Höherlegung = höherer Verschleiß?

  • Moinsen,


    habe meine Allradler bisher immer im Serientrimm gehabt, denke aber beim GJ jetzt über eine Höherlegung nach - um 5 cm mit 235er Reifen und allem, was dafür erforderlich ist.


    Welche Erfahrungen habt ihr hinsichtlich hierdurch erhöhtem Verschleiß?


    Hab da recht unterschiedliche Meinungen gehört, die aber auch nicht so wirklich begründet wurden.


    Ich fahre ca. 15 tkm/Jahr, ist mein Alltagsfahrzeug mit gelegentlichen Offroad-Ausflügen.


    Wozu das Ganze? Naja, ein bisschen die Optik, aber es gibt auch so ein paar Wege, wo die 2, 3 cm mehr unterm Diff ganz nett wären.


    Schon mal vielen Dank für eure Einschätzungen und ein schönes Wochenende!

  • Soweit ich weiß sind bei 235er SPV eher tabu und man muss einen freundlichen Prüfer oder gute Werkstatt für die Abnahme haben.

    Verschleiß kann durch die breiteren Reifen schon schneller bei den Antriebswellen entstehen, da die 235er ja noch einmal schwerer sind als die 215er, welche die meisten hier haben, denn du brauchst ja dann auf jeden Fall neue & breitere Felgen.

    Ob für die 235er auch Arbeiten an Radhaus/Stoßstange kann ich jetzt nicht genau sagen, aber unter Umständen muss ein Teil für eine Tachojustierung verbaut werden.

    5 cm Höherlegung legt nur die Karosserie hoch, aber nicht die Diffs, wobei es der Verschränkung natürlich sehr dienlich ist.


    Nachteil der breiteren Reifen ist das Tabu der Nutzung von Schneeketten im Winter.

    Bei Wild Land Drivers gibt es 16 Zoll Felgen für den GJott von Fondmetal EVO Corse DakarZero, die mit 235/70R16 gewinnst du 2 cm an Höhe unter den Diffs., die Felgen sollen mittlerweile auch ein TÜV-Gutachten u. U. sogar eine ABE, allerdings ist eine Höherlegung definitiv vorgeschrieben.

  • Größere und schwerer Reifen haben mehr Masse und Hebel der auf Radlager und Achsschenkellager wirkt.

    Anders sein...
    Leicht modifizierter Jimny Diesel: OME-Fahrwerk , Excenterbuchsen, 50mm Bodylift, 235/85R16 Federal Couragia auf 7x16 Vitarafelgen, 60mm Spurverbreiterung, Kürzere Differenziale, Automatische Sperre hinten, Scheibenbremsen hinten, Stabitrenner, Stahlflexbremsleitungen etc etc etc

  • Die Antriebswellen halten entweder :) oder gehen kaputt :( ...

    ...Verschleiß ist das eher nicht :saint: ...

    ...aber bei 235/75R15 halten die :) ...

    ...es sei denn du hast grobe MT´s drauf und killst sie bei plötzlichem Gripaufbau... :evil:


    Gruß Pedant

  • Antriebswellen halten - oder gehen kaputt. Na super :D


    Okay, ist wohl schwierig, den erhöhten Verschleiß allgemein einzuschätzen, daher trotzdem danke für eure Kommentare.


    Ich hatte irgendwie auf Aussagen gehofft, wie "Hab das bei meinem ... gemacht, hatte aber


    nie Probleme bei jährlicher Fahrleistung ... km oder


    nach ... km musste das und das getauscht werden."


    Damit wäre zwar auch noch nicht geklärt, wie viel früher etwas getauscht werden muss, aber ich könnte trotzdem etwas leichter sagen, ob ich mich darauf einlassen mag oder die Seriengröße drauf lasse.


    Naja, ich warte nochmal ab...

  • Moin,


    wir halten uns vor Augen das wir ein Auto mit Starrachsen fahren, das hat den Vorteil das der Sturz in Grenze immer gleich belibt. Hinten ist das quasi egal und vorne leidet der Nachlauf und die Lenkradrückstellung etwas solange die Höherlegung moderat bleibt.

    Hier ist kein höherer Verschleiß zu befürchten.


    Der Knickwinkel der Kardanwellen verändert sich auch etwas, was aber bei moderaten Höherlegungen auch keinen höheren Verschleiß verursacht.

    Da ist das Geraffel auf dem Auto und in dem Auto in Form von Gewicht und Luftwiderstand schon deutlich verschleißfördender.

    Dazu kommt auch noch mangelnde Wartung in Form von nicht gemachten Abschmierarbeiten an den Kreuzgelenken und Achschenkeln.

    Die Kreuzgelenke kommen meist ohne Schmiernippel daher, aber es gibt auch welche mit Schmiernippel. Im Falle eines Defekts sollte man immer welche mit Schmiernippeln einsetzen den die halten, grade bei häufigen Geländeeinsatz, auch mal die doppelte bis dreifache Zeit. Vor allem dann wenn man immer darauf achtet das der Karren auch von unten ordentlich gesäubert wird.


    Wenn man dann natürlich anfängt großere Räder ( Durchmesser! ) oder auch extrem Breite aufzuziehen geht das Problem los. Da steigen dann die auftretenden Kräfte schon extrem an. Bei größeren Rädern leiden besonders die Birfielgelenke in der Vorderachse und die Kreuzgelenke der Kardanwellen.


    Bei breiteren Rädern sind dann gerne die Radlager und die Achschenkellager die schneller kaputtgehen als man es gerne hätte.

    Dazu kommt auch die Fahrweise des Fahrers, wer Kantsteine einfach so rauffährt, oder mal mit nem halben Reifen auf dem Bordstein steht wird hier eher Probleme bekommen als jemand der sachte mit dem Auto umgeht. Das "fliegen" lassen von Autos durch zuviel Schwung ist immer dann tödlich wenn ein durchdrehendes Rad abhebt und beim auf den Boden knallen abrupt abgebremst wird. Dann sind alle Gelenke und alle Wellen in großer Gefahr zu brechen.


    Hier hilft dann eine Sperre um die Geschwindigkeit zu reduzieren und die Kraftübertragung auf den Boden gleichmäßiger zu machen.

    Ich gehe fest davon aus das der Verschleiß sich bis zu einem gewissen Grad nur minimal erhöht was man durch regekmäßige Wartung und Aufmerksamkeit beim fahren gut ausgleichen kann.


    Bei extremen umbauten sollte man sich darüber im klaren sein das man das Material nich schlagartig sondern nur konstant belasten darf.

    Ich für meinen Teil habe auch meiner Trialzeit mitgenommen das Kreuzgelenke, Radlager und Birfielgelenke am meisten von Verschleiss betroffen waren, aber eben auch nur wenn man sich nicht drum gekümmert hat.


    Gruß, Olaf

  • Es hängt halt auch sehr viel von Einsatz des Fahrzeuges ab.

    Ich hab 235/85R15 MT montiert und da sind die hinteren Radfahrer  8o Radlager schon alle 10-15TKm fällig. Achsschenkellager ebenso.

    Allerdings mit sehr viel Offroad-Einsatz.

    Da wiegt ein Rad aber auch knapp 30kg und ist 81cm hoch.

    Anders sein...
    Leicht modifizierter Jimny Diesel: OME-Fahrwerk , Excenterbuchsen, 50mm Bodylift, 235/85R16 Federal Couragia auf 7x16 Vitarafelgen, 60mm Spurverbreiterung, Kürzere Differenziale, Automatische Sperre hinten, Scheibenbremsen hinten, Stabitrenner, Stahlflexbremsleitungen etc etc etc

  • Also, meiner ist 50mm höher und ich habe die 235er drauf. Seit knapp 60000km keine defekte. Ja, die 235er sind sehr viel schwerer als die originale Bereifung, gefühlt gehen 20PS verloren. Das kann natürlich zu erhöhtem Verschleiß des Antriebs und der Fahrwerkskomponente führen, es ist aber nicht so das alle 10000km das halbe Auto restauriert werden muss. Für die 235 muss die vordere Stoßstange auf jeden Fall bearbeitet werden da die Räder beim Einschlagen streifen.

  • Es gibt halt nicht viele, die deine Wunschkombi nun mal fahren und aus reiner Freundlichkeit wurde dir aus der Erfahrung hier mitgeteilt was dich erwarten könnte, bzw. definitiv erwartet.

    Bei meiner Aussage bezüglich der Antriebswellen hatte ich mich leider nicht ganz korrekt ausgedrückt und gebe der Aussage von Pendant recht.


    Deine Wunschausstattung ist durchaus machbar, aber wenn du absolut angstfrei mit den Umbauten unterwegs sein willst, dann müsstest du andere Komponenten entweder direkt mit verbauen oder du wartest halt bis es zum Teileversagen kommt und verbaust danach verstärkte Komponenten.

    Aber diese sind wahrscheinlich teurer als die Standardware.


    Viele hier wollten einiges mit ihren Würfeln machen, aber sowohl die Kosten als auch die StVO-Komformität und den heute stur auf ihre Vorschriften achtende Prüfer von TÜV & Co., bzw. den Strassenverkehrsämtern in einigen Kommunen, die selbst von Prüfern abgenommen Umbauten wegen irgendwelcher EU-Vorgaben nicht anerkennen und daher eine Eintragung ablehnen und sogar einen Rückbau anordnen, haben einige Vorhaben gestoppt.

    Außerdem geben wir hier um den guten Ruf des Forums zu schützen ungern Anleitungen/Unterstützungen zu nicht StVO konformen Veränderungen, wenn diese nicht rein für Fahrzeuge, die komplett außerhalb der StVO gefahren werden, bestimmt sind, da es sonst nur noch heißt "Ja aber im Forum stand das geht!", wie man aus diversen YT-Videos aus anderen Ländern, meist aus Asien oder Südamerika, sehen kann geht eigentlich sehr viel, aber hier in der BRD geht dank StVO und EU-Vorgaben, siehe die GJotts ausserhalb der EU die ohne die Airbags in den Vordersitzen und der Dachkante ausgeliefert werden, leider hier nicht umgesetzt werden dürfen!

    Beispiel Sitze:

    In Videos aus Asien sieht man beim GJott den Ausbau der Originalsitze und dem Einbau von Recaro-Sitzen, inklusive der passenden Sitzkonsole.

    Hier darf beim GJott der Sitzairbag nur ausgetragen werden, wenn du einen orthopädischen Sitz einbauen lässt und dafür die notwendigen Atteste & Bescheinigungen besitzt.

    Anders sieht es beim Nutzi, dem HJott aus, da er keine Sitzairbags & Seitenvorhangairbags besitzt wird von Recaro die originale Sitzkonsole und eine Auswahl an Sportsitzen für den HJott hier innerhalb der EU angeboten.


    Auch für die Optimierung im Heck gibt es einige Teile aus Asien, aber hier sind die Verwendung dieser Teile nicht gestattet, da durch die Montage entweder die Funktion der Airbags beeinträchtigt wird oder durch die Airbagauslösung eine neue Gefahr für die Insassen und/oder unter Umständen anderen Verkehrsteilnehmern geschaffen wird.

  • Teils muß man ja auch sagen daß es so schlecht nicht ist, daß es entsprechende Vorschriften gibt. Manche Umbauten aus dem asiatischen Raum sehem meiner Meinung nach sehr abenteuerlich aus.

    Ja es gibt durch die Vorschriften Vor- & Nachteile, ob alles hier so streng geregelt sein muss oder nicht darüber kann man durchaus streiten, aber einige dienen ja auch direkt der Sicherheit der fahrzeugführenden Person!


    Ich gebe dir auch recht bezüglich deiner Meinung von abenteuerlich, wo ich mir selbst sage, dass es zwar cool aussieht und vielleicht auch umgesetzt wurde ich aber selbst in einem Offroapark mit so einem Umbau niemals fahren wollen würde.

  • Danke an alle, die sich hier gemeldet haben.


    Die Aussagen von xenosch und Albstadt beschreiben die mögliche Problematik wohl am besten und auch die Schwierigkeit, oder sogar Unmöglichkeit, den Verschleiß allgemein einzuschätzen, da es ja noch viele Begleitumstände gibt, die alle zusätzlichen Einfluß haben.


    Es kann also sein, dass sich der Verschleiß kaum merkbar erhöht, bei häufigem Geländeeinsatz aber, natürlich, mehr, evtl. sogar viel mehr.


    Wer meinen Eröffnungsbeitrag genau gelesen hat, sieht ja, dass ich mich mit dem Thema durchaus schon beschäftigt habe und mir darüber im Klaren bin, dass es bei dieser Größe nicht einfach mit Höherlegungsfahrwerk und größeren Reifen getan ist und dass mir bewusst ist, dass diese auch "nur" ca. 2,3 cm unterm Differential bringen.


    Mir ging es konkret um diese Reifengröße, die ja im entsprechenden Thread hier im Forum als "maximale echte Bodenfreiheitserhöhung mit Zulassung im Straßenverkehr" genannt wird, Portalachsen außen vor gelassen.


    Wenn ich dafür jetzt relativ viel Geld ausgebe und in der Folge dadurch mit stark erhöhtem Verschleiß rechnen muss, macht es für mich keinen Sinn, wegen Optik und dem Wunsch, in seltenen Fällen 2,3 cm mehr unterm Portal auch wirklich zu nutzen, die Umrüstung durchzuführen.


    Da Albstadt hier von 60.000 problemlosen Kilometern schreibt und mein Fahrprofil wohl eher einer moderaten Beanspruchung entspricht, fühle ich mich jetzt aber darin bestärkt, die Umrüstung vornehmen zu lassen.


    Nochmals danke an alle, die mir geholfen haben, zu einer Entscheidung zu kommen!

  • Oder Du nimmst den GJ von Jimnymarco ,der will ihn hier verkaufen und der hat schon Portalachsen und 235er Reifen. ;)

  • Die richtige Antwort auf diese Frage ist, ich habe diesen Umbau gemacht und verbrauche 2 Liter weniger Sprit und die Teile halten jetzt doppelt so lange. :) ^^


    Man kann sich auch alles im Originalzustand zerhauen.


    Das ist wie Rauchen. Man muss damit rechnen, dass es einen Umhaut. Aber es gibt auch welche die kommen gut durch.

  • Es hängt halt auch sehr viel von Einsatz des Fahrzeuges ab.

    Ich hab 235/85R15 MT montiert und da sind die hinteren Radfahrer schon alle 10-15TKm fällig. Achsschenkellager ebenso.

    Allerdings mit sehr viel Offroad-Einsatz.

    Da wiegt ein Rad aber auch knapp 30kg und ist 81cm hoch.

    :P Wenn Du alle 10 - 15tKm die Radfahrer wechseln musst, stimmt was mit Deiner Antriebstechnik nicht.

    Bei meinem Würfel sitzt der Motor vorne. :P

    Vermutlich meintest Du das Radlager.

  • Guten Morgen Würfelfan,


    ich habe die Kombination seit KM 1 verbaut. Höhergelegt um 5cm und MT 235/75/15 etc. Dazu Sperre vorne und hinten. Alles von Gollek gemacht.

    Seit Januar auch die Radhausschalen von Oliver (Danke). Ich fahre ausschliesslich auf Offroadreisen oder im teils sehr harten Gelände. Deshalb kommen Morgen auch Traktionsreifen (Insa Turbo in der Seriengröße) drauf. Damit reist er aber dann auf dem Hänger an. Die MTs werden danach wieder für den Griechenlandtrip montiert.


    Aufgrund des Einsatzes (nur Offroad und Reisen) ist er erst 16tKM gelaufen. Steht ansonsten in der Garage trocken und warm.


    Diese Kombi macht Spass und keinerlei Probleme. Beim extremen Verschränken nix, keine Änderungen an der Stossstange etc. Nix schleift, auch nicht an den Radhausschalen. Erhöhter Verschleiß? Bestimmt, aber bis dato läuft er perfekt. Das Problem, dass die Antriebswellen kaputtgehen beim plötzlichem Grip-Aufbau, ja das haben wir hie und da im extremen Gelände, aber zumeinst bei Fahrzeugen ohne Sperren (und hitzköpfigen Vollgastreibern, die nicht vom Gas gehen wollen).


    Mit dieser Kombi kann ich crawlen und komme nahezu überall durch und hinauf.


    Schönen Tag, MichaelR