich bei der überbordenden Motorleistung des Jimny und den üblicherweise gefahrenen Geschindigkeiten in Grenzen halten. Leute, die gelegentlich nach Italien fahren, haben damit allerdings ein Problem, den dort dürfen im Sommer keine Winterreifen gefahren werden.

    Ich bin 10 Jahre General Grabber 2 auf dem Wrangler und nun den BFG auf dem Jimny gefahren. Die reagieren schon emfindlicher als andere Reifen, wenn Regen einsetzt. Diese Mischung aus Straßendreck und Wasser ist wie Schmierseife. Sind die Straßen erstmal richtig nass, verliert sich der Schrecken wieder.

  • Die 235er aus Vergleichtest auf den Jimny zu übertragen bringt nichts, dafür ist er zu Leicht.

    Getestet wird in der Größe mit schwereren Fahrzeugen. ;)

    Ich bin eigentlich ein netter Kerl.
    Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen!

  • Die 235er aus Vergleichtest auf den Jimny zu übertragen bringt nichts, dafür ist er zu Leicht.

    Getestet wird in der Größe mit schwereren Fahrzeugen. ;)

    Das sehe ich genauso.

    2019 wurde auch die Gummimischung des Geolandar G015 verändert, so das ein aktueller test dann etwas anderes aussagen könnte.


    Ich persönlich habe im Laufe der vielen Jahre festgestellt das ein in einer bestimmten Größe getesteter Reifen in einer anderen Größe dann evtl. ganz anders abschneidet, obwohl es der gleich Reifen ist.

    Und dann kommt es noch auf das Fahrzeug an auf dem er montiert ist, der gleiche Reifen in gleicher Größe auf zwei verschiedenen Fahrzeugen montiert, fährt sich dann trotzdem nicht immer gleich.


    Deshalb hat so ein Reifentestbericht für mich nur eine ganz konkrete Aussage, nur genau diese getestete Reifengröße auf genau nur diesem Testfahrzeug.

    Wenn irgendwas anders ist können die Aussagen auch schon wieder teilweise anders sein.


    Da es meistens keine Reifentests mit genau meinen Fahrzeugen und Reifengrößen gibt, bleibt es eben nur den gewünschten Reifen in der Wunschgröße selbst zu testen und die Erfahrungen von anderen Nutzern mit gleichen Fahrzeug und gleicher Reifengröße mit einzubeziehen.;)

  • Habe die Bridgestone Dueler AT001 oben - einfach perfekt. Besser als die BFG.. Auch auf Schnee echt nicht schlecht

    Hauptkarre: Mitsubishi Outlander BJ2016, 2,2 Diesel 4WD, mit MAD Federn (+35mm)
    GJ PURE: Anmeldung 23.05.2019: 35mm MAD Federn, 23mm Hofmann Verbreiterung, Dueler AT001 in 195er Originaldimension

  • Wegen des Umstandes, dass Gummimischungen sowie Profildesign immer wieder von den Herstellern geändert werden, und verschiedene Größen sowie abweichendes Fahrverhalten auf anderen Fahrzeugen nicht zu unterschätzende Einflussfaktoren sind, war mir wichtig zu erfahren, wie es ganz konkret beim Jimny GJ aussieht.

    Was die Bremswege allgemein bzw. schon bei trockener Straße angeht, wurde der GJ im Test ja schon mit den Serienreifen kritisiert, wobei man vermutlich nicht sicher sagen kann, dass sich dies bei anderen (AT) Reifen zwingend in jedem Fall verschlechtern würde.

    So gab es ja vor nicht allzu langer Zeit die zufällig und völlig überraschend im Zuge eines Tests gewonnene Erkenntnis, dass mit sehr geringem Luftdruck der Bremsweg kürzer ausfiel als mit empfohlenem Luftdruck... also eigentlich beste Vorausetzungen wenn man aus´m Gelände zurück kommt;)

  • Aus persönlichen Erfahrungen lassen sich schwer objektive Vergleiche ableiten. Erstmal hat kaum jemand die Möglichkeit, verschiedene Reifen unter wirklich gleichen Bedingungen zu testen. Dann neigt der Mensch dazu, sich und seine Handlungen zu bestätigen und damit haben Umrüstungen gegenüber der Serie automatisch einen Vorteil. Wenn wir dann noch hinzunehmen, dass Reifen in ihrer Leistungsfähigkeit mit der Zeit abnehmen, ist der neue Reifen immer der bessere. Vielleicht können sich ja mal mehrere JImnyeigner mit unterschiedlichen Bereifungen auf einem ADAC-Übungsgelände treffen und unter gleichen Voraussetzungen, und künstlichen Widrigkeiten wie die Glatteissimulation, Unterschiede herausfahren.